Zum 70. Geburtstag von J.M. Coetzee Aus einer zerrissenen WeltSeite 2/2

Als J.M. Coetzee 2003 der Literaturnobelpreis verliehen wurde, waren auch diejenigen Kritiker zufrieden, die dem Stockholmer Komitee immer vorgeworfen hatten, weniger nach literarischen, sondern mehr nach politischen Kriterien die Preisträger auszuwählen. Die, die den politischen Aspekt der Auszeichnung betont sehen wollten, hatten ebenfalls nichts gegen die Wahl einzuwenden. Coetzee hat nie ein Hehl aus seiner Ablehnung der Apartheid gemacht, während gleichzeitig seine Bücher keine Probleme mit der Zensur im Südafrika der Rassentrennung hatten. Nadine Gordimer, der der Preis 1991 als erste Südafrikanerin verliehen wurde, ist es da anders ergangen. Sie hatte zeitweise unter einem Publikationsverbot zu leiden.

Wie Rimbaud ist Coetzee ein Autor der Moderne, dessen Bücher von den extremen Verhältnissen in Südafrika geprägt sind, sie aber als Weltliteratur transzendieren. Es sind Romane, die die Erfahrungen in einer zerrissenen Welt ausdrücken, die auch die unsere ist, die mit großer Ernsthaftigkeit geschrieben sind und mit einer nüchternen, genauen Schreibweise den Leser immer tiefer in die Geschichten hineinziehen. Es sind aufrührende, widersprüchliche Bücher, die man nicht so schnell vergisst.
 

 
Leser-Kommentare
    • balder
    • 09.02.2010 um 11:03 Uhr

    Korrekt heisst es "Kleinbaas".

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    Redaktion

    Lieber balder,

    vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben es geändert.

    Mit besten Grüßen,
    D. Hugendick

    Redaktion

    Lieber balder,

    vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben es geändert.

    Mit besten Grüßen,
    D. Hugendick

  1. Redaktion
    2. Danke

    Lieber balder,

    vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben es geändert.

    Mit besten Grüßen,
    D. Hugendick

    Antwort auf "Afrikaans"

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