Literaturgeschichte Die Suche nach Schillers Schädel ist beendet
Jahrelang hatten Wissenschaftler über den Verbleib des echten Schädels von Friedrich Schiller geforscht. Nun haben sie die Suche endgültig eingestellt.
Der Aufwand stehe in keinem Verhältnis mehr zu einem möglichen Ergebnis, teilte die Universität Freiburg mit. Die Spur des vermutlich spektakulärsten Schädelraubs des 19. Jahrhunderts führe ins Nichts, sagte die Forscherin Ursula Wittwer-Backhofen vom Institut für Anthropologie. Sie hatte auf der Suche nach dem "echten" Schiller unter anderem eine Gesichtsrekonstruktion angefertigt.
Im Jahr des 250. Geburtstages des Dichters beenden die Forscher damit die Suche nach den Gebeinen des Autors der Werke wie Die Räuber, Wilhelm Tell und Wallenstein. Während der Untersuchungen standen sie immer wieder vor dem Rätsel, dass der Totenschädel im Schiller-Sarg eine verblüffende Ähnlichkeit mit Totenmasken, Büsten und Gemälden hatte, jedoch nicht mit den DNA-Analysen übereinstimmte. Vergleiche mit Verwandten und Nachkommen Schillers ergaben eindeutig, dass Schädel und Knochen von verschiedenen Toten nicht von Schiller stammen. Schillers Grab in der Weimarer Fürstengruft ist seitdem leer.
Zweifel an der Echtheit des Schädels gab es schon früh. Anlass dafür gaben die Umstände der Bestattung Schillers in einem Massengrab für angesehene Persönlichkeiten, die Bergung des vermeintlichen Schiller-Skeletts und die Umbettung in die Fürstengruft. In dem Gewölbe herrschte ein "Chaos von Moder und Fäulnis" bemerkte der Bürgermeister Carl Leberecht Schwabe 1826 nach seinen Bemühungen, die Gebeine Schillers anhand der Totenmaske zu identifizieren. Fast 100 Jahre später wurde ein zweiter Schädel geborgen und Schiller zugeordnet. Seitdem hat die Frage um die Echtheit der Köpfe den Streit unter Wissenschaftlern immer wieder neu entflammen lassen.
Zeugnisse der umfangreichen Suche präsentiert die Klassik-Stiftung im Schillermuseum in Weimar seit September unter dem Titel Schillers Schädel - Physiognomie einer fixen Idee in ihrer Ausstellung zum 250. Geburtstag des Dichters.
- Datum 17.11.2009 - 17:39 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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was soll denn Schillers Schädel bringen? Wenn einer, der nicht ganz so schlau ist, Lust hat danach zu suchen, dann bitte... Aber eine Uni, das heißt doch dass Steuergelder dafür draufgehen
Warum die Forschung im Interesse des Steuerzahlers ist? Ich vermute, um dem Steuerzahler Gewissheit zu geben, wo der Schillerschädel ist (bzw. dass man es nicht weiß, wo er ist). Nach dem Ergebnis kann nun niemand mehr ernsthaft behaupten, dass er den Schillerschädel besäße. So kann auch niemand mehr das Geld von schaulustigen Steuerzahlern, welches nach der Versteuerung übrig geblieben ist, für Eintrittskarten zur Besichtigung abluchsen.
Warum die Forschung im Interesse des Steuerzahlers ist? Ich vermute, um dem Steuerzahler Gewissheit zu geben, wo der Schillerschädel ist (bzw. dass man es nicht weiß, wo er ist). Nach dem Ergebnis kann nun niemand mehr ernsthaft behaupten, dass er den Schillerschädel besäße. So kann auch niemand mehr das Geld von schaulustigen Steuerzahlern, welches nach der Versteuerung übrig geblieben ist, für Eintrittskarten zur Besichtigung abluchsen.
Warum die Forschung im Interesse des Steuerzahlers ist? Ich vermute, um dem Steuerzahler Gewissheit zu geben, wo der Schillerschädel ist (bzw. dass man es nicht weiß, wo er ist). Nach dem Ergebnis kann nun niemand mehr ernsthaft behaupten, dass er den Schillerschädel besäße. So kann auch niemand mehr das Geld von schaulustigen Steuerzahlern, welches nach der Versteuerung übrig geblieben ist, für Eintrittskarten zur Besichtigung abluchsen.
