Hexenwerk an jeder Wand

Francisco de Goya (1746–1828): Flug der Hexen, 1797/98, Museo Nacional del Prado, Madrid | © Museo Nacional del Prado, Madrid
Das Frankfurter Städel-Museum räumt mit dem Mythos von der blumigen Romantik auf: Die Ausstellung Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst, die bis zum 20. Januar 2013 geöffnet ist, feiert das Abgründige. Das Interesse für das Dunkle animierte europäische Künstler schon im 18. Jahrhundert zu ihren Werken, findet sich aber auch im 20. Jahrhundert bei Künstlern wie Salvador Dali oder oder Paul Klee. Die gezeigten Arbeiten thematisieren Albträume und Urängste, aber auch Bedrohungen wie Terror und Krieg. Der Katalog erscheint bei Hatje Cantz .
- Datum 10.10.2012 - 16:46 Uhr
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Der Romantiker weiß:
Das Dunkle ist da.
Immer.
Er findet seine Grenzen hoffentlich
im Vertrauen auf gültiges Recht.
Begierden sind nämlich manchmal
grenzenlos.
Auch deshalb sollten man Grenzen
nicht bedenkenlos und willkürlich überschreiten.
Man sollte die Regeln, die man bricht,
wenigstens kennen.
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Nette Bilder.
Allerdings ist wohliges Schauern
beim Betrachten von Abgründen
auch ein Merkmal von Dekadenz.
ob des von Ihnen (?) verfassten Schwulstes.
ob des von Ihnen (?) verfassten Schwulstes.
ob des von Ihnen (?) verfassten Schwulstes.
"Wenn ich dem Gemeinen einen hohen Sinn,
dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen,
dem Bekannten die Würde des Unbekannten
und dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe,
so romantisiere ich es."
Klipp und klar! Oder?
Die Novalis'sche Definition scheint mir allerdings nicht bei allen ausgestellten Werken unmittelbar erfüllt zu sein.
Tja, liegt der Fehler nun bei den Bildern oder bei der Definition?
Richtet sich der Gegenstand nach der Definition oder die Definition nach dem Gegenstand? Hat Novalis ein "Manifest der Romantik" verfasst? Und würde er das gut finden, hier als "Dogmenlieferant" verbraten zu werden?
Tja, liegt der Fehler nun bei den Bildern oder bei der Definition?
Richtet sich der Gegenstand nach der Definition oder die Definition nach dem Gegenstand? Hat Novalis ein "Manifest der Romantik" verfasst? Und würde er das gut finden, hier als "Dogmenlieferant" verbraten zu werden?
Tja, liegt der Fehler nun bei den Bildern oder bei der Definition?
Die Romantik hat Erstaunliches hervorgebracht,
und das ist kein Wunder.
Zur blauen Stunde
kommen selbst die Spinnen
aus ihren Winkeln
und zeigen sich - im Gesponnenen.
Sehr schön!
Ein Romantiker spricht zur späten Stunde.
Sehr schön!
Ein Romantiker spricht zur späten Stunde.
Sehr schön!
Ein Romantiker spricht zur späten Stunde.
Richtet sich der Gegenstand nach der Definition oder die Definition nach dem Gegenstand? Hat Novalis ein "Manifest der Romantik" verfasst? Und würde er das gut finden, hier als "Dogmenlieferant" verbraten zu werden?
Novalis hatte versucht, die Regungen, die die Jugend in Jena und anderswo ergriffen hatte, literarisch in Worte zu fassen. Das heißt, die markante kollektive Befindlichkeit (die übrigens ähnlich in den sog. 68er Jahren auftrat!) zu beschreiben.
Die Regung, ihm deshalb Dogmatismus zu unterstellen könnte ich nur in Worte fassen, wenn ich gegen die Netiquette verstoßen würde ...
Ich glaube inzwischen, dass die Ausstellung ausreichend erläuternde Kommentare zu den Bildern, die nicht so unmittelbar ein geheimnisvolles Ansehen haben, liefert.
Schließlich ist die hehre Intention des Künstlers das eine, die Materialisierung seiner Seelenblähung oft genug was ganz anderes.
Den Dogmatismus unterstelle ich nicht Novalis, sondern eher Ihnen. Mit den 68ern haben Sie allerdings nicht ganz Unrecht, da sind tatsächlch mal wieder Strömungen der Romantik drin gewesen.
Aber nett mal wieder so schön Ex-Kathedra beschult zu werden ;-)
Naja, auch Hesse wird ja auch gerne "Seelenblähung" statt Romantik unterstellt, von daher nehme ich das mal nicht ganz so ernst. Schließlich befasst sich die Austellung durchaus mit einem zentralen Aspekt der Romantik: Das Ungeheure. Außerdem ist es ein wunderbares Erlebnis gewesen, Füsslis "Nachtmahr" in unmittelbarer Nachbarschaft zu Goyas "Schlaf der Vernunft" zu sehen.
Ich hab mich ja weniger mit den Kommentaren als mit den Bildern befasst, manche Werke vermisst,z.B.Waterhouses "Lady of Shalott" oder Friedrichs "Frau am Meer",dafür aber ein zentrales Thema der Romantik mal in ganz unterschiedlichen Aspekten: Den Tod.
Den Dogmatismus unterstelle ich nicht Novalis, sondern eher Ihnen. Mit den 68ern haben Sie allerdings nicht ganz Unrecht, da sind tatsächlch mal wieder Strömungen der Romantik drin gewesen.
Aber nett mal wieder so schön Ex-Kathedra beschult zu werden ;-)
Naja, auch Hesse wird ja auch gerne "Seelenblähung" statt Romantik unterstellt, von daher nehme ich das mal nicht ganz so ernst. Schließlich befasst sich die Austellung durchaus mit einem zentralen Aspekt der Romantik: Das Ungeheure. Außerdem ist es ein wunderbares Erlebnis gewesen, Füsslis "Nachtmahr" in unmittelbarer Nachbarschaft zu Goyas "Schlaf der Vernunft" zu sehen.
Ich hab mich ja weniger mit den Kommentaren als mit den Bildern befasst, manche Werke vermisst,z.B.Waterhouses "Lady of Shalott" oder Friedrichs "Frau am Meer",dafür aber ein zentrales Thema der Romantik mal in ganz unterschiedlichen Aspekten: Den Tod.
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