AuktionChristie's versteigert Warhol-Bild für 34 Millionen Euro

In weniger als zwei Stunden hat das Aktionshaus Christie's mit Kunst 321 Millionen Euro umgesetzt. Andy Warhols Bild "Statue of Liberty" brachte 34 Millionen Euro ein. von dpa

Das Bild "Statue of Liberty" des Künstlers Andy Warhol

Das Bild "Statue of Liberty" des Künstlers Andy Warhol  |  © Philippe Wojazer/Reuters

Das Auktionshaus Christie's hat eine Rekordauktion gemeldet. Innerhalb von nicht einmal zwei Stunden wurden 412 Millionen Dollar (321 Millionen Euro) umgesetzt . Teuerstes Werk der Auktion war das 1962 entstandene Bild Statue of Liberty von Andy Warhol, das für rund 43,7 Millionen Dollar (etwa 34,4 Millionen Euro) an einen anonymen Bieter ging. Für acht Künstler, darunter Jeff Koons und Franz Kline, wurden Verkaufsrekorde erzielt.

Warhols Bild war auf etwa 35 Millionen Dollar geschätzt worden. Es ist ein dreidimensionales Experiment mit der Freiheitsstatue, die der Pop-Art-Künstler 1962 im Doppelbild malte: Mit der passenden Brille sollen die gleich 24 Freiheitsstatuen in dem etwa zwei Meter hohen, fast quadratischen Bild dreidimensional erscheinen. Statue of Liberty ist laut dem Auktionshaus Christie's das erste von drei Bildern, die Warhol als dreidimensionale Sinnestäuschung malte und das einzige, das noch in Privathand ist.

Die beiden anderen Bilder hängen in Museen: Optical Car Crash im Kunstmuseum in Basel und eine kleinere Version der Freiheitsstatue im Andy Warhol Museum in Pittsburgh . "Es ist eines der bedeutendsten Bilder des Künstlers, das jemals zur Versteigerung kam", hieß es von Christie's. Es sei der Liebesbrief eines berühmten Mannes, der das Kind mittelloser Einwanderer war, an seine Stadt.

Für 40,4 Millionen Dollar wurde das Bild Untitled von Franz Kline verkauft. Das Werk von 1957 war nur auf etwas mehr als die Hälfte geschätzt worden. Es ist zugleich das teuerste Werk, das von dem 1962 gestorbenen Amerikaner je versteigert wurde. Nude with Red Shirt war zwar weit vom Rekord eines Roy Lichtenstein entfernt. Das im typischen Comicstil gehaltene Bild brachte mit 28,1 Millionen aber auch etwa doppelt so viel wie erwartet. Insgesamt hat Christie's 92 Prozent seiner angebotenen Stücke verkauft.

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Leserkommentare
  1. Ich kanns nicht fassen! 34 Millionen fuer sonen Schinken waehrend in New York an jeder Strassenecke die Obdachlosen hungern. Kapitalismus pur. So kanns nicht weitergehen!!!

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    Ich weiss gar nicht warum Sie immer so rumnörgeln müssen, Ponadereier. Das Bild ist doch schön und an seiner subtilen Simplizität würde sich bestimmt auch ein Obdachloser erfreuen und wiederfinden können wollen. Klassenkampf hat m.E. in der Kunst nichts verloren.

    • annocom
    • 16. November 2012 10:49 Uhr

    Daß dafür 34 Millionen gezahlt werden ist doch wunderbar! Kunst ist etwas, wofür Reiche viel Geld ausgeben statt es in Geldgeschäfte zu investieren oder drauf zu hocken. Die 34 Millionen hat nun kein Milliardär mehr sondern ein Millionär und der kauft sich dafür ein Auto, das von Menschen gebaut wird die dann davon leben und Steuern zahlen. Mit diesen Steuereinnahmen hilft man dann den Bedürftigen. Ihr Held Herr Ponader hat noch nie Steuern gezahlt sondern ist selbtverschuldet bedürftig. Das ist eine echte Katastrophe. Der sollte sich mal um Ihre Obdachlosen in der Freizeit kümmern die wir ihm bezahlen!

    Seine gesamte Kunst war eine Überhöhung von Alltagsgegenständen. Der hat aus einem Ferrari für ein paar hunderttausend Dollar ein unbezahlbares Auto gemacht, in dem er ein paar Farbkleckse draufgemalt hat. Das ganze hat eine viertel Stunde gedauert.
    Was aber nicht heißt, dass er kein guter Zeichner war. Er hat als Grafiker tolle Bilder gemacht und auch Preise gewonnen, bevor ihn außerhalb der Werbebranche jemand kannte. Am witzigsten ist aber, dass er seine Mutter hat Bilder malen lassen, seinen Namen druntergekrakelt hat und ordentlich Geld kassiert hat (Seine Mutter hat bei ihm gelebt, sie wird also auch was davon gehabt haben). Aber im Prinzip war er "die Ikone der modernen Kunst" der größte Parodist/Satiriker der modernen Kunst.

