Klopfen an verschlossenen Türen

Jitka Hanzlová: aus der 55-teiligen Serie: "Rokytník", 1990 – 1994, Orginal C-print | © Jitka Hanzlová/Kehrer Verlag
Jitka Hanzlová war 24 Jahre alt, als sie aus der Tschechoslowakei emigrierte. In Deutschland lebte sie, abgeschnitten von Familie und Sprache, "wie auf einem Bein". Erst acht Jahre später – 1990 – konnte sie wieder in die Heimat reisen. Ihr Exil in Deutschland sei prägend für ihr Werk gewesen, sagte Hanzlová, und dennoch fehle ihr der Bezug zu dem, was in dieser Zeit entstand: Weil sie selbst ohne vollständige Identität war. Ihr Œuvre ist bis zum 2. September 2012 in der Fundación Mapfre Madrid zu sehen. Der Katalog erschien bei Kehrer.
- Datum 03.08.2012 - 09:53 Uhr
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Zunehmend frage ich mich bei der ZEIT - und dieses Foto steht hier nur beispielhaft für eine zunehmende Zahl in jüngster Zeit -, ob man dort schon einmal etwas davon gehört hat, dass sich so genannte "Pädophile" u.a. auch an Katalogen und/oder anderen Medien, die nackte/wenig bekleidete Kinder zeigen, stimulieren? Gab es im Werk der Künstlerin keine andere Arbeit? Warum müssen es - zum wiederholten Male - ausgerechnet (halb)nackte Kinder in aufreizender (für einen so genannten "Pädophilen") Pose??
Sehr geehrte/r Leser/in,
wir nehmen Ihre Besorgnis natürlich ernst und sind uns der Sensibilität des Themas bewusst. Zeigten wir das Bild nicht, würden wir ihm jedoch eine sexuelle Konnotation bescheinigen, die es nicht hat. Wir möchten das Werk von Jitka Hanzlová nicht zensieren. Deswegen halten wir an diesem Bild fest. Ich hoffe, Sie haben für diese Entscheidung Verständnis.
Viele Grüße aus der Redaktion.
Sehr geehrte/r Leser/in,
wir nehmen Ihre Besorgnis natürlich ernst und sind uns der Sensibilität des Themas bewusst. Zeigten wir das Bild nicht, würden wir ihm jedoch eine sexuelle Konnotation bescheinigen, die es nicht hat. Wir möchten das Werk von Jitka Hanzlová nicht zensieren. Deswegen halten wir an diesem Bild fest. Ich hoffe, Sie haben für diese Entscheidung Verständnis.
Viele Grüße aus der Redaktion.
Sehr geehrte/r Leser/in,
wir nehmen Ihre Besorgnis natürlich ernst und sind uns der Sensibilität des Themas bewusst. Zeigten wir das Bild nicht, würden wir ihm jedoch eine sexuelle Konnotation bescheinigen, die es nicht hat. Wir möchten das Werk von Jitka Hanzlová nicht zensieren. Deswegen halten wir an diesem Bild fest. Ich hoffe, Sie haben für diese Entscheidung Verständnis.
Viele Grüße aus der Redaktion.
Sehr geehrte Frau Braun,
danke für Ihre Rückmeldung. Dennoch: Erstens sei die Frage erlaubt, ob die ZEIT-Redaktion darüber entscheidet, ob ein Bild eine sexuelle Konnotation hat, und nach welchen Kriterien? Zweitens geht es hier NICHT um die Frage, wie die ZEIT-Redaktion dieses Foto konnotiert, sondern wie es ein so genannter „Pädophiler“ konnotiert.
S.g. „Pädophile“ konnotieren auch Katalogfotos oder andere von Ihnen und/oder der ZEIT-Redaktion als völlig harmlos und „unsexuell“ konnotierte Fotos als „sexuell“. Und es wäre – wie gesagt, ich beobachte die Veröffentlichung von solcherart „interpretierbarer“ Kinderbilder in der ZEIT schon länger – an der Zeit (und ZEIT), hier nicht nur vom eigenen Blickwinkel aus zu denken und sich mit diesem sehr ernsten Hintergrund reflektierend zu befassen.
Viele Grüße zurück.
Sehr geehrte Frau Braun,
danke für Ihre Rückmeldung. Dennoch: Erstens sei die Frage erlaubt, ob die ZEIT-Redaktion darüber entscheidet, ob ein Bild eine sexuelle Konnotation hat, und nach welchen Kriterien? Zweitens geht es hier NICHT um die Frage, wie die ZEIT-Redaktion dieses Foto konnotiert, sondern wie es ein so genannter „Pädophiler“ konnotiert.
S.g. „Pädophile“ konnotieren auch Katalogfotos oder andere von Ihnen und/oder der ZEIT-Redaktion als völlig harmlos und „unsexuell“ konnotierte Fotos als „sexuell“. Und es wäre – wie gesagt, ich beobachte die Veröffentlichung von solcherart „interpretierbarer“ Kinderbilder in der ZEIT schon länger – an der Zeit (und ZEIT), hier nicht nur vom eigenen Blickwinkel aus zu denken und sich mit diesem sehr ernsten Hintergrund reflektierend zu befassen.
Viele Grüße zurück.
Sehr geehrte Frau Braun,
danke für Ihre Rückmeldung. Dennoch: Erstens sei die Frage erlaubt, ob die ZEIT-Redaktion darüber entscheidet, ob ein Bild eine sexuelle Konnotation hat, und nach welchen Kriterien? Zweitens geht es hier NICHT um die Frage, wie die ZEIT-Redaktion dieses Foto konnotiert, sondern wie es ein so genannter „Pädophiler“ konnotiert.
S.g. „Pädophile“ konnotieren auch Katalogfotos oder andere von Ihnen und/oder der ZEIT-Redaktion als völlig harmlos und „unsexuell“ konnotierte Fotos als „sexuell“. Und es wäre – wie gesagt, ich beobachte die Veröffentlichung von solcherart „interpretierbarer“ Kinderbilder in der ZEIT schon länger – an der Zeit (und ZEIT), hier nicht nur vom eigenen Blickwinkel aus zu denken und sich mit diesem sehr ernsten Hintergrund reflektierend zu befassen.
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