Leipziger BuchmesseGeorg Klein gewinnt Leipziger Buchpreis

Die Auszeichnung für die beste Übersetzung geht an Ulrich Blumenbach für "Unendlicher Spaß", das beste Sachbuch ist "Kreis ohne Meister" von Ulrich Raulff.

Für seinen Roman unserer Kindheit wurde der Schriftsteller Georg Klein mit dem Leipziger Buchpreis in der Sparte Belletristik geehrt. In seinem Werk erzählt der 56-Jährige eindringlich von einer Jugend in der Nachkriegszeit.

Ulrich Blumenbach wurde für seine Übersetzung von David Foster Wallace' Unendlicher Spaß ausgezeichnet. Sechs Jahre hat er daran gearbeitet, das komplexe Werk Infinite Jest ins Deutsche zu übertragen.

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Zum besten Sachbuch wählte die Jury um Verena Auffermann Ulrich Raulffs Kreis ohne Meister. In seinem Buch erzählt der Direktor des Marbacher Literaturarchivs vom Nachleben des Literaten Stefan George.

Nominiert war auch Helene Hegemann für ihr umstrittenes Debüt Axolotl Roadkill. Mehrere Schriftsteller hatten sich zuvor im sogenannten Leipziger Appell gegen eine Auszeichnung Hegemanns ausgesprochen.

Der Preis der Leipziger Buchmesse wird traditionell am ersten Tag derselben verliehen. Er ist jeweils mit 15.000 Euro dotiert und würdigt die besten deutschsprachigen Neuerscheinungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essay und Übersetzung.

Seit dem Morgen hat die Buchmesse für Besucher geöffnet. Vier Tage lang präsentieren rund 2100 Aussteller aus 39 Ländern ihr Frühjahrsprogramm. Parallel dazu heißt es an 300 Orten "Leipzig liest". 1500 Autoren stellen ihre neuen Werke vor. Bis zum Sonntag werden auf der Schau rund 100.000 Besucher erwartet.  

 
Leser-Kommentare
  1. Es ist eigentlich ein Skandal, dass HH überhaupt nominiert wurde.

    Jeder kleine Blogger wird knallhart abgemahnt, wenn er ein falsches Foto verwendet.

    Copyright-Räuberei zum Wohle der großen Verlage (hier Ullstein) wird von der Gemeinde der willfährigen Feuilletonisten verniedlicht, teils gar zum Kunstwerk verklärt.

    Der Start in den Handel von Literaturderivaten zum Nutzen der Großverlage und auf Kosten seriöser Autoren? Wenigstens kein Durchmarsch. Danke Leipzig.

  2. Lachte man noch, als HH bei Harald Schmitt ihre „eigenen“ Passagen aus dem Buch nicht wiedererkannte, so blieb einem aber das Lachen doch schlussendlich im Hals stecken. Man pries sie als Literatur-„Wunderkind“: Verlage und Literaturagenturen hatten schließlich notgeil auf eine Nachfolgerin des „Feuchtgebiete“-Pamphlets gewartet, das vor zwei Jahren ein Medien-Hype war. Dann hatte sich zwar herausgestellt, dass der Erstlingsroman größtenteils abgeschrieben ist, doch mit Unfehlbarkeitsallüren, die jedem Papst die Schamesröte ins Gesicht treiben würde, hatten die Juroren des Leipziger Buchmesse dieses Werk dennoch für den Leipziger Buchpreis nominiert – ein Schlag ins Gesicht eines jeden, der wirklich selbst schreibt. Muss nicht jeder Autor, der sich der Hegemanns Literaturagentur Eggers&Landwehr fortan anvertraut, befürchten, seine Texte oder Teile davon vielleicht irgendwann unter einem anderen Namen veröffentlicht zu finden? Der nun ausgezeichnete „Roman unserer Kindheit“ spielt in einem Neubaugebiet am Rande von Augsburg in den sechziger Jahren – und kommt ganz ohne Sensationen oder einer Sprache á la MTV aus. Dass Diebstahl geistigen Eigentums am Ende nicht honoriert wurde, mag erleichtern; dass er aber überhaupt für den Preis nominiert worden war, lässt einen üblen Beigeschmack zurück.

    • macdoc
    • 18.03.2010 um 19:40 Uhr

    "...und kommt ganz ohne ... einer Sprache á la MTV aus...." Tja, daran müssen sich "die Alten" wohl erst noch gewöhnen ;-)

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    "daran müssen sich "die Alten" wohl erst noch gewöhnen ;-)"

    Erstens weißt du gar nicht, wie alt ich bin, zweitens muss ich mich an gar nichts gewöhnen, [...]

    Bitte achten Sie auf einen höflichen Umgangston, wie in der Netiquette beschrieben. Die Redaktion/sh

    "daran müssen sich "die Alten" wohl erst noch gewöhnen ;-)"

    Erstens weißt du gar nicht, wie alt ich bin, zweitens muss ich mich an gar nichts gewöhnen, [...]

    Bitte achten Sie auf einen höflichen Umgangston, wie in der Netiquette beschrieben. Die Redaktion/sh

  3. und endete wie meistens, wenn "von oben" Druck kommt. Man gibt nach. Ein Macht-Wort von einem unserer betagten Wort-Mächtigen, unterschrieben von weiteren aus diesem Kreis, das kann einem dann doch schon den Schneid abkaufen. Und so wurde - vielleicht halbherzig ? - die Konvention gepreist statt Mut zum Experiment gezeigt. Doch ich hoffe, der A.R. wird nicht HH´s letztes Wort resp. Opus bleiben. Ich erwarte von diesem Junggenie noch einiges Erstaunliche.

