Fotografin Nathalie Mohadjer : Ein bisschen Heimat für die Heimatlosen

Monatelang besuchte die Fotografin Nathalie Mohadjer die Bewohner eines Obdachlosenheims in Weimar. So entstanden die Porträts für ihren Bildband "Zwei Bier für Haiti".

Wer Menschen am Rande der Gesellschaft fotografiert, wird häufig mit dem Vorwurf des Voyeurismus konfrontiert. Nathalie Mohadjer hat dieses Problem in ihren Bildern aus einem Weimarer Obdachlosenheim ganz offensiv thematisiert. Einige ihrer Protagonisten verstecken sich – hinter einem Vorhang, hinter einer Wolke aus Zigarettenrauch. Andere posieren ganz selbstbewusst vor der Kamera, manchmal in ironischen Posen, mit riesigen Kuscheltieren. Keines der Porträts lässt einen los. Mohadjers Fotobuch Zwei Bier für Haiti ist im Kehrer Verlag erschienen.

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