Durch die Augen einer Unsichtbaren
Sie muss sich viel herumgetrieben haben, fotografierte, wann immer sie mit den Kindern an die frische Luft ging. Vivian Maier arbeitete ab 1951 als Kindermädchen in New York, später als Pflegerin in Chicago. Insgeheim aber lebte sie für die Fotografie. Bis 1990 nahm sie über 100.000 Bilder auf. Meist Straßenszenen, ehrlich und nah dran. Die Negative, die sie in einem Lagerraum aufbewahrte, wurden erst nach ihrem Tod entdeckt. Die Bilder, nun in Street Photographer (Schirmer/Mosel Verlag) zu sehen, entlarven die Nanny als ungerührte Beobachterin.
- Datum 06.01.2012 - 15:37 Uhr
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So eine tolle hohe Rutsche wie auf Bild 6 würde sich heute niemand mehr trauen zu bauen, schon garnicht in den USA. Schade.
Die Kleine auf Bild 10 sieht ihr zum Verwechseln ähnlich!
Spricht man das eigentlich "Emma Teiger Schweiger"?
Wenn ich nochmal nen Sohn krieg, nenn ich ihn Jonas-Königspinguin.
Da bleiben für uns nur Randbemerkungen.
Den Erben kann man gratulieren.
Im renommierten Verlag Schirmer-Mosel ist 2011 ein prächtiger Bildband über das Werk der Fotografin Vivian Maier mit dem Titel "Street Photographer" erschienen. Herausgegeben ist der vorliegende Band von John Maloof und mit den Texten von Geoff Dyer gibt dieser einmalige Bildband profunde Einblicke frei in das Werk einer bislang wenig beachteten Fotografin, die sich ab 1950 mit ihrer Rolleiflex-Kamera Schwarz-Weiß-Street-Aufnahmen u.a. in ihrer Heimatstadt Chicago widmete. Das Bemerkenswerte an ihrem Schaffen und ihren herausragenden Street-Photographie-Aufnahmen ist, dass Vivian Maier über keine fotografische Ausbildung verfügte. Als Autodidaktin eignete sie sich diese Kenntnisse an und näherte sich im Laufe der Jahre einem markanten Stil ihrer Street- und Portraitfotografie, den sie geradezu perfektionierte. Ihre Zurückgezogenheit und auch ihr mangelndes Zutrauen in ihre eigenen fotografischen Fähigkeiten hätten laut Vorwort von John Maloof beinahe dazu geführt, dass ihre gesamte Bilderkollektion, die weit über 100.000 Negative umfasst, in Vergessenheit geraten wäre. Es ist John Maloof zu verdanken, dass diese kostbaren Street- und Portrait-Schätze der Nachwelt erhalten blieben und konserviert werden konnten und nunmehr einer breiten Öffentlichkeit, u.a. auch über das vorliegende Buch zur Verfügung stehen. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Vivian Maier sind hervorragend. Ihr sensibles Gespür für Momentsituationen ist einzigartig und wohl auch nicht erlernbar.
Fortsetzung v. Kommentar Nr. 5: Sie arbeitete mit einem hohen Maß an Intuition und hat stets im richtigen Moment den Auslöser gedrückt. Prächtige Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus einer Zeit, die von grenzenlosem Wachstum geprägt war, aber auch die Schattenseiten und Facetten von Armut und Ausgrenzung in den USA bzw. ihrer Heimatstadt Chicago aufzeigen, liegen diesem Werk zugrunde.
Für Liebhaber anspruchsvoller alter traditioneller Schwarz-Weiß-Street-Fotografien ist dieser Bildband ein absolutes Muss. Es ist richtig und wichtig dass diese begnadete Fotografin mit diesem Buch eine späte Würdigung erfährt. Insbesondere Sammler- und Anwender alter analoger Rolleiflex Kameras wird dieser Bildband mit den SW-Werken von Vivian Maier eine wahre Offenbarung sein.
Vivian Maier, Street Photographer, Verlag Schirmer-Mosel, 2011.
Rezension: © Willi Wilhelm, Bornheim Dezember 2011.
Bald werden einige alte Rolleiflex's zu jedem Preis ersteigern und krankhaft versuchen Vivian Maier nachzueifern, als ob die Kamera den Photografen macht.
Erstaunlich ist, dass VM mehrere hundert Filme gar nicht erst entwickelt hat, sie hat immer weiter fotografiert.
Sie hat ca. 100.000 Fotos geschossen, das sind ungefaehr 8.500 120er...unglaublich!
VM wird sicher und zurecht eine Menge Photografen beeinflussen.
fantastische Fotos...
Wetering
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