Stephan Vanfleteren : Belgien – ein vernarbtes Land

Der Fotograf Stephan Vanfleteren widmet sich seit 20 Jahren seiner Heimat Belgien. Die Fotos sind eine zeitlos wirkende, melancholische Hommage.

Stephan Vanfleteren fotografiert seit 20 Jahren das Leben in der belgischen Provinz, melancholisch und zeitlos. Vanfleteren wuchs selbst an der Küste auf. Ihre Verwandlung in eine Betonwüste erlebte er als Trauma. Vanfleteren sagt: "Das neurotische Getue, rasche Fortschritte und drastische Veränderungen machen mich traurig." Sein Buch BELGICUM ist im Lannoo Verlag erschienen. Bis zum 3. Februar 2012 ist eine Ausstellung in Hamburg zu sehen.

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Kommentare

4 Kommentare Kommentieren

Ausdrucksstark

Wunderbar melancholische Arbeiten. Das Monochrome ist sehr passend und ausdrucksstark. Einzig die gelegentliche Mittelachsigkeit ist etwas austauschbar.

Wer Interesse an weiterer ernster Portraitfotografie hat, der schaut bitte bei Gelegenheit mal auf dieses Portfolio: http://www.daedalus-v.de/...

Im Bereich "Philosophie" erkläre ich, warum ernste Portraits der Beautyfotografie vorzuziehen sind.

Ronald D. Vogel

Passt

Anfang der 1960iger Jahren im Hotel Wasser aus der Flohmarktkanne mit passender Schale. In der Mitte manch Klosteraufenthalt mit so alten wie gewitzten Mönchen. Am Ende eine Freundin in ihrem fensterlosen Kinderzimmer. In den 1980igern die muffelnden Buden mit den leckeren Fritten und absolut blank geputzten Bierdosen.

Ausserdem die Route nach Paris als es noch keine Autobahn gab oder nach Zeeland über Antwerpen und immer kam man an Corbusier vorbei mit dem Blick auf Hafen und Halden. Für mich: Oft durch, oft da, aber nie verstanden.

Die wunderbaren Bilder passen zum meinen Eindrücken.