    • yellowT
    • 16. November 2012 8:21 Uhr

    Sollte etwa der Eindruck erweckt werden, dass Kunst momentan einen hohen Stellenwert hat? Meiner Erfahrung nach ist dem leider nicht so, auch wenn solche Riesensummen gezahlt werden.

    Hier handelt es sich, meiner Meinung nach, um ein konservative Einstellung zur Kunst, wo nur anerkannte Künstler gesehen werden und wenig wenig Raum für neues geschaffen wird.

  2. Ich weiss gar nicht warum Sie immer so rumnörgeln müssen, Ponadereier. Das Bild ist doch schön und an seiner subtilen Simplizität würde sich bestimmt auch ein Obdachloser erfreuen und wiederfinden können wollen. Klassenkampf hat m.E. in der Kunst nichts verloren.

    Antwort auf "Unglaublich"
    • annocom
    • 16. November 2012 10:49 Uhr

    Daß dafür 34 Millionen gezahlt werden ist doch wunderbar! Kunst ist etwas, wofür Reiche viel Geld ausgeben statt es in Geldgeschäfte zu investieren oder drauf zu hocken. Die 34 Millionen hat nun kein Milliardär mehr sondern ein Millionär und der kauft sich dafür ein Auto, das von Menschen gebaut wird die dann davon leben und Steuern zahlen. Mit diesen Steuereinnahmen hilft man dann den Bedürftigen. Ihr Held Herr Ponader hat noch nie Steuern gezahlt sondern ist selbtverschuldet bedürftig. Das ist eine echte Katastrophe. Der sollte sich mal um Ihre Obdachlosen in der Freizeit kümmern die wir ihm bezahlen!

    Antwort auf "Unglaublich"
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    der Kommentar 1 war ja schon daneben, aber, m.E., der Ihrige hat die Empathie von ca. 5 Kg Blei.
    Ich frage mich manchmal, warum jene, denen es scheinbar so schwer fällt von ihren Steuern gesellschaftlich Benachteiligte mit zu ernähren, nicht einfach in ein Land ziehen, dass keine Sozialgesetze hat.

  3. Künstler in den siebziger Jahren persönlich kennen lernen und habe damals bereits den Eindruck gehabt das er ein ganz Besonderer ist. Die Preise seiner Werke sind Liebhaberpreise und wenn dann einmal wie jetzt aktuell ein Sammler tief in die Tasche greift ist das doch wunderbar. So haben vielleicht noch mehr junge Leute lust dieses Fach Kunst zu studieren und sich dann zu verwirklichen um auch einmal diese Chance zu haben, Warhol hat an diese Chance nicht gedacht als er angefangen hat und das hat ihm ebenso Erfolg gebracht wie seine Art zu leben, nicht spiessig, nicht diskriminierend und immer in Feierlaune.

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    Der Mann hat täglich stundenlang gezeichnet und seinen interessanten Stil perfektioniert. Das hat aber nichts mit seiner späteren Kunst zu tun, sah aber auch schon gut aus und war wohl damals stilprägend, aber ist natürlich längst überholt.

  4. Seine gesamte Kunst war eine Überhöhung von Alltagsgegenständen. Der hat aus einem Ferrari für ein paar hunderttausend Dollar ein unbezahlbares Auto gemacht, in dem er ein paar Farbkleckse draufgemalt hat. Das ganze hat eine viertel Stunde gedauert.
    Was aber nicht heißt, dass er kein guter Zeichner war. Er hat als Grafiker tolle Bilder gemacht und auch Preise gewonnen, bevor ihn außerhalb der Werbebranche jemand kannte. Am witzigsten ist aber, dass er seine Mutter hat Bilder malen lassen, seinen Namen druntergekrakelt hat und ordentlich Geld kassiert hat (Seine Mutter hat bei ihm gelebt, sie wird also auch was davon gehabt haben). Aber im Prinzip war er "die Ikone der modernen Kunst" der größte Parodist/Satiriker der modernen Kunst.

    Antwort auf "Unglaublich"
  5. Der Mann hat täglich stundenlang gezeichnet und seinen interessanten Stil perfektioniert. Das hat aber nichts mit seiner späteren Kunst zu tun, sah aber auch schon gut aus und war wohl damals stilprägend, aber ist natürlich längst überholt.

    Antwort auf "ich durfte diesen "
    • garl
    • 16. November 2012 11:16 Uhr

    wie naiv kann man sein. die motivation solcher preise liegt anderswo. warhol allerwetltskonzepte versteht noch der dümmste, was überhaupt erst seinen erfolg ermöglicht hat. er hat dem -zu recht-elitären umnterfangen kunst ein massentaugliches und ziemlich belangloses gesicht gegeben.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte Andy Warhol | Auktion | Auktionshaus | Brille | Dollar | Euro
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