Vivian Maier

Durch die Augen einer Unsichtbaren

Sie muss sich viel herumgetrieben haben, fotografierte, wann immer sie mit den Kindern an die frische Luft ging. Vivian Maier arbeitete ab 1951 als Kindermädchen in New York, später als Pflegerin in Chicago. Insgeheim aber lebte sie für die Fotografie. Bis 1990 nahm sie über 100.000 Bilder auf. Meist Straßenszenen, ehrlich und nah dran. Die Negative, die sie in einem Lagerraum aufbewahrte, wurden erst nach ihrem Tod entdeckt. Die Bilder, nun in Street Photographer (Schirmer/Mosel Verlag) zu sehen, entlarven die Nanny als ungerührte Beobachterin.