Millenium-Trilogie Partnerin von Stieg Larsson will mitgeschrieben haben
Stammt die Millenium-Trilogie allein aus der Feder des verstorbenen Stieg Larsson? Seine Lebensgefährtin verneint dies. Sie habe an den Werken mitgewirkt.
© Sergio Barrenechea/dpa

Die langjährige Lebensgefährtin von Stieg Larsson, Eva Gabrielsson: Sie habe an den Werken ihres Partners mitgeschrieben
Die Millenium-Trilogie des Schweden Stieg Larsson war ein großer Erfolg: Mehr als 20 Millionen Exemplare der Bücher wurden international verkauft – ein echter Bestseller. Nun hat seine Lebensgefährtin Eva Gabrielsson Zweifel genährt, dass der 2004 verstorbene Schriftsteller die Trilogie allein geschrieben habe.
In einem Interview mit dem Magazin stern sagte Gabrielsson über ihre Rolle: "Ich war aktiv beteiligt. Wenn ich heute in den Büchern lese, kann ich manchmal nur schwer unterscheiden, was ausschließlich von Stieg war und was nur von mir, das betrifft den Stil und den Inhalt."
Genauere Aufschlüsse werden in Stockholm von einem für den Herbst angekündigten Buch Gabrielssons über ihre Verbindung zu Larsson und ihre Rolle bei den Büchern erwartet.
Der Autor der drei weltweit erfolgreichen Krimis Verblendung, Verdammnis und Vergebung war kurz vor Erscheinen des ersten Bandes im Alter von 50 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Larssons Erbe daraus fiel an seinen Bruder und Vater, während Gabrielsson leer ausging, weil sie und Larsson nicht verheiratet waren und kein Testament vorlag. Gabrielsson und Larsson hatten 32 Jahre zusammengelebt.
Die Gefährtin des Autors meinte dazu: "Nach seinem Tod wurde ich von Stiegs Vater und Bruder behandelt, als ob ich nicht mehr existierte, und zwar, als die Bücher sich zu verkaufen anfingen.
Mit einer Ausnahme: Als sie später vermuteten, ich hielte einen vierten Teil versteckt, boten sie an, mir die andere Hälfte unserer Eigentumswohnung, die Stieg bezahlt hatte, zu schenken." Später lehnte Gabrielsson ein Abfindungsangebot über umgerechnet zwei Millionen Euro ab.
Dem stern bestätigte sie die Existenz dieses vierten Bandes, von dem etwa 200 Seiten fertig seien. Diese sind laut Gabrielsson auf Larssons mittlerweile auf rätselhafte Weise verschwundenen Laptop gespeichert. Dass sie nicht als offizielle Co-Autorin der Larsson-Krimis auftrat, begründet Gabrielsson im Gespräch mit dem Magazin mit der Bedrohung des Paares durch schwedische Rechtsextremisten, deren Strukturen Larsson in mehreren Artikeln enthüllt hatte: "Stieg und ich wollten unsere Namen prinzipiell nicht zusammen genannt sehen. Es war einfach zu riskant."
- Datum 10.03.2010 - 15:30 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa
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die weibliche Protagonistin tritt ja in den beiden letzten Büchern als eigentliche Heldin hervor und wirkt auf jeden Fall so, als ob sie von einer Frau entworfen worden wäre. Nicht abwertend gemeint, ich glaube nur nicht, dass ein Mann so eine weibliche Figur schaffen würde.
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