Fragen der Leser Was möchten Sie von Jonathan Safran Foer wissen?

Mit seinem Sachbuch "Tiere essen" hat der Schriftsteller eine große Vegetarismus-Debatte angestoßen. Am Donnerstag stellt er sich den Fragen der Leser.

Tiere essen ist ein unbequemes Buch. Weil der US-amerikanische Autor Jonathan Safran Foer sich fragte, wie er sich und sein Kind bewusst und richtig ernähren sollte, recherchierte er jahrelang über die Fleischindustrie. Heraus kam, was viele Fleischesser nicht so genau wissen wollen, sofern sie ihr Essen genießen wollen: Die Massentierhaltung hat eine katastrophale Klimabilanz, sie zerstört das Ökosystem, verschmutzt die Umwelt und ermöglicht Pandemien. Die Tiere führen ein qualvolles Leben, sie sterben oft einen grausamen Tod.

Der 33-jährige Schriftsteller hat für sich den Vegetarismus gewählt, stellt sich aber auf die Seite der Biobauern, bei denen Tiere wie Lebewesen gehalten werden und nicht wie Fließbandprodukte. In den USA stammt nur ein Prozent des Fleisches nicht aus industrialisierter Produktion, die Quote in Europa ist nur unwesentlich besser. Mit dem Buch will Foer einen Anstoß zum Umdenken geben. Er will die Konsumenten ermuntern, bewusst zu entscheiden und mit einzubeziehen, unter welchen Bedingungen ein Produkt hergestellt wurde. Und sie sollen wissen, welche Auswirkungen das Produkt auf ihre Gesundheit und Umwelt hat.  

Anzeige

Zuvor hatte der jüdisch-amerikanische Autor zwei Romane veröffentlicht, die weniger zu gesellschaftlicher Debatte anregten, sondern im Reisegepäck junger Urlauber auftauchten. Sein Debüt Alles ist erleuchtet war für viele Feuilletonisten das beste Buch des Jahres 2002, es wurde in 20 Sprachen übersetzt und in Hollywood mit Elijah Wood in der Hauptrolle verfilmt. Der Roman handelt von einem jungen jüdischen Amerikaner, der in der Ukraine nach dem Schicksal seiner Familie während des Holocausts forscht.  

Auch in Foers zweitem Roman geht es um Spurensuche. Es ist eine Familiengeschichte, die in den 2. Weltkrieg hineinreicht. Der 9-jährige Oskar Schell zieht in Extrem laut und unglaublich nah durch New York, um das letzte Geheimnis seines Vaters aufzuspüren, der beim Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 getötet wurde. Dabei stößt Oskar auf seinen verschwundenen Großvater, dessen dramatische Lebensgeschichte auf einer zweiten Ebene erzählt wird. Die große Liebe des Großvaters starb im Dresdner Bombenhagel, er wanderte nach Amerika aus und verlor allmählich seine Sprache. 

Wir sprechen am Donnerstag mit Jonathan Safran Foer. Formulieren Sie Ihre Fragen an den Autor, zu seinen Romanen oder zur aktuellen Vegetarismus-Debatte  bis Mittwoch am frühen Abend bitte als Kommentar unter diesem Artikel. Foer wird eine Auswahl davon beantworten.

 
Leser-Kommentare
    • Zanado
    • 17.01.2011 um 15:29 Uhr

    Ja, hat er wirklich, der Herr Foer.
    Ich esse gern Fleisch, kann mir ein Leben so ganz ohne Fleisch gar nicht vorstellen. Auf der einen Seite bedauere ich die Vegetarier, es gibt doch nichts Leckereres als ein schönes großes zartes Steak, wie kann man da widerstehen? Auf der anderen Seite bewundere ich sie, denn sie haben Recht wenn sie sagen dass Tiere unter übelsten Bedingungen gehalten werden. Das muss aufhören!
    Nur wer soll das bezahlen?
    Es ist ein Teufelskreis.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Wie erklären Sie sich die Tatsache dass die US-Regierung jede Aufforderung vieler Ingenieure, Chemiker und Physiker die den Zusammenbruch des WTC untersucht haben und z.B in chemischen Analysen einen Hightechsprengstoff gefunden haben, der die Beweise dass es sich eindeutig um eine Sprengung gehandelt haben muss weiter bekräftigt, strikt ablehnt?

