Fotografie

Tanger ist kein Ort der Sehnsucht mehr

Yto Barrada: Camp de Calamocarro, Sebta (Calamocarro Camp, Ceuta), 1999/2011

Yto Barrada: Camp de Calamocarro, Sebta (Calamocarro Camp, Ceuta), 1999/2011  |  © Yto Barrada

Die marokkanisch-französische Künstlerin Yto Barrada beschäftigt sich vor allem mit der gesellschaftlichen Situation in ihrer Heimatstadt Tanger. Die Stadt steht mit ihrer Lage an der Straße von Gibraltar für die Kluft zwischen Europa und Afrika. Barrada weist mit ihren Fotografien aber auch auf die innere Teilung Tangers hin, das gerade vom Immobilienkapitalismus entdeckt wird. Der Titel ihrer ersten großen Ausstellung Riffs in Winterthur bezieht sich auf das Rif-Gebirge, das in der Vergangenheit Schauplatz antikolonialer Aufstände war.