Fotograf Christer Strömholm : Der Wahrheitssucher

Porträts waren für den Schweden Christer Strömholm nie nur Abbilder. Jedes Gesicht, das er aufnahm, spiegelt die gesellschaftlichen Verhältnisse des Porträtierten wider.

Drei Prinzipien waren für Christer Strömholm (1918-2002) unumstößlich: der Wahrheitsgehalt seiner Fotografien, der Prozess der Erkenntnis, den eine Aufnahme auslöste, und die Gefühle, die er in jedes Bild mit einfließen ließ. Berühmt wurde der schwedische Fotograf für seine Aufnahmen von Transsexuellen im Paris der fünfziger und sechziger Jahre und seine Serie Todesbilder, in denen er beispielsweise Überlebende des Atombombenabwurfs über Hiroshima zeigte. Die Galerie C/O Berlin zeigt noch bis 17. März 2013 eine Retrospektive seines Werks.

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Christer Strömholm, "Post Scriptum"

Der schwedische Verlag Bokforlaget Max Strom hat im August 2012 ein beachtliches Projekt umgesetzt und den voluminösen Bildband mit dem Titel "POST - SCRIPTUM" herausgebracht. In diesem einzigartigen Bildband erfährt das fotografische Schaffen des berühmten schwedischen Fotografen Christer Strömholm eine längst überfällige und angemessene Würdigung. Christer Strömholm (1918 - 2002) - hierzulande leider viel zu wenig bekannt - gilt als einer der bekanntesten Fotografen in Schweden und er machte Frankreich zu seiner zweiten Heimat. Dort entstanden in den 60ger Jahren auch seine berühmten SW-Aufnahmen, die an Aussagekraft und Intensität unbedingt mit der Weltspitze der Fotografenszene konkurrieren können. Der vorliegende Bildband zeigt ferner seine Frühwerke sowie Aufnahmen weiterer Stationen seines fotografischen Schaffens, die Christer Strömholm auf seinen zahlreichen ausgedehnten Reisen nach Japan, Spanien in die Vereinigten Staaten von Amerika führten. Der aufwändig gearbeitete Bildband mit 330 hochwertigen Abbildungen wird komplettiert durch kompetente Begleittexte verschiedener Autoren.
Willi Wilhelm