Helene Hegemann Roman erscheint künftig mit Quellenverzeichnis

Helene Hegemanns Roman "Axolotl Roadkill" wird ein ausführliches Verzeichnis angefügt. Der Verlag reagiert damit auf die Plagiatsvorwürfe gegen die Autorin.

Von der vierten Auflage an wird Helene Hegemanns Roman Axolotl Roadkill ein ausführliches Quellenverzeichnis beigefügt. Der Ullstein-Verlag reagiert damit auf die Diskussion, die es seit mehr als einer Woche um das Buch gibt. Auslöser der Diskussion war ein Blogger. In seinem Blog hatte er Stellen aus Axolotl Roadkill mit Auszügen aus Strobo, dem Roman des Berliner Autors Airen, verglichen und Ähnlichkeiten sowie Übereinstimmungen gefunden. Seither streiten die deutschen Feuilletons, ob es sich bei Hegemanns Roman um ein Plagiat handelt.

"Es ist bewusst ausführlich und enthält auch zahlreiche Quellen, die im Zuge einer freien Benutzung im Sinne des Urheberrechts nicht genehmigungspflichtig sind", heißt es in der Pressemitteilung des Verlags. "Selbst bei dieser großzügigen Auslegung und den z. T. äußerst detaillierten Gegenüberstellungen von Quelle und Bearbeitung hat das Verzeichnis, wie Sie sehen werden, einen sehr überschaubaren Umfang." Fünf Buchseiten werden Axolotl Roadkill angehängt, auf denen die Zitationen und Inspirationen der betreffenden Textstellen kenntlich gemacht werden. Bereits in der zweiten Auflage des Buchs wurden einige der zitierten Autoren in die Danksagung aufgenommen.

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Der Verlag wird das ausführliche Verzeichnis in den nächsten Tagen auch auf seiner Homepage veröffentlichen.
 

 
Leser-Kommentare
  1. "Carpe Diem" von Helene Hegemann

    http://www.youtube.com/wa...

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    Postmodernes Requiem auf die Autorfunktion

    Postmodernes Requiem auf die Autorfunktion

  2. Postmodernes Requiem auf die Autorfunktion

    Antwort auf "Carpe Diem"
    • hagego
    • 18.02.2010 um 15:19 Uhr

    Die Konsequenz, die der Ullstein-Verlag aus dem "Hegemann'schen Axolotl Roadkill-Dilemma" gezogen hat, ist richtig. Vielleicht sollten man den Erstquellen auch ein angemessenes Honorar überweisen?

    Helene Hegemann ist erst 17 Jahre alt. Aus ihren eigenen Lebenserfahrungen wird sie zur Zeit kaum schöpfen können (obwohl sie ja durch diesen, ihren "Fall", hoffentlich einiges gelernt hat). Jedoch - So viel muss auch sie schon wissen: Abschreiben war auch in ihrer Schulzeit nicht erlaubt.

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