Fotografin Petra Wittmar : Ungeschminkte Provinz

Klinkerbauten und akkurat geschnittene Thujahecken: Die Fotografin Petra Wittmar hat ihren Heimatort Medebach porträtiert und zeigt exemplarisch ein Stück Deutschland.

Deutschland ist keine dauerhafte Fanmeile, kein ewiges Straßenfest, wie gerne suggeriert wird. In den meisten Orten und Dörfern geht es unspektakulär zu: Akkurat geschnittene Thujahecken vor schmucklosen Hausfassaden, Bolzplätze und Brachflächen. Diese Eindrücke fand die Fotografin Petra Wittmar in ihrer sauerländischen Heimat vor. In ihrem Bildband Medebach – Fotografien 2009-2011, erschienen im Verlag Hatje Cantz, zeigt sie den nüchternen, aber auch ironischen Blick auf den Alltag in der deutschen Provinz.

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Kommentare

10 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Froh, nicht in der Gegend zu leben.

Du lieber Himmel, sieht es im Sauerland überall so aus? Das kann sich ja kein Bühnenbildner, der vor die Aufgabe gestellt wird, "typisch deutsche Tristesse" darzustellen, besser ausdenken.

Aber vielleicht lag's ja nur am Wetter, dem Bildausschnitt und der Kamera....hoffe ich.

Passend zur französischen Partnerstadt

Bisher kannt ich nur die frz. Partnerstadt Medebachs: Locminé (in der Bretagne). Ich muss sagen, die Partner sind gut gewählt! Dort sieht es ähnlich trostlos aus. ;-)
Jetzt kann ich mir endlich ein Bild von Medebach machen, hatte mich immer gewundert, wo das wohl liegt und wie es dort aussieht.