Was soll das Gejammer um Steuergelder? Sie geben doch auch ohne mit der Wimper zu zucken ihre Steuergelder, damit wir mit einem beträchtlichen Teil des Bundeshaushaltes unsinnige Militärausgaben bestreiten oder sogar bisher als Friedensmission getarnte Kriege zu führen.
Erstaunlicher ist doch, wie es jenen, die Schillers Tod mitverantworten (Goethe-Zitat:„Mein Gott, sie haben ihn umgebracht!"), bis in die heutige Zeit hinein gelingt, das ganze makabre Begräbnis und die Begleitumstände bei des Dichters Tod zu verhüllen und möglichst nebulös zu gestalten. Was bedeutet da noch der Schädel eines großen Geistes, wenn man die Kernaussagen seines wachen Bewusstseins bis heute kaum verstanden, das heißt nicht ins lebendige Leben umgesetzt hat?
Genau Herr Fischer, er bedeutet nichts. Denn es sind die Gedanken die man ins "lebendige Leben" umsetzen sollte, oder oder zumindest aus heutigem Blickwinkel qualifizieren und einfliessen lassen kann.
Insofern ist die Suche eine Verschwendung von Steuergeld und wie alle andere Verschwendungen von Ressourcen unnötig.
Ich denke diejenigen, die die Begleitumstände Schillers' Tod möglichst "nebulös gestalten" wollten a) haben gewonnen, es ist ihnen vollumfänglich gelungen und b) sind schwierig zur Rechenschaft zu ziehen weil tot.
Übrigens hatte der liebe Herr Goethe einen leichten Hang zur Tagebuchpolemik. "Mein Gott, sie haben ihn umgebracht!" ist wahrscheinlich weniger wörtlich zu nehmen als verbissene Forscher von heute meinen müssen, um sich noch etwas abzuarbeiten am grossen Goethe und seiner Männerfreundschaft.
Genau Herr Fischer, er bedeutet nichts. Denn es sind die Gedanken die man ins "lebendige Leben" umsetzen sollte, oder oder zumindest aus heutigem Blickwinkel qualifizieren und einfliessen lassen kann.
Insofern ist die Suche eine Verschwendung von Steuergeld und wie alle andere Verschwendungen von Ressourcen unnötig.
Ich denke diejenigen, die die Begleitumstände Schillers' Tod möglichst "nebulös gestalten" wollten a) haben gewonnen, es ist ihnen vollumfänglich gelungen und b) sind schwierig zur Rechenschaft zu ziehen weil tot.
Übrigens hatte der liebe Herr Goethe einen leichten Hang zur Tagebuchpolemik. "Mein Gott, sie haben ihn umgebracht!" ist wahrscheinlich weniger wörtlich zu nehmen als verbissene Forscher von heute meinen müssen, um sich noch etwas abzuarbeiten am grossen Goethe und seiner Männerfreundschaft.
Genau Herr Fischer, er bedeutet nichts. Denn es sind die Gedanken die man ins "lebendige Leben" umsetzen sollte, oder oder zumindest aus heutigem Blickwinkel qualifizieren und einfliessen lassen kann.
Insofern ist die Suche eine Verschwendung von Steuergeld und wie alle andere Verschwendungen von Ressourcen unnötig.
Ich denke diejenigen, die die Begleitumstände Schillers' Tod möglichst "nebulös gestalten" wollten a) haben gewonnen, es ist ihnen vollumfänglich gelungen und b) sind schwierig zur Rechenschaft zu ziehen weil tot.
Übrigens hatte der liebe Herr Goethe einen leichten Hang zur Tagebuchpolemik. "Mein Gott, sie haben ihn umgebracht!" ist wahrscheinlich weniger wörtlich zu nehmen als verbissene Forscher von heute meinen müssen, um sich noch etwas abzuarbeiten am grossen Goethe und seiner Männerfreundschaft.
mich zumindest - als großer Schillerverehrer - würde das auffinden des Schädels sehr freuen. Natürlich würde er keine weiteren Erkenntnisse offenbaren. Dennoch wäre es ein Objekt, das mich diesem Menschen noch näher verbringt. Eben ein Reliquium.
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