Aus Protest gegen die Flüchtlingspolitik der Regierung Dänemarks hat Ai Weiwei seine Werke aus der Kopenhagener Faurschou Foundation abgezogen. Dort sollte noch bis zum 25. April die Ausstellung Ai Weiwei: Ruptureszu sehen sein. Er unterstütze die Entscheidung des Künstlers, in der es um Freiheit und Menschenrechte gehe, sagte Stiftungschef Jens Faurschou. Dies sei sehr traurig.

Ai teilte mit, er habe sich entschieden, seine Kunstwerke aus Dänemark zurückzuholen, nachdem das Parlament am Dienstag das Asylrecht verschärft hatte. Flüchtlingen dürfen künftig Bargeld und Wertsachen abgenommen werden, wenn ihr Besitz den Wert von 10.000 Kronen übersteigt. Das entspricht etwa 1.340 Euro. Auch würde die Vereinigung von Familien verzögert, schreibt der Künstler auf Instagram.

Auch aus dem ARoS-Museum in Aarhus zieht Ai seine Werke ab. Dort wurde in der Ausstellung A New Dynasty seine Installation Yi Yu gezeigt, ein zwölf Meter langer Torso, der an der Decke des Ausstellungsraumes befestigt ist. Der Direktor des Hauses, Erlend Høyersten, sagte: "Ich finde es unangemessen, dass ein ganzes Volk für die Regierungspolitik bestraft wird." Er respektiere die Entscheidung des Künstlers.