Schriftsteller Buchmesse als opportunistisch kritisiertSeite 2/2
Der Projektleiter habe ihn bei einem Anruf am Vortag ausführlich über die "sehr schwierige Lage" informiert. Die Offiziellen aus China und selbst der bekannte chinesische Schriftsteller Mo Yan wollten nicht in einem Raum mit ihm sein, zitierte er Ripken.
Der exilchinesische Schriftsteller habe sich aber trotz der Ausladung entschieden, nach Frankfurt zu reisen. Das teilte er am Donnerstag mit. "Es ist die richtige Entscheidung."
Auch die Schriftstellerin Dai Qing will nun doch zum Symposium kommen. Die Journalistin reist auf eine spontane Einladung der deutschen Schriftstellervereinigung PEN an diesem Freitag nach Frankfurt. Die 68-Jährige hat von der deutschen Botschaft in Peking bereits ein Visum erhalten.
In welcher Form die Autorin an dem Symposium teilnehmen wird, blieb offen. "Wenn die Organisatoren glauben, ich eigne mich nicht als Vortragende, nehme ich aktiv in den Diskussionen teil und stelle meine Fragen." Mit ihrer "kleinen Aktion" wolle sie ihrer Regierung beibringen, nicht willkürlich zuhandeln, sagte Dai Qing.
Das Auswärtige Amt in Berlin begrüßte die Vergabe des Visums durch die Botschaft in Peking. "Wir freuen uns, dass Dai Qing an dem Treffen teilnehmen kann", sagte eine Sprecherin.
Ripken sprach von einer "neuen Entwicklung", zu der er zunächst nichts sagen könne. Dai Qing hatte am Vortag nach seinen Angaben auf eine Teilnahme am Symposium verzichtet, um die Tagung insgesamt nicht zu gefährden. "Wenn sie kommt, dann kommt sie", sagte Ripken. Man kenne aber noch nicht die Reaktion des chinesischen Partners.
Der Generalsekretärs der Schriftstellervereinigung PEN, Herbert Wiesner, sagte, er hoffe, dass am Wochenende mit der offiziellen chinesischen Seite und Dai Qing ein Gespräch möglich sei. "Falls es bei dem Symposium zu einem Exodus der Offiziellen kommt, ist dies ein schlechtes Vorzeichen für die Buchmesse."
Die Einladung Chinas als Gastland war nach Ansicht Wiesners "vielleicht etwas voreilig". "Möglicherweise ist China als Ehrengast der Buchmesse noch nicht reif für die Weltöffentlichkeit", sagte er. Wichtig sei es, sich von dem Land nicht "erpressen" zu lassen.
- Datum 10.09.2009 - 18:51 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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"Man müsse auf so einer Tagung mit den Chinesen reden und "nicht über sie."
Herr Bei Ling ist nach Ansicht von Herrn Projektleiter Peter Ripken anscheinend schon Amerikaner. Das ich nicht lache.
Die degoutante Hybris, mit der die roten Barone aus dem Reich der Mitte inzwischen meinen, hier Kulturpolitik bestimmen zu können und der nicht minder ekelhafte Kniefall vor diesen bezeugt eine opportunistische Haltung die Peter Ripken als Prohjektleiter disqualifizieren. Er kann den Buchpreis ja gleich an das Zentralkommitee in Bei Jing verleihen ... wenn würde das noch wundern? fragt ... Kuni
über dessen Bedeutung in der Welt man wohl nicht erst ein Symposium abhalten muss, es reicht ja schon , sich das Ein- und Ausladungs-Chaos im Vorfeld dieser Messe anzuschauen.
Nur: Warum überhaupt China ? Das es dort zu massiver Einflussnahme seitens des "Gastes" kommen würde und so manche personelle Grat-Wanderung zu bestehen wäre, war doch für jeden abzusehen !?
Oder andersrum: Was fürchtet man an einem vergrätzten China ? Keine billigen Handys oder Flachbild-Fernseher mehr ??? Extra viele Schadstoffe in den Farben von Kindersielzeugen ? Gar Krieg ???
Meiner Meinung nach sollte man keine Gelegenheit ungenutzt lassen, die Furcht des "Tigers" vor offen geführten Diskussionen publik zu machen, offen darzulegen, wie angreifbar er eigentlich ist, so aber macht die Buchmesse eher den Anschein einer Wirtschaftstagung, bei der über diverse fragliche Aspekte wie Meinungs-Freiheit, Menschenrechte etc. hinweggegangen wird um einen potentiellen Geschäfts-Abschluss nicht zu gefährden !
Das ist einfach nur armselig aber reiht sich nahtlos ein in eine Folge von Entscheidungen China betreffend, die genauso opportunistisch waren!
Respekt werden wir dafür von den Chinesen jedenfalls nicht erwarten dürfen!
Was fürchtet man an einem vergrätzten China ? Keine billigen Handys oder Flachbild-Fernseher mehr ??? Extra viele Schadstoffe in den Farben von Kindersielzeugen ? Gar Krieg ???
Ja, wa fürchtet man? Aber diese Frage ist gar nicht gegenwärtig. Gegenwärtig ist die Frage, wie Menschen, die sich hier um die Menchenrechte sorgen, strukturellen Mördern die Füße küssen ... welch eine eniedrigende, widerwärtige aber auch bezeichnende Vorstellung. Was für ein unendliches intellektuelles Elend vernebelt unser Land? fragt ....
Kuni
Was fürchtet man an einem vergrätzten China ? Keine billigen Handys oder Flachbild-Fernseher mehr ??? Extra viele Schadstoffe in den Farben von Kindersielzeugen ? Gar Krieg ???
Ja, wa fürchtet man? Aber diese Frage ist gar nicht gegenwärtig. Gegenwärtig ist die Frage, wie Menschen, die sich hier um die Menchenrechte sorgen, strukturellen Mördern die Füße küssen ... welch eine eniedrigende, widerwärtige aber auch bezeichnende Vorstellung. Was für ein unendliches intellektuelles Elend vernebelt unser Land? fragt ....
Kuni
Was fürchtet man an einem vergrätzten China ? Keine billigen Handys oder Flachbild-Fernseher mehr ??? Extra viele Schadstoffe in den Farben von Kindersielzeugen ? Gar Krieg ???
Ja, wa fürchtet man? Aber diese Frage ist gar nicht gegenwärtig. Gegenwärtig ist die Frage, wie Menschen, die sich hier um die Menchenrechte sorgen, strukturellen Mördern die Füße küssen ... welch eine eniedrigende, widerwärtige aber auch bezeichnende Vorstellung. Was für ein unendliches intellektuelles Elend vernebelt unser Land? fragt ....
Kuni
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