Leipziger Buchpreis Klebrige Kindheit und luftige Liebe
Vier Romane und ein Erzählungsband waren für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Von Geschichten aus der Nachkriegszeiten bis zum Nachtleben ist einiges dabei. Ein Überblick

Jan Faktor – Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des Heiligen Hodensack-Bimbams von Prag
Es ist das mittlerweile sechste Buch des deutsch-tschechischen Schriftstellers Jan Faktor. In Faktors Geburtsstadt Prag lässt der Autor seinen Blick zwischen übervölkerten Wohnquartieren und dreckigen Hinterhöfen schweifen. Ursula März folgte für die ZEIT seinem Blick:
"Wie Wohnfluchten des 19. Jahrhunderts sich nach 1945 in kunterbunt bevölkerte Labyrinthe verwandeln, wie Plattenbauten schneller schimmeln, als sie fertig sind, wie ein Landhaus durch die Mitnutzung von allerlei Getier in den Zustand der Kompostierung übergeht, wie die geheime Konstruktion eines Bunkers mitten in und unter der Stadt vor sich geht – all dies ist das Material, aus dem der Roman schöpft und dem er seine buchstäblich subversive Perspektive verdankt. Denn Jan Faktor betrachtet Geschichte gleichsam von unten. Aus der Sicht des schwer ödipalen Georg, dem Küche und Klosett näher sind als Partei und Parteivorsitzende, der vor allem aber das weibliche Geschlecht, namentlich die Formen weiblicher Geschlechtsteile, für weitaus erforschenswerter hält als Staatsformen. (...)
Mit 600 eng bedruckten Seiten liegen Georgs Sorgen zunächst so schwer vor dem Leser, wie sie sich schließlich, dank eines unermüdlichen episodischen und sprachlichen Übermuts, leicht und amüsant weglesen."
- Datum 18.03.2010 - 06:31 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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...geilt sich in dem Buch an KINDER-GEWALT-PORNOS auf. So, das musste mal gesagt werden. Und sowas wird als die große neue Literatur gefeiert.
Wo bitte leben wir?
Endlich, morgen geht es los! Seit Tagen bereite ich mich auf die Messe und meine Lesung vor. Es wird spannend, voll und aufregend. Doch langsam werde ich den bitteren Beigeschmack nicht los, dass es doch eigentlich zwei Messen sind, die in Leipzig stattfinden.
Zum einen gibt es da die Selbstbeweihräucherung des Hegemannschen Literaturbetriebs, zum anderen die kleinen Autoren und derem Verlage, die voller Spannung ihren (selbstgeschriebenen) Erstling vorstellen; von denen bin ich einer.
Tja, was bleibt? Ein bisschen Demut und die Hoffnung, von versprechern verschont zu bleiben. Wer möchte, kommt vorbei: am Samstag um 15:30 Uhr, Halle 5/A200 Literaturcafé. Auf der Speisekarte stehen lauwarmer Pernod und mein Buch "Zwischen Lesen und Tod". Und wenn ich ich die Hegemann treffe, werde ich ganz böse dreinschauen ;)
Bei der Lesung und beim bös schauen. Werfen Sie einen bösen Blick für mich mit ....
:-)
Bei der Lesung und beim bös schauen. Werfen Sie einen bösen Blick für mich mit ....
:-)
Bei der Lesung und beim bös schauen. Werfen Sie einen bösen Blick für mich mit ....
:-)
Was soll man schon von einem Literaturzirkus halten, der abgeschriebenen Schund nominiert oder Bücher mit Titeln a la Hodensack-Schwachsinn. Sensation-Sensation! Wer sich so etwas antut, muss krank sein. Am besten vergisst man die gesamte zeitgenössische "Literatur".
