Künstlerin Stephanie Senge : Konsum ist ihr Gemüse

Blumen sind öde! Die Künstlerin Stephanie Senge arrangiert stattdessen Alltagsgegenstände zu japanischem Ikebana. Wir zeigen Bilder ihrer konsumkritischen Gestecke.

Blumen mag ja jeder, wie langweilig. Die Künstlerin Stephanie Senge füllt das traditionelle japanische Konzept des Ikebana stattdessen mit Klobürsten, Schuhen, Lippenstiften oder Schneebesen. Der starke Konsument – Ikebana als Wertschätzungsstrategie heißt ihr aktuelles Projekt und der im Verlag für moderne Kunst dazu erschienene Bildband. Zunächst wirkt der Gestus, den billigen, alltäglichen Konsumartikel durch Ästhetisierung zu mehr Beachtung zu verhelfen, naiv. Dahinter aber steckt eine ernsthafte Kritik an westlichen Überflussgesellschaften.

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Kommentare

2 Kommentare Kommentieren

Das nenne ich Inspiration!

Foto 3 gefällt mir besonders gut. Werde sofort Dachboden und Keller durchforsten und sehe schon die verunsicherten Blicke der Besucher, die trocken schlucken und sich nicht, zu fragen getrauen, was die Arrangements sollen. Allerdings beschleicht mich eine Ahnung, dass die Dinger nur auf Fotos gut aussehen...