    Ich kann ihre "Befürchtungen" hinsichtlich der vegetarischen Ernährung nachvollziehen, früher habe ich mir darüber selbst Gedanken gemacht. Mittlerweile kann ich ihnen aber sagen: Es ist schlicht und ergreifend Gewöhnungssache!
    Es ist keine Frage, Steaks und auch andere Fleischgerichte sind lecker. Wenn man anfängt, sich vegetarisch zu ernähren, dann wird man sie in den ersten paar Wochen auch vermissen. Jedoch gewöhnt man sich erstaunlich schnell daran und empfindet den Verzicht schon bald nicht mehr als Verzicht.
    Zumindest ist mir es so ergangen; ich bin jetzt schon seit ein paar Jahren Veganer und vermisse nichts.
    Probieren sie es doch einfach mal für 2 Wochen, auf Fleisch zu verzichten! Es ist wirklich einfacher als man es sich vorstellt!

    Als erstes brauchen wir (wieder) ein Bewusstsein für Fleisch. Fleisch ist lecker ein Stück Lebenskraft – wenn wir diesen eigentlich zynischen Begriff mal aus seinem Zusammenhang zur aktuellen Lebensmittelproduktion herauslösen –, warum also so inflationär Fleisch »fressen«? Dieser Müll der in den Regalen der Kaufhäuser oder hinter der Theke liegt uns sich Wurst (bestes Beispiel: Bärchenwurst) nennt, ist kein Beispiel für Lust auf Fleisch, sondern für Geilheit auf Fleisch, für eine Sucht, ein perverses Verlangen. (Man verschone mich bitte nicht mit dem Einwand, es gäbe auch gute Wurst und Wurst sei Teil unserer Esskultur. Das hat nichts mehr mit der Realität zu tun.)

    Hier stimmen wir wahrscheinlich über ein. Aber:

    Sie sprechen zu dem von einem Teufelskreis. Den kann ich nicht erkennen.

    Der Ausweg ist einfach. Den Fleischkonsum auf ein absolutes Minimum reduzieren (am Ende bleibt dann das Geld für wirklich gute Produkte übrig). Wenn die Nachfrage nicht mehr da ist, dann muss sich die Produktion darauf einstellen und sich verändern.
    Das hat alles nichts mit moralischen Werten zu tun. Es ist einfach vernünftig (und ethisch). Wer behauptet, auf sein tägliches Fleisch nicht verzichten zu können, der möge sich am Ende nicht über Dioxin in seinem Fraß aufregen.

    • Buh
    • 17.01.2011 um 19:56 Uhr

    Ich vertsehe nicht die Frage "Wer soll das bezahlen" Ich bin Student ohne Bafög und lebe von einem Nebenjob und dem was meine Unterbezahlen Eltern mir so zuwerfen.

    Und trotzdem ist es nach einer Phase der Eingewöhnung für mich völlig einfach geworden mich Ohne Fleisch und andere Tierprodukte zu ernähren.

    Mir hat Fleisch immer geschmeckt. Hauptsache billig und Lecker. Student eben.
    Dann bin ich aber auf den Trichter gekommen,wie diese Currywurst genau zustande kommt.

    So hatte ich nach umfassender Recherche immer ein mulmiges Gefühl bei essen.Ich gab es schließlich auf.Ich dachte mir: Geschmack ist kein Argument ein Lebewesen mit Bewusstsein und Emotionen zu essen.

    Seither geht es problemlos.Wenn ich Lust auf "Fleisch" habe, esse ich eine der Hunderte von Alternativen. Heute Abend gab es Spagetti Bolognese mit Soja Granulat. Hier mal ein Rezept:
    http://www.chefkoch.de/re...

