Der Maler und Zeichner Arno Rink ist tot. Er starb am Dienstag, drei Wochen vor seinem 77. Geburtstag, in Leipzig, wie ein Sprecher des Museums der bildenden Künste in Leipzig mitteilte. Der Künstler war vor langer Zeit an Krebs erkrankt. Noch bis zum Wochenende habe er im Atelier gearbeitet, "wie es seine Kräfte zuließen", sagte seine Witwe Christine Rink.

Rink gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der Neuen Leipziger Schule und bildete unter anderem Neo Rauch aus, einen der wichtigsten deutschen Maler der Gegenwart. Der gebürtige Thüringer lebte und arbeitete seit Anfang der 1960er Jahre in Leipzig.

Nach seinem Studium an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB), das er 1967 in der Fachklasse des berühmten Malers Bernhard Heisig abschloss, arbeitete Rink zunächst kurze Zeit freischaffend und wurde später zum Dozenten und Professor an der HGB berufen. Von 1987 bis 1994 war Rink Rektor der Kunsthochschule, er leitete 27 Jahre lang die Fachklasse für Malerei und Grafik.

Zuletzt hatte Rink an einer neuen Fassung des Gemäldes Italienische Begegnung von 1978 gearbeitet. "Das ist ihm leider nicht mehr gelungen", das Bild bleibe unvollendet, sagte seine Witwe. Rink soll seine letzte Ruhe auf dem Leipziger Südfriedhof finden.