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    Was heutzutage in gewissen Kreisen ausreichend ist, um als "Genie" zu gelten...

    Ein Papi und seine Freunde, die versuchen das Mädchen als Jungstar zu positionieren; ein Buch, das so offensichtlich auf billige Provokation und gewollten Skandal geschrieben (bzw. zusammengeklaubt) worden ist; eine "Autorin", die im Gespräch mit Harald Schmidt nicht mal weiß, was in dem Buch eigentlich drinsteht - geschweige denn, es erklären kann...
    Dafür aber als Rechtfertigung für aufgedeckte Plagiate mit Angeberjargon um sich werfen, dessen Bedeutung die Autorin offensichtlich nicht wirklich versteht.

    Köstliche Realsatire! Allein dafür sei den Betreffenden der Verdienst aus dem Buchgeschäft gegönnt. :-)

    MfG, Ijon Tichy

    für Ihre Analyse der Leipziger Entscheidung, Frau Gitta!
    Nicht der Druck der männlichen Altvorderen führte zum verdienten Verdikt des Hegemann'schen Machwerks, sondern die zunehmende Einsicht altgedienter Literaturexpertinnen(Auffermann, Radisch), die rechtzeitig erkannten, vor welchen Müllwagen sie sich hatten spannen lassen.
    Das lässt hoffen für die Zukunft - Fräulein Hegemann allerdings dürfte keine haben, zumindest keine literarische!

    Was heutzutage in gewissen Kreisen ausreichend ist, um als "Genie" zu gelten...

    Ein Papi und seine Freunde, die versuchen das Mädchen als Jungstar zu positionieren; ein Buch, das so offensichtlich auf billige Provokation und gewollten Skandal geschrieben (bzw. zusammengeklaubt) worden ist; eine "Autorin", die im Gespräch mit Harald Schmidt nicht mal weiß, was in dem Buch eigentlich drinsteht - geschweige denn, es erklären kann...
    Dafür aber als Rechtfertigung für aufgedeckte Plagiate mit Angeberjargon um sich werfen, dessen Bedeutung die Autorin offensichtlich nicht wirklich versteht.

    Köstliche Realsatire! Allein dafür sei den Betreffenden der Verdienst aus dem Buchgeschäft gegönnt. :-)

    MfG, Ijon Tichy

    für Ihre Analyse der Leipziger Entscheidung, Frau Gitta!
    Nicht der Druck der männlichen Altvorderen führte zum verdienten Verdikt des Hegemann'schen Machwerks, sondern die zunehmende Einsicht altgedienter Literaturexpertinnen(Auffermann, Radisch), die rechtzeitig erkannten, vor welchen Müllwagen sie sich hatten spannen lassen.
    Das lässt hoffen für die Zukunft - Fräulein Hegemann allerdings dürfte keine haben, zumindest keine literarische!

  4. Was heutzutage in gewissen Kreisen ausreichend ist, um als "Genie" zu gelten...

    Ein Papi und seine Freunde, die versuchen das Mädchen als Jungstar zu positionieren; ein Buch, das so offensichtlich auf billige Provokation und gewollten Skandal geschrieben (bzw. zusammengeklaubt) worden ist; eine "Autorin", die im Gespräch mit Harald Schmidt nicht mal weiß, was in dem Buch eigentlich drinsteht - geschweige denn, es erklären kann...
    Dafür aber als Rechtfertigung für aufgedeckte Plagiate mit Angeberjargon um sich werfen, dessen Bedeutung die Autorin offensichtlich nicht wirklich versteht.

    Köstliche Realsatire! Allein dafür sei den Betreffenden der Verdienst aus dem Buchgeschäft gegönnt. :-)

    MfG, Ijon Tichy

  5. "daran müssen sich "die Alten" wohl erst noch gewöhnen ;-)"

    Erstens weißt du gar nicht, wie alt ich bin, zweitens muss ich mich an gar nichts gewöhnen, [...]

    Bitte achten Sie auf einen höflichen Umgangston, wie in der Netiquette beschrieben. Die Redaktion/sh

    Antwort auf "per se schlecht?"
  6. für Ihre Analyse der Leipziger Entscheidung, Frau Gitta!
    Nicht der Druck der männlichen Altvorderen führte zum verdienten Verdikt des Hegemann'schen Machwerks, sondern die zunehmende Einsicht altgedienter Literaturexpertinnen(Auffermann, Radisch), die rechtzeitig erkannten, vor welchen Müllwagen sie sich hatten spannen lassen.
    Das lässt hoffen für die Zukunft - Fräulein Hegemann allerdings dürfte keine haben, zumindest keine literarische!

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    @7:"Das lässt hoffen für die Zukunft - Fräulein Hegemann allerdings dürfte keine haben, zumindest keine literarische!"
    Lt. Presseberichten will HH jetzt erst einmal Jura studieren. Vielleicht hat sie ja eine Stelle als Abmahn-Anwältin beim Ullstein-Verlag in Aussicht.

    @7:"Das lässt hoffen für die Zukunft - Fräulein Hegemann allerdings dürfte keine haben, zumindest keine literarische!"
    Lt. Presseberichten will HH jetzt erst einmal Jura studieren. Vielleicht hat sie ja eine Stelle als Abmahn-Anwältin beim Ullstein-Verlag in Aussicht.

  7. @7:"Das lässt hoffen für die Zukunft - Fräulein Hegemann allerdings dürfte keine haben, zumindest keine literarische!"
    Lt. Presseberichten will HH jetzt erst einmal Jura studieren. Vielleicht hat sie ja eine Stelle als Abmahn-Anwältin beim Ullstein-Verlag in Aussicht.

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