Für 37,1 Millionen Dollar (knapp 29 Millionen Euro) hat ein Kunstkäufer bei Sotheby's in New York Gerhard Richters Domplatz, Mailand ersteigert. Es handelt sich nach Angaben des Händlers um einen Rekord für ein Werk des gebürtigen Dresdners.

Domplatz, Mailand ist von 1968 und fast drei Meter hoch. Es zeigt den Vorplatz der Kathedrale von Mailand und wirkt wie ein unscharfes Schwarzweiß-Foto – eine von Richter gern genutzte Technik für seine fotorealistischen Arbeiten.

In der Frühjahrsversteigerung von Sotheby's für zeitgenössische Kunst fielen mehrere Auktionsrekorde. Richters Werk war dabei nur das zweitteuerste Bild.

Die höchste Summe erzielte ein Bild von Barnett Newman: Onement VI erbrachte 43,8 Millionen Dollar. Es zeigt zwei blaue Flächen, 2,60 Meter hoch und mehr als drei Meter breit. Es entstand 1953. Das Höchstgebot kam von einem anonymen Telefonbieter.

Viele Werke erbrachten deutlich mehr als den Schätzpreis, zum Teil das Fünffache. Lydian von John Currin, ein erst vor wenigen Wochen entstandenes Bild. Schätzer hatten es auf 600.000 Dollar taxiert, es brachte aber fast drei Millionen.

Nicht selten gab es im Verlauf der Auktion Applaus, wenn ein Bieter mehrere Gebotsstufen übersprang und gleich mit einer höheren Summe einstieg. 

Elf der 64 Arbeiten blieben liegen.