Sie sind alle fortgegangen

Roger Eberhard & James Nizam: "Lot 23", 2011 | © Roger Eberhard & James Nizam
Menschen in westlichen Gesellschaften träumen von einem Rückzugsort in den Wäldern. In Nordamerika gibt es konsequente Versuche, diesen Traum zu leben. Auf einer Insel im Pitt Lake in British Columbia, Kanada, stand einst eine Siedlung aus Lauben im dichten Grün. Die Gründer hatten das Land von den Katzie-Indianern gepachtet. Als diese den Vertrag nicht erneuerten, brachten einige Siedler ihr Häuschen weg. Andere brannten es nieder. Die Fotografen Roger Eberhard und James Nizam haben die Insel besucht. Ihr Buch Tumulus erscheint bei Peperoni Books.
- Datum 16.02.2012 - 14:02 Uhr
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Also bei den 10 Bildern hier war ein Haus und 9 ähnlich aussehen Müllhaufen im Wald zu sehen. Das mit dem Haus war ganz interessant, aber wenn die Quote im Bildband auch bei 90% fotografierten sehr gleich aussehenden Müllhaufen liegt...
Die Subline, mit der man zum Weiterklicken heiß gemacht wird, hätte besser geheissen: „Die Fotografen Roger Eberhard und James Nizam haben sich zusammen in den Wald aufgemacht und einige alte Bretterhaufen fotografiert. Ein Haus haben sie dabei auch entdeckt“. ...
Unter „verlassenen Holzhäusern“ verstehe ich persönlich schon irgendwie, dass man ggf. doch noch so eine Art architektonische Grundstruktur erahnen kann. Aber vielleicht ging es den Fotografen gar nicht darum.
„Tumulus“ (der Name des Bildbandes) bedeutet übrigens Hügelgrab ... ;-)
Grüße
Chr Suess
Mich würde mal interessieren, wieviel Eigenkapital man einem Verlag wie Peperoni-Books hinlegen muss, um solche verotteten Bretterhaufen im Wald als Buch zu verkaufen. Mag sein, dass Buchverlage früher mal einen kundigen Lektor hatten, der über Qualität und Präsentation entschied, heute sitzen dort anscheinend nur noch Kaufleute, die das gekränkte Ego von Fotografen finanziell anzapfen.
die bilder für sich sind sehr beliebig. interessanter würden sie mit etwas mehr hintergrundwissen.
Ich wollte diesn Link meiner Freundin schicken, da wir uns beide sehr für Egohäuser interessieren und uns gut vorstellen können, so zu leben. Nach dem Durchklinken der Bilder hab ich mich aber dann umenschieden. Ich wollte mir den Kommentar von Ihr später ersparen:" Warum schickst du mir Fotos von mehreren Bretterhaufen im Wald?".
Sollte das ein "reines" Bilderbuch werden, dann wird es kaum Erfolg haben.
MfG
...auf ein paar Fotos von verlassenen Häusern, denen man ein bisschen Einsamkeit ansieht und die einen zu Geschichten inspirieren, die sie zu erzählen haben, stattdessen sehe ich nur verrottete Bretterhaufen. Bedeutungslose Bretterhaufen. Stumme Bretterhaufen. Erinnert mich ein bisschen an meine Scheune, die vor 2 Jahren umgepustet wurde. Die Fotos für die Versicherung sahen auch so aus.
Schade, den das Thema hätte da durchaus potenzial und es wäre schlicht und einfach vergeudet, wenn sich dieses Schema durch den ganzen Bildband zieht.
ich kann mir nicht helfen...aber um so einen holzhaufen zu fotografieren brauch ich nur die kamera aus dem fenster halten,das nachbarhaus gegenüber ist seit jahren unbewohnt und vor dem haus sieht es genauso aus!!
ziemlich armselig...wer veröffentlicht solche bildbände...und wer kauft das??
Tumulus besteht nicht nur aus schönen Fotos, sondern auch aus einer wunderbaren Grundidee.
Mir haben die Bilder jedenfalls sehr gefallen. Sie zeigen den Lauf der Natur. Orte, an denen Menschen gelebt haben, und die nun langsam wieder vom Wald verschluckt werden. Was mir besonders gefällt, ist die Stille auf den Bildern. Je länger man sie betrachtet, desto ruhiger wird man selbst. Man stellt sich dann vor, wie das Haus einmal ausgesehen haben mag, wie es gewesen sein muss, darin gelebt zu haben. Alles verborgen in einem menschenleeren Wald. Auf eine solch schöne Idee für einen Fotoband muss man in dieser effektheischenden Welt erst mal kommen.
Tumulus zeigt den ewigen, menschlichen Kreislauf des Vergänglichen. Ein Kampf, den die Natur immer gewinnt.
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