Iran Gefangen in TraditionSeite 2/2
Der Roman wurde auf Deutsch veröffentlicht, Chehaltans erster hierzulande. Im Iran hat der 1956 in Teheran geborene Schriftsteller bisher fünf Erzählbände und sechs Romane veröffentlicht. Dreh- und Angelpunkt seiner Prosa ist die Stadt Teheran und ihre Historie. Auch das von ihm im Roman in eindrücklichen Bildern beschriebene Evin-Gefängnis, in dem Mustafa als Aufseher arbeitet, existiert in der Realität. Vor allem politische Gefangene sind dort untergebracht, erst jetzt kamen dort nach den Verhaftungen im Zuge der Demonstrationen nach der Präsidentschaftswahl wieder Personen zu Tode, viele wurden gefoltert und misshandelt. Amir Hassan Cheheltan hat viel gewagt mit diesem Roman.
Für die kommenden zehn Monate weilt er mit seiner Frau und seinem erwachsenen Sohn auf Einladung des DAAD in Berlin. Seine Geschichte, auch wenn Sie nur in Deutschland veröffentlicht wurde, wird ihren Weg zurück in den Iran finden.
- Datum 15.09.2009 - 10:47 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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