Die Kunst zu verschwinden
Liu Bolin geht in seinen Werken auf – und das ist ganz wörtlich zu nehmen. Der chinesische Künstler lässt sich von seinen Assistenten mit Farbe bemalen, bis er mit dem Hintergrund vollständig verschmilzt. Bis zu zehn Stunden Geduld braucht er für diese Kunst der Unsichtbarkeit. Doch Liu schafft nicht nur faszinierende Illusionen, er ist auch zutiefst politisch. Die Idee dazu hatte er, weil er eine Zeit lang auf der Straße leben musste. Als Obdachloser fühlte er sich unsichtbar. Nun spielt er künstlerisch mit der Angst, in der Masse unterzugehen.
- Datum 15.11.2011 - 17:27 Uhr
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"Es wäre besser,ich wäre so, als gäbe es mich nicht."
Vincent van Gogh
Da ist er jetzt wohl auch ein Dissident?
Schön was man so alles herbeiinterpretieren kann.
Gibt es unsichtbare Obdachlose nur im chinesischen System, gegen das sich dieser zutiefst politische stille Protest
wohl richten soll? Oder geht der Protest gegen jedes System das Menschen obdachlos macht, wendet sich also gegen verschiedene politische Systeme?
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