Die bloße Anwesenheit genügt

Chris Buck: "Chuck Close" | © Chris Buck/Kehrer Verlag
"Ich, Crystal Petro, bezeuge, dass ich während der Session von Chris Buck mit Cindy Sherman anwesend war. Cindy Sherman befand sich im Sucher des Fotografen, ohne sichtbar zu sein." Wären die Fotos des Kanadiers Chris Buck auch ohne solche Aussagen spannend? Er selbst wirft diese Frage mit seiner Porträtserie auf. Mit seinen prominenten Modellen – darunter Cindy Sherman, Robert de Niro und David Lynch – wählt er den Ort für Foto und Versteck. Ein Zeuge bürgt für ihre Anwesenheit. Bucks Buch Presence – The Invisible Portrait erscheint bei Kehrer.
- Datum 02.07.2012 - 10:19 Uhr
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allerdings kann ich mit den versteckten Promis wirklich wenig anfangen. Bei einigen fehlt mir der Hintergrund in der Motivwahl, was die Bilder, zumindest für mich, nicht interessanter machen würde.
Beispiel: Stipes. Glatze? Friseur?
Lynch: Bei Lynch kann man alles nehmen.
Bobby: ???
Es erschließt sich mir nicht, sorry, und die Bilder mit der unsichtbaren Anwesenheit der zugegebenermaßen tollen Characters packt mich nicht.
Auch wenn es Werbung ist, aber die FAZ Kampagne "Dahinter steckt immer ein kluger Kopf" war natürlich offensichtlicher hat mich persönlich aber mehr mitgerissen. Das waren einfach tolle Bilder in einem direkten Bezug zu der Person, die sich hinter der Zeitung verbarg. Das sehe ich hier leider nicht.
cheers
zur Vorspiegelung einer Anwesenheit.
Solche Art von "Darstellung" setzt voraus, dass jemanden die "Bilder" und die "Abgebildeten" genug sagen, dass sich die behauptete Assoziation überhaupt einstellt (wenn sie denn überhaupt machbar ist - Jack Nicklaus ein 70jähriger Golfer - the golden bear - ist nun nichts, das mir bei jedem ausgestopftem Bären einfallen würden).
Kleiner Test gefällig?
Schauen Sie sich die Bilder an, ohne die Unterschrift / Widmung zu lesen und dann erraten sie vermutlich wenig.
So rutscht die Folge dann zügig ins Belanglose.
Gerade das mehr oder minder Offensichtliche wäre uninteressant. Auch wenn mich die Bilder nicht gerade umhauen, aber hier sind die Wege das Ziel. Das Interessante ist, Assoziationen, Allusionen, Konnexionen herzustellen.
Gerade das mehr oder minder Offensichtliche wäre uninteressant. Auch wenn mich die Bilder nicht gerade umhauen, aber hier sind die Wege das Ziel. Das Interessante ist, Assoziationen, Allusionen, Konnexionen herzustellen.
Gerade das mehr oder minder Offensichtliche wäre uninteressant. Auch wenn mich die Bilder nicht gerade umhauen, aber hier sind die Wege das Ziel. Das Interessante ist, Assoziationen, Allusionen, Konnexionen herzustellen.
kann hier nun wirklich nicht die Rede sein.
Ich vermute mal, einer richtig großen hiesigen Mehrheit bedeuten die "nichtabgebildeten" Personen noch nichtmal mit Klarnamen sonderlich viel.
Und da wird es halt ganz fix irrelevant, ob der Künstler in Bilderrätseln mit Andeutungen oder sonstwas spielt oder ob er irgendwas/irgendwen irgendwie nicht oder doch abbildet oder versteckt oder oder oder .
Vielleicht kommt er damit auch nur so schlecht rüber, weil hier alle "Assoziationen, Allusionen, Konnexionen", die in seinen Kulturkreis wurzeln, dem hiesigen Betrachter zu wenig bis nichts bedeuten oder nicht wahrgenommen werden (können)?
kann hier nun wirklich nicht die Rede sein.
Ich vermute mal, einer richtig großen hiesigen Mehrheit bedeuten die "nichtabgebildeten" Personen noch nichtmal mit Klarnamen sonderlich viel.