    Wenn ich nen Burger will esse ich:
    http://tinyurl.com/6g4c9op

    Wenn ich Lust auf Currywurst nehm ich das:
    http://tinyurl.com/5r7woyx

    Oder Gyros:
    http://tinyurl.com/6fj84nl

    Zu kaufen in manchen Supermärkten, Bioläden und Reformhäusern.

    Wichtig ist, dass man sich zum Vegetarismus aufgrund eines wichtigen Grundes entscheidet. Dann wird man sich selbst gegenüber den "Geschmack" nicht mehr als Grund dagegen durchgehen lassen. Aber es geht eben wirklich nur aus sich selbst heraus. Man muss selber Infos sammeln und sich darüber im klaren werden was man will.

    • cojoh
    • 17.01.2011 um 20:48 Uhr

    Ich kenne kein Gericht, bei dem der Fleischanteil nicht der teuerste Teil ist. Ein Leben ohne Fleisch ist doch entsprechend viel preiswerter,oder?

    Wie erklären Sie sich die Tatsache dass die US-Regierung jede Aufforderung vieler Ingenieure, Chemiker und Physiker die den Zusammenbruch des WTC untersucht haben und z.B in chemischen Analysen einen Hightechsprengstoff gefunden haben, der die Beweise dass es sich eindeutig um eine Sprengung gehandelt haben muss weiter bekräftigt, strikt ablehnt?

    Ich kann ihre "Befürchtungen" hinsichtlich der vegetarischen Ernährung nachvollziehen, früher habe ich mir darüber selbst Gedanken gemacht. Mittlerweile kann ich ihnen aber sagen: Es ist schlicht und ergreifend Gewöhnungssache!
    Es ist keine Frage, Steaks und auch andere Fleischgerichte sind lecker. Wenn man anfängt, sich vegetarisch zu ernähren, dann wird man sie in den ersten paar Wochen auch vermissen. Jedoch gewöhnt man sich erstaunlich schnell daran und empfindet den Verzicht schon bald nicht mehr als Verzicht.
    Zumindest ist mir es so ergangen; ich bin jetzt schon seit ein paar Jahren Veganer und vermisse nichts.
    Probieren sie es doch einfach mal für 2 Wochen, auf Fleisch zu verzichten! Es ist wirklich einfacher als man es sich vorstellt!

    Als erstes brauchen wir (wieder) ein Bewusstsein für Fleisch. Fleisch ist lecker ein Stück Lebenskraft – wenn wir diesen eigentlich zynischen Begriff mal aus seinem Zusammenhang zur aktuellen Lebensmittelproduktion herauslösen –, warum also so inflationär Fleisch »fressen«? Dieser Müll der in den Regalen der Kaufhäuser oder hinter der Theke liegt uns sich Wurst (bestes Beispiel: Bärchenwurst) nennt, ist kein Beispiel für Lust auf Fleisch, sondern für Geilheit auf Fleisch, für eine Sucht, ein perverses Verlangen. (Man verschone mich bitte nicht mit dem Einwand, es gäbe auch gute Wurst und Wurst sei Teil unserer Esskultur. Das hat nichts mehr mit der Realität zu tun.)

    Hier stimmen wir wahrscheinlich über ein. Aber:

    Sie sprechen zu dem von einem Teufelskreis. Den kann ich nicht erkennen.

    Der Ausweg ist einfach. Den Fleischkonsum auf ein absolutes Minimum reduzieren (am Ende bleibt dann das Geld für wirklich gute Produkte übrig). Wenn die Nachfrage nicht mehr da ist, dann muss sich die Produktion darauf einstellen und sich verändern.
    Das hat alles nichts mit moralischen Werten zu tun. Es ist einfach vernünftig (und ethisch). Wer behauptet, auf sein tägliches Fleisch nicht verzichten zu können, der möge sich am Ende nicht über Dioxin in seinem Fraß aufregen.

