Literatur & Ipad Apple, der WegelagererSeite 2/2
Apple ist kein Verlag. Apple publiziert nicht. Die Firma ist ein Zwischenhändler, der Autoren, professionellen Verlagen und allen kritischen Stimmen eine willkürliche Messlatte vorsetzt: ein digitaler Wegelagerer.
Fast zwanzig Jahre lang, von 1918 bis 1936, musste sich James Joyce für Ulysses in Amerika und Großbritannien immer wieder vor Zensoren verantworten: Erst 1933 entschied ein US-Bundesbezirksgericht, dass Ulysses verkauft werden darf. Obszönitäten sind seitdem als Teil eines Kunstwerks, in einem nicht-pornografischen Kontext, nicht mehr verboten – ein bahnbrechendes Urteil. Apple macht das heute auf seinen eigenen, künstlich verengten Vertriebswegen, wieder rückgängig. Ein kolossaler Rückschritt, eine Beleidigung für jeden Leser.
Nur Rob Berry, der Schöpfer der zensierten Joyce-App, fühlt sich nicht als Apple-Opfer. Er hat seine Zeichnung geändert, den Penis entfernt und schreibt dankbar und ohne Wut und Reue: "Wie jeder Künstler oder Verlag wollen wir Bücher machen, auf die wir stolz sein können und der Welt zugänglich machen dürfen. Dafür müssen wir auch auf den Buchhandel eingehen: Händler haben ihre eigenen Richtlinien und Ideen davon, was sie verkaufen wollen. Also machen wir kleine Zugeständnisse an ein System, das im Moment so funktioniert wie eine kleine Stadt, in der es nur einen einzigen Buchhändler gibt."
Vielleicht hilft's, die Stadt verlassen. Zurück in eine Gemeinde, in der Bewohner eine Wahl und eine Stimme haben.
- Datum 15.06.2010 - 12:26 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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der diktatur in einer demokratie geben darf.
wenn steve jobs die presse- und kunstfreiheit zensiert, dann gehört apple in seiner zensur zensiert.
ich hoffe dass sich durch immer bessere android smartphones wie das htc desire das problem von selbst löst.
apple ist technisch sehr gut, dies zur zensur zu nutzen ist absolut unterste stufe!
steve jobs & bill gates sind dieselben üblen typen. monopolisten auf ihren spezialgebieten die dadurch zur diktatur ermächtigt werden und sich nicht zu schade sind diese rolle auch voll auszuspielen.
igit!
Falsch. Anders als Apple meint, sind die Käufer aufgeklärt genug selbst zu entscheiden. Niemand ist gezwungen ein Apple "Think like us" Produkt zu kaufen. Solange das nicht der Fall ist, hat der Staat sich rauszuhalten.
Mit Aussagen wie die Ihrigen verharmlosen Sie den Begriff "Zensur" im eigentlichen Sinne. Reden Sie doch stattdessen besser von Restriktionen. Der Unterschied sollte jedem klar sein.
Falsch. Anders als Apple meint, sind die Käufer aufgeklärt genug selbst zu entscheiden. Niemand ist gezwungen ein Apple "Think like us" Produkt zu kaufen. Solange das nicht der Fall ist, hat der Staat sich rauszuhalten.
Mit Aussagen wie die Ihrigen verharmlosen Sie den Begriff "Zensur" im eigentlichen Sinne. Reden Sie doch stattdessen besser von Restriktionen. Der Unterschied sollte jedem klar sein.
Falsch. Anders als Apple meint, sind die Käufer aufgeklärt genug selbst zu entscheiden. Niemand ist gezwungen ein Apple "Think like us" Produkt zu kaufen. Solange das nicht der Fall ist, hat der Staat sich rauszuhalten.
falsch - wäre man nicht gezwungen ein iphone zu wählen, dann könnte sich apple überhaupt keine zensur erlauben, denn wer würde schon zensur wählen, wenn es nebenan ein ähnlich gutes produkt ohne zensur gibt?
ich habe selbst ein iphone 3gs (mein letztes iphone) und wer heute diese art von flow bei der bedienung will, der findet (noch) nichts besseres.
man stellt mich also vor die "januskopf wahl" - beste bedienung nur bei zensur.
apple macht übrigens erst seit einigen monaten richtig ernst mit der app zensur im grossen stil hier in deutschland.
steve jobs denkt auf der einen seite wirklich an die kunden und verbessert sein produkt hervorragend. nur wer auf der einen seite super fähigkeiten hat, kann es sich überhaupt leisten auf der anderen seite den diktator raushängen zu lassen ohne dass alle abhauen.
den spruch: "niemand ist gezwungen" hört man öfters einmal und zwar auf vielen gebieten. zum beispiel ist auch niemand gezwungen mises chefs zu wählen, miese politiker, korrupte banker, produkte die die demokratie oder menschenrechte verletzen
nein - niemand ist gezwungen - wir alle sind frei!
