Regimekritiker Ai Weiwei wehrt sich gegen Steuernachforderung
Der chinesische Künstler Ai Weiwei will gegen die Steuernachforderungen der Behörden Widerspruch einlegen. Er will dafür die Geldspenden seiner Anhänger nutzen.
Der chinesische Künstler und Dissident Ai Weiwei will gegen die Steuernachforderung der Behörden Widerspruch einlegen. Dafür werde er die zahlreichen Spenden seiner Anhänger nutzen, sagte Ai Weiwei. Der Dissident erhielt nach Angaben seiner Mitarbeiter in den vergangenen Tagen Spenden in der Gesamthöhe von 6,7 Millionen Yuan (rund 750.000 Euro). Er wurde von den Behörden aufgefordert, bis zum kommenden Dienstag 15 Millionen Yuan zu zahlen.
"Wir haben niemals gesagt, dass wir die Steuerforderung begleichen werden", sagte Ai. Entsprechend der Gesetzeslage müsse das Geld jedoch zumindest als Garantiesumme hinterlegt werden. Es sei in der Kürze der Zeit nicht möglich, eine Hypothek auf das Haus seiner Mutter aufzunehmen. Ai bekräftigte, dass es ihm nicht darum gehe, finanzielle, sondern moralische Unterstützung zu erhalten.
Ai zeigte sich überwältigt von der Hilfsbereitschaft seiner Landsleute. Die Behörden hatten ihn verpflichtet, Peking nicht zu verlassen und keine Interviews zu geben. Dem ARD-Hörfunkstudio in Peking sagte er aber, er empfinde es als seine Pflicht, die Stimme weiter zu erheben.
Der Künstler wirft den Behörden vor, ihn "brechen" zu wollen. Ai war Anfang April wegen angeblicher Steuervergehen festgenommen und fast drei Monate ohne Anklage an einem unbekannten Ort inhaftiert worden. Im offenen Konflikt mit der Staatsmacht steht Ai, seit er nach dem Erdbeben 2008 in der Provinz Sichuan eine unabhängige Untersuchung der Gründe für den Einsturz zahlreicher Schulen gefordert hatte.
- Datum 11.11.2011 - 09:32 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP
- Kommentare 11
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bei dem ein Steuerproblem so völlig ausgeschlossen werden kann. Das Ganze bleibt zudem widersprüchlich.
Das Haus der Mutter kann nur aus zeitlichen Gründen nicht beliehen werden? Das heißt ja wohl, es wäre ansonsten genug wert - in China, wo vor 20 Jahren noch keiner sonderlich vermögend war. Wer hat das Einkommen generiert, dass dieses Haus schuldenfrei ermöglicht? Der Sohn?
Er will die Spenden zurückzahlen? Das heißt ja wohl, er muss ganz ordentlich Gewinn machen, um das leisten zu können. Man hörte zudem, er wolle sich in Berlin ein Atelier kaufen.
Da darf man wohl schon annehmen, dass genügend steuerpflichtiges Einkommen im In- und Ausland erzielt wird und das lässt Probleme mit dem Finanzbehörden nicht völlig ausgeschlossen erscheinen.
Daten? Fakten? Quellen? Nein? Beweise?
Dann nur Geblubber, Reallast.
Daten? Fakten? Quellen? Nein? Beweise?
Dann nur Geblubber, Reallast.
Entfernt. Bitte achten Sie auf einen sachlich argumentierten Beitrag, der frei von Polemik ist. Danke, die Redaktion/lv
Daten? Fakten? Quellen? Nein? Beweise?
Dann nur Geblubber, Reallast.
Haben Sie ihrerseits Quellen, Zahlen, Belege, Beweise, dass er keine Steuern schuldet? Oder wollten Sie überhaupt eine erkennbare Meinung mitteilen?
Haben Sie ihrerseits Quellen, Zahlen, Belege, Beweise, dass er keine Steuern schuldet? Oder wollten Sie überhaupt eine erkennbare Meinung mitteilen?
Ein sehr aufschlussreichender Artikel zu dem Herrn Weiwei:
http://www.doppelpod.com/...
Haben Sie ihrerseits Quellen, Zahlen, Belege, Beweise, dass er keine Steuern schuldet? Oder wollten Sie überhaupt eine erkennbare Meinung mitteilen?
Deshalb mach ich ja auch den Kopf dicht. Ich fnde es nur immer wieder bemerkenswert, wenn man irgendwelche Thesen aufstellt, ohne diese stützen zu können. Reine Vermutungen. Vielleicht ist er ja ein Steuerhinterzieher. Vielleicht lässt er Kunst in Vietnam produzieren und gibt sie als seine aus. Vielleicht vergewaltigt er Kinder, weil er einem mal ein Bonbon geschenkt hat. Vielleicht ist der Typ gar nicht der echte Weiwei. Der ist nämlich schon lange tot und dieser Herr hier verunglimpft nun dessen Name. Thesen über Thesen. Also, halte ich mich lieber zurück, bis was auf dem Tisch liegt.
mfg
Deshalb mach ich ja auch den Kopf dicht. Ich fnde es nur immer wieder bemerkenswert, wenn man irgendwelche Thesen aufstellt, ohne diese stützen zu können. Reine Vermutungen. Vielleicht ist er ja ein Steuerhinterzieher. Vielleicht lässt er Kunst in Vietnam produzieren und gibt sie als seine aus. Vielleicht vergewaltigt er Kinder, weil er einem mal ein Bonbon geschenkt hat. Vielleicht ist der Typ gar nicht der echte Weiwei. Der ist nämlich schon lange tot und dieser Herr hier verunglimpft nun dessen Name. Thesen über Thesen. Also, halte ich mich lieber zurück, bis was auf dem Tisch liegt.
mfg
Auch Klaus Zumwinkel (1995 bis 2008 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post), der am 26. Januar 2009 von der 12. großen Strafkammer des Landgerichts Bochum wegen Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt wurde, wehrte sich gegen Steuernachforderungen. Er könnte sich nachträglich zum Künstler ernennen und seine Steuerhinterziehung zu einer künstlerischen Aktion mit politischen Hintergrund erklären.
Hurz!
Ach ja. Und die Frage, warum die Online-Seiten von sogenannten Qualitätsmedien bei Themen, die eigentlich ihre hochbesoldeten Korrespondenten beackern sollten, sich offensichtlich oft als Postverteiler der staatlichen Nachrichtenmagazine verstehen. Die obige Nachricht von der mindestens halbstaatlichen französischen Presseagentur AFP, die eine eher gehaltlosen Einschätzung der Vorgänge um Ai Weiwei enthält, habe ich jetzt schon 'zig-mal gelesen.
Hallo Frau Köckritz! Journalismus. Fakten und Recherche und so.
Korrektur: staatlichen Nachrichtenmagazine = Nachrichtenagenturen
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