    • Buh
    • 17.01.2011 um 19:56 Uhr

    Ich vertsehe nicht die Frage "Wer soll das bezahlen" Ich bin Student ohne Bafög und lebe von einem Nebenjob und dem was meine Unterbezahlen Eltern mir so zuwerfen.

    Und trotzdem ist es nach einer Phase der Eingewöhnung für mich völlig einfach geworden mich Ohne Fleisch und andere Tierprodukte zu ernähren.

    Mir hat Fleisch immer geschmeckt. Hauptsache billig und Lecker. Student eben.
    Dann bin ich aber auf den Trichter gekommen,wie diese Currywurst genau zustande kommt.

    So hatte ich nach umfassender Recherche immer ein mulmiges Gefühl bei essen.Ich gab es schließlich auf.Ich dachte mir: Geschmack ist kein Argument ein Lebewesen mit Bewusstsein und Emotionen zu essen.

    Seither geht es problemlos.Wenn ich Lust auf "Fleisch" habe, esse ich eine der Hunderte von Alternativen. Heute Abend gab es Spagetti Bolognese mit Soja Granulat. Hier mal ein Rezept:
    http://www.chefkoch.de/re...

    Wenn ich nen Burger will esse ich:
    http://tinyurl.com/6g4c9op

    Wenn ich Lust auf Currywurst nehm ich das:
    http://tinyurl.com/5r7woyx

    Oder Gyros:
    http://tinyurl.com/6fj84nl

    Zu kaufen in manchen Supermärkten, Bioläden und Reformhäusern.

    Wichtig ist, dass man sich zum Vegetarismus aufgrund eines wichtigen Grundes entscheidet. Dann wird man sich selbst gegenüber den "Geschmack" nicht mehr als Grund dagegen durchgehen lassen. Aber es geht eben wirklich nur aus sich selbst heraus. Man muss selber Infos sammeln und sich darüber im klaren werden was man will.

    • cojoh
    • 17.01.2011 um 20:48 Uhr

    Ich kenne kein Gericht, bei dem der Fleischanteil nicht der teuerste Teil ist. Ein Leben ohne Fleisch ist doch entsprechend viel preiswerter,oder?

  1. Entfernt. Bitte beachten Sie, dass wir in diesem Kommentarbereich Ihre Fragen an Jonathan Safran Foer sammeln. Kritik an dessen Buch können Sie gerne hier äußern. Danke. Die Redaktion/sh

    • a.flex
    • 17.01.2011 um 16:37 Uhr

    Wenn es stimmt, dass einzelne Menschen mit dem Verzehr großer Mengen Fleisch - genauso wie mit dem Sammeln von Flugmeilen oder dem Fahren schwerer Autos - überproportional zum Klimawandel beitragen (und darauf deutet alles hin), wie lange sollte man ein solches Verhalten noch als Ausdruck persönlicher Konsumentensouveränität und Freiheit begreifen und ab wann als fahrlässige Zerstörung der gemeinsamen Lebensgrundlage?

  2. ...Wildtiere wie Rehe, Hirsche und Wildschweine zu essen? Diese Tiere werden nicht eigens für den Verzehr gezüchtet und müssen in unseren Wäldern ohnehin geschossen werden, da sie keine natürlichen Feinde mehr besitzen und sonst unnatürlich starke Populationen bilden, die die Baumbestände schädigen.

    • Jooogy
    • 17.01.2011 um 16:56 Uhr

    Herr Foer,

    glauben Sie wirklich, dass sie etwas mit Ihrer These bewegen können? Oder anders gefragt, glauben Sie wirklich an das Gute im Menschen?

    Angesichts der allgemeinen Entwicklung der Welt in den letzten 50 Jahren, spricht alles dagegen, dass der Mensch jemals etwas ändern wird. Wir essen massenweise Fleisch, wir rauchen, wir trinken, wir verschmutzen die Umwelt mit Treibhausgasen, Giften und Abfällen - und das alles tun wir mit klarem Bewusstsein und Verstand: