Blankpolierte Edelstahl-Spiegel, Holz, Harz, Erde und immer wieder Wachs, weinrot und viskos. Es sind starke, strukturierte Materialien, mit denen der britische Künstler Anish Kapoor Räume bespielt. In einer umfassenden Ausstellung zeigt der Berliner Martin-Gropius-Bau nun Arbeiten aus drei Jahrzehnten und eigens für die Schau geschaffene, neue Werke des 59-Jährigen. Die raumgreifenden Skulpturen Kapoors stehen in enger Verbindung mit der Malerei und der Architektur und erinnern oft an Joseph Beuys, den Kapoor zu seinen wichtigsten Einflüssen zählt.