Musik kann eine Waffe sein
Wie politisch ist Klang? Kann Musik allein, ohne Liedtext, ohne Programmheft, ein universell verständliches Statement gegen den Krieg formulieren? Der mexikanische Künstler Pedro Reyes glaubt fest daran, aber er wählt nicht den Weg über die musikalische Struktur, sondern das Instrumentarium. Aus 6.700 im Drogenkrieg beschlagnahmten Waffen hat er Metallofone, Geigen, Flöten gebaut, teils selbstklingend, teils elektrisch verstärkt und automatisiert. In der Londoner Lisson Gallery werden sie unter dem Titel Disarm ausgestellt und gespielt. Bilder der Schau
- Datum 28.03.2013 - 13:20 Uhr
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dass Waffen hier Musik sein können?
zur weltweit gescheiterten restriktiven Drogenpolitik zu bemühen, kann man aus dem Desaster natürlich auch eine Kunst machen.
Damit hat man dann auch weit mehr Erfolg, da die Medien so etwas viel mehr interessiert.
...im Recycling mal anders umgesetzt. Ob die Instrumente gut klingen...wohl nicht so wichtig. Eine bessere "Musik" wir sie vorher aus den Waffen erschall ist es allemal.
Manch einen schüttelt es wohl bei der Vorstellung, welche Verbrechen mit dem Baumaterial der Instrumente verübt worden sind.
Letztendlich ist es aber nur eine etwas martialische Form der Materie: Auch das Sauerstoffatom was wir gerade einatmen kann vorher schon in der Gehirnzelle der schlimmsten Verbrecher seinen Dienst geleistet haben. Es ist deswegen aber weder gut noch böse.
Der Künstler versucht wohl trotzdem uns die Gewalt ins Bewusstsein zu rufen, dies Aufrütteln ist richtig - jedoch bezweifel ich, dass dieser "Schock-Effekt" noch irgendeine echte Wirkung erzielt - zu abgestumpft sind wir inzwischen geworden...
Am heutigen "Formel1-Tag" des WDR wurde von den 80er-Songs auch der künstlerisch besonders wertvolle Song dargeboten:"Lass mich rein, lass mich raus". Nach der Nennung diverser Frauennamen erfolgte die Krönung mit der Anrufung des Namens DIETER. Das war mal echt lustig. :-)))
"Abgestumpft" bin ich übrigens lediglich gegen die Bezeichnung als "nichtdenkendes Mineralwasser" durch die mehr oder weniger gebildete "Community".
Mit besonderen Empfehlungen an Gero L. Steiner;)
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