[Bitte drücken Sie sich in einem gepflegteren und angemessenen Sprachstil aus. Danke, die Redaktion/vv]
"Am besten vergisst man die gesamte zeitgenössische "Literatur"
Ach nein, es gibt schließlich auch gute Bücher aus diesem Metier. Da lohnt es sich wirklich, einmal wieder Klassiker wie "Im Wendekreis des Krebes" von Henry Miller oder "The Coca Hola Company", "Macht und Rebel" und "Unfun" von Matias Faldbakken aus dem Regal zu kramen. Und wem das nicht genug ist, der sollte eben "Strobo" von Airen-himselfe lesen. Dann macht der Literaturfrühling für die, die es dreckig mögen, auch wieder spaß ;)
@ Victor: mache ich ;)
[Entfernt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
Wollt sagen: zeitgenössische deutschsprachige "Literatur".
[Bitte achten Sie auf einen gepflegten Sprachstil und vermeiden Sie eine vulgäre Ausdrucksweise. Die Redaktion/vv]
"Am besten vergisst man die gesamte zeitgenössische "Literatur"
Ach nein, es gibt schließlich auch gute Bücher aus diesem Metier. Da lohnt es sich wirklich, einmal wieder Klassiker wie "Im Wendekreis des Krebes" von Henry Miller oder "The Coca Hola Company", "Macht und Rebel" und "Unfun" von Matias Faldbakken aus dem Regal zu kramen. Und wem das nicht genug ist, der sollte eben "Strobo" von Airen-himselfe lesen. Dann macht der Literaturfrühling für die, die es dreckig mögen, auch wieder spaß ;)
@ Victor: mache ich ;)
[Entfernt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
Wollt sagen: zeitgenössische deutschsprachige "Literatur".
[Bitte achten Sie auf einen gepflegten Sprachstil und vermeiden Sie eine vulgäre Ausdrucksweise. Die Redaktion/vv]
"Am besten vergisst man die gesamte zeitgenössische "Literatur"
Ach nein, es gibt schließlich auch gute Bücher aus diesem Metier. Da lohnt es sich wirklich, einmal wieder Klassiker wie "Im Wendekreis des Krebes" von Henry Miller oder "The Coca Hola Company", "Macht und Rebel" und "Unfun" von Matias Faldbakken aus dem Regal zu kramen. Und wem das nicht genug ist, der sollte eben "Strobo" von Airen-himselfe lesen. Dann macht der Literaturfrühling für die, die es dreckig mögen, auch wieder spaß ;)
@ Victor: mache ich ;)
[Entfernt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
Liebe Redaktion,
in der durch Sie entfernten Überschrift stand lediglich ein "AW:" zum Titel des Kommentars Nummer 4. Dies aufzugreifen, ist Grund genug auf "meine Wortwahl" zu achten?
Ich bitte Sie...
Es ist aber super, das der Kommentartitel der Antwort 4., den ich zitiert habe, noch immer da steht...
Wollt sagen: zeitgenössische deutschsprachige "Literatur".
[Bitte achten Sie auf einen gepflegten Sprachstil und vermeiden Sie eine vulgäre Ausdrucksweise. Die Redaktion/vv]
Die zeitgenössische Literatur ist derzeit so vielschichtig wie vielleicht niemals zuvor. Die Veröffentlichungen kämpfen aber wohl um ein immer kleiner werdendes Publikum, denn das hält sich wohl zunehmend an reine Unterhaltungsprosa, wie sie von Schätzing, Suter und anderen produziert wird.
Die Exzesse um die Bücher von Hegemann und Roche bspw. sollen dann vor allem die Aufmerksamkeit generieren, womit sich Verlage auch bei den Nicht - Lesern ins Gespäch bringen. Ich würde Titel und solche Phänomene daher auch nicht überbewerten, denn damit wird man der Vielfalt und auch der Qualität der gesamten zeitgenössischen Literatur ganz bestimmt nicht nicht gerecht.
Besucht man dagegen Lesungen von literarischen Autoren im mittleren Alter, stellt man fest, dass das Publikum überdurchschnittlich alt ist und nur wenige, sehr wenige junge Leute diese besuchen. Das ist meiner Ansicht nach das wesentliche Problem der Literatur und nicht so sehr Titel, die sich nach dem bewährten "Sex Sells" richten - muss man ja zudem auch noch prüfen, ob das auf den Inhalt zutrifft, was der Titel suggeriert.
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