Der chinesisch-französische Maler Zao Wou-Ki ist tot. Der für seine poetisch-abstrakten Bilder bekannte Künstler starb im Alter von 93 Jahren in der Schweiz, wie ein Anwalt der Familie mitteilte. Zao litt unter Alzheimer und lag zuletzt im Krankenhaus.

Seine Werke hatten auf Auktionen in der Vergangenheit regelmäßig siebenstellige Summen erzielt. So wurde das 1956 entstandene Bild Hommage a Tou-Fou 2008 in Hongkong für 5,9 Millionen US-Dollar (4,5 Millionen Euro) verkauft.

Zao Wou-Ki wurde 1920 in Peking geboren. Nach einem Kunststudium in Hangzhou kam er 1948 nach Paris, um die Technik der Lithografie zu lernen. 1964 erhielt er auf Anregung des Schriftstellers André Malraux die französische Staatsbürgerschaft. Seit 1983 werden seine Arbeiten auch in der Volksrepublik China anerkannt.

Zao Wou-Ki galt als Künstler, der in besonderer Art und Weise chinesische und europäische Einflüsse vereinte. Zu Beginn seines Schaffens wurde er von Paul Klee beeinflusst, wandte sich aber später der abstrakten Malerei zu. In seinen Werken arbeitete er mit auffällig bunten Farben, er benannte sie häufig nur nach dem Datum ihrer Fertigstellung.