Hommage an den schwarzen Vogel
Sümpfe, versteppte Felder, weite Horizonte: Das große Moos im Berner Seenland ist eine für die Schweiz außergewöhnliche Landschaft. Seit sechs Jahren erkundet der Fotograf Alexander Jaquemet die Gegend und ihre Bewohner: die Krähen und Raben. "Rabenland" hat er das dünn besiedelte Gebiet im Westen der Schweiz getauft. Sein gleichnamiger Bildband ist beim Verlag Benteli erschienen.
- Datum 16.11.2012 - 11:05 Uhr
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Ich als Nicht-Ornithologe bin da auch nicht kleinlich, mir fällt es schwer, Rabe von Krähe zu unterscheiden. Zumindest meine ich aber zu wissen, dass es zumindest alles Rabenvögel sind.
Aber ich bin großer Fan beider. Krähen und Raben sind m.E. so ziemlich die intelligentesten Vögel.
Ihr finsteres Image dürfte aus einer Zeit herrühren, als der Mensch die eigentlich finsteren Eigenschaften an den Tag legte. Da hängte er nämlich andere Menschen öffentlich am Halse auf und ließ sie an diesem hängend in der Natur langfristig verrotten.
Da Rabenvögel auch Aasfresser sind, fanden sie sich - im Grunde durchaus nützlich - als Entsorger am gedeckten Tisch ein - sie umschwärmten krächzend die Galgen-, Schwarzen- oder Gerichtsberge.
Und derartige Widerlinge, die sich im Umfeld des grausigen Todes herumtrieben und dort 'ekligem' Tun nachgingen, fanden die sich ja als die eigentlichen Widerlinge gebärdenden Menschen nun halt widerlich und unheilvoll. Und schon hatte das arme Tier seinen Ruf weg.
Zu wissen, wo es eben noch gesessen haben könnte, war sicher auch nicht angenehm.
Diese Gefahr besteht heute in mitteleuropäischen Gefilden zum Glück selten.
Also erfreuen wir uns an ihnen.
Beobachten Sie mal einen Rabenvogel. Der bewegt sich eindeutig sehr überlegt durch die Welt. Der weiß genau, wann er in welche Richtung vorm Auto von der Straße hopsen muss (im Gegensatz zu z.B. Tauben).
Empfehle wärmstens auch die BBC-Produktion 'Kluge Vögel' (oder so ähnlich). Faszinierend!
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