Goslarer Kaiserring Olafur Eliasson geehrt als Künstler auf den Spuren da Vincis

Der Goslarer Kaiserring, einer der weltweit wichtigsten Preise für moderne Kunst, geht an Olafur Eliasson. Die Jury würdigte ihn als Künstler in der Nachfolge da Vincis.

Olafur Eliasson

Olafur Eliasson  |  © Johannes Simon/Getty Images

Der dänische Künstler Olafur Eliasson wird mit dem Kaiserring der Stadt Goslar geehrt. Es ist einer der weltweit wichtigsten Preise für moderne Kunst. Die Jury würdigte den 45-Jährigen als Forscher-Künstler in der Nachfolge Leonardo da Vincis.

Grundlage der Kunstobjekte Eliassons sind Untersuchungen zu physikalischen Phänomenen in der Natur, zu Licht und Wasser, Bewegung und Reflexion. Die Wiederbelebung dieser alten Renaissance-Tradition mit neuen Formen und Inhalten begründe den großen internationalen Erfolg des Künstlers, urteilte die Jury.

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Das Spektrum der von Eliasson als Versuchsanordnungen beschriebenen Arbeiten umfasst Fotografie, Film, Skulptur und bauliche Projekte.

In den Fußstapfen von Christo, Beuys und Baselitz

Eliasson stammt ursprünglich aus Island und gilt als einer der einflussreichsten Vertreter der Gegenwartskunst. Er soll die Auszeichnung am 12. Oktober in Goslar entgegennehmen. Es handelt sich um einen schlichten Goldring, der den 1050 in Goslar geborenen Kaiser Heinrich IV. zeigt.

Der Kaiserring wird seit 1975 jährlich verliehen. Bisherige Preisträger des Kaiserrings waren unter anderem Christo, Joseph Beuys, Max Ernst und Georg Baselitz. Im vergangenen Jahr wurde der Amerikaner John Baldessari damit geehrt, 2011 Rosemarie Trockel.

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Leserkommentare
  1. dessen Kunst einfach großartig ist!

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, sc
  • Schlagworte Joseph Beuys | Film | Fotografie | Max Ernst | Auszeichnung | Georg Baselitz
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