Und da wird es halt ganz fix irrelevant, ob der Künstler in Bilderrätseln mit Andeutungen oder sonstwas spielt oder ob er irgendwas/irgendwen irgendwie nicht oder doch abbildet oder versteckt oder oder oder .
Vielleicht kommt er damit auch nur so schlecht rüber, weil hier alle "Assoziationen, Allusionen, Konnexionen", die in seinen Kulturkreis wurzeln, dem hiesigen Betrachter zu wenig bis nichts bedeuten oder nicht wahrgenommen werden (können)?
...Kunst-produkte da darf man dann auch mal, bei aller Offenheit und Wohlwollen, sagen: "Nö du!", begründet darin, dass hier ein Vielzuviel an Produkt einem Vielzuwenig bis Garnix an Kunst (oder auch nur Handwerk) gegenübersteht. In diesem Sinne, Herr Buck: "Nö du, aber echt, mann, ey."
"Bilder, aufgenommen an Orten an denen mir völlig unbekannte Personen gerade nicht anwesend waren"
Leider bin ich wohl nicht bekannt und hipp genug, dass man die entsprechenden, nicht einmal besonders gelungenen Allerweltsbilder dann in einem Buch veröffentlicht...
kann hier nun wirklich nicht die Rede sein.
Ich vermute mal, einer richtig großen hiesigen Mehrheit bedeuten die "nichtabgebildeten" Personen noch nichtmal mit Klarnamen sonderlich viel.
Und da wird es halt ganz fix irrelevant, ob der Künstler in Bilderrätseln mit Andeutungen oder sonstwas spielt oder ob er irgendwas/irgendwen irgendwie nicht oder doch abbildet oder versteckt oder oder oder .
Vielleicht kommt er damit auch nur so schlecht rüber, weil hier alle "Assoziationen, Allusionen, Konnexionen", die in seinen Kulturkreis wurzeln, dem hiesigen Betrachter zu wenig bis nichts bedeuten oder nicht wahrgenommen werden (können)?
wirkt die/der Abwesende bei der Motivauswahl mit (s. o.), daraus resultiert natürlich eine persönliche Note. Des Weiteren ist ja der Name der nicht gezeigten Person Teil der Inszenierung. Falls einem also der Promi geläufig ist, kann man durchaus Assoziationen zwischen diesem und dem Bild herstellen. Sofern jemand mit den Personen nichts anzufangen weiß, ist das nicht das Problem des Künstlers.
wirkt die/der Abwesende bei der Motivauswahl mit (s. o.), daraus resultiert natürlich eine persönliche Note. Des Weiteren ist ja der Name der nicht gezeigten Person Teil der Inszenierung. Falls einem also der Promi geläufig ist, kann man durchaus Assoziationen zwischen diesem und dem Bild herstellen. Sofern jemand mit den Personen nichts anzufangen weiß, ist das nicht das Problem des Künstlers.
jene angebliche Abwesenheit, quasi 'suspense', funktioniert bei mir nicht.
Schöne, leere Bilder - ohne Aussage.
Dann schaue ich mir doch wesentlich lieber die Bilder von einem Erwin Olaf an, denn die regen wirklich zum Denken an.
bekannte Eigenwerbung unter dem Slogan „Dahinter steckt immer eine kluger Kopf“. Dort werden allerlei bekannte Persönlichkeiten beim Lesen der FAZ abgelichtet, nur sind sie von der Zeitung verdeckt.
Sh.
http://www.spiegel.de/kul...
und
http://www.abz-marketing....
Dies ähnelt der Methode des Chris Buck.
Die Frage ist, wer von wem diese Idee abgeguckt hat.
Unabgängig davon finde ich die FAZ-Werbung, wobei deren Macher dabei bestimmt nicht von Kunst sprechen, durchaus originell und klug.
Dagegen irgendwelches Ambiente zu knipsen und zu behaupten, irgend ein Promi sei anwesend gewesen, und das, wie auch schon gesagt wurde, mit wenig Bezug der (unsichtbaren) Person zum Bildinhalt, ist genauso wenig prickelnd, wie jemand der herginge, eine weiße Wand knipst und behauptet, der Promi zwar vor der Wand gesessen, aber der Fotograf die Kamera um 30 Grad zur Seite geschwenkt hätte.
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