;-)
schön wärs
Man kann nur hoffen, dass der Hype bald mal nachlässt und die Konsumenten sich nicht mehr so blenden lassen. Auch ich finde Gefallen an den Produkten von Apple, doch zum Kauf hat mich da noch Niemand Überzeugen können. Langfristig wird sich die Offenheit durchsetzen und daran wird dann auch Apple nichts ändern können. Man kann in der Welt eben nicht alles an sich reißen. Nur schade, dass der Markt so lange braucht, um dies zu regulieren.
falsch - wäre man nicht gezwungen ein iphone zu wählen, dann könnte sich apple überhaupt keine zensur erlauben, denn wer würde schon zensur wählen, wenn es nebenan ein ähnlich gutes produkt ohne zensur gibt?
ich habe selbst ein iphone 3gs (mein letztes iphone) und wer heute diese art von flow bei der bedienung will, der findet (noch) nichts besseres.
man stellt mich also vor die "januskopf wahl" - beste bedienung nur bei zensur.
apple macht übrigens erst seit einigen monaten richtig ernst mit der app zensur im grossen stil hier in deutschland.
steve jobs denkt auf der einen seite wirklich an die kunden und verbessert sein produkt hervorragend. nur wer auf der einen seite super fähigkeiten hat, kann es sich überhaupt leisten auf der anderen seite den diktator raushängen zu lassen ohne dass alle abhauen.
den spruch: "niemand ist gezwungen" hört man öfters einmal und zwar auf vielen gebieten. zum beispiel ist auch niemand gezwungen mises chefs zu wählen, miese politiker, korrupte banker, produkte die die demokratie oder menschenrechte verletzen
nein - niemand ist gezwungen - wir alle sind frei!
;-)
schön wärs
Man kann nur hoffen, dass der Hype bald mal nachlässt und die Konsumenten sich nicht mehr so blenden lassen. Auch ich finde Gefallen an den Produkten von Apple, doch zum Kauf hat mich da noch Niemand Überzeugen können. Langfristig wird sich die Offenheit durchsetzen und daran wird dann auch Apple nichts ändern können. Man kann in der Welt eben nicht alles an sich reißen. Nur schade, dass der Markt so lange braucht, um dies zu regulieren.
von Apple sehr gut ist, darüber lässt sich streiten.
Wenn aber die Geschäftspolitik von Apple soweit geht, dass z.B. die Statue des David von Michelangelo auf Apple Produkten nur mit schwarzen Balken gezeigt werden darf, dann sollte man sich wirklich ernsthaft überlegen, ob man Erzeugnisse dieser Firma erwirbt.
Sich selbst freiwillig einer Zensur zu unterwerfen zeugt nicht von Coolness.
für die tatkräftige Unterstützung von alternativen Hard- und Softwareentwicklern und Marketingstrategien! Man braucht euch heute wirklich nicht mehr (auch wenn Herr Joffe euch immer noch als einsame Nonkonformisten preist), ich habe schon vor Jahren bei meinem letzten Macintosh euer Betriebssystem durch Linux ersetzt und werde mir garantiert niemals ein iPod, iPad, iPhone oder anderes iSpielzeug kaufen.
[...]
Aber so kommt es eben, wenn der Kopf eines Unternehmens göttliche Anwandlungen hat und sich statt auf Bits und Bytes zu beschränken noch in der Moral verheddert. Momentan scheint mir sowieso nichts, aber auch gar nichts fortschrittlich zu sein, das aus den Staaten kommt. Mac inklusive.
Teilweise entfernt. Bitte verzichten Sie auf beledigende Äußerungen und bemühen Sie sich um eine sachliche Kritik. Danke. Die Redaktion/km
"Mal wieder ein Beweis, dass Apple nicht hipp, cool, künstlerisch, aufgeschlossen oder kultiviert ist – all das Zeug, von dem die Kunden hoffen, es gälte auch für sie, sobald sie sich mit Apple-Produkten umgeben"
und damit ist eigentlich alles gesagt! Schade nur, dass trotzdem wieder Millionen darauf reinfallen werden!
falsch - wäre man nicht gezwungen ein iphone zu wählen, dann könnte sich apple überhaupt keine zensur erlauben, denn wer würde schon zensur wählen, wenn es nebenan ein ähnlich gutes produkt ohne zensur gibt?
ich habe selbst ein iphone 3gs (mein letztes iphone) und wer heute diese art von flow bei der bedienung will, der findet (noch) nichts besseres.
man stellt mich also vor die "januskopf wahl" - beste bedienung nur bei zensur.
apple macht übrigens erst seit einigen monaten richtig ernst mit der app zensur im grossen stil hier in deutschland.
steve jobs denkt auf der einen seite wirklich an die kunden und verbessert sein produkt hervorragend. nur wer auf der einen seite super fähigkeiten hat, kann es sich überhaupt leisten auf der anderen seite den diktator raushängen zu lassen ohne dass alle abhauen.
den spruch: "niemand ist gezwungen" hört man öfters einmal und zwar auf vielen gebieten. zum beispiel ist auch niemand gezwungen mises chefs zu wählen, miese politiker, korrupte banker, produkte die die demokratie oder menschenrechte verletzen
nein - niemand ist gezwungen - wir alle sind frei!
;-)
schön wärs
Zu den ganzen erwähnten Beschränkungen kommt auch noch hinzu, dass die E-Books viel zu viel kosten. Ein digitales Buch sollte nur ein Bruchteil des Preises eines normalen Buches kosten (fallen doch die Lagerungskosten und der Zwischenvertrieb weg), dem ist leider aber nicht so – eine Unverschämtheit!
Naja, die ganzen iLemminge werden trotzdem munter weiter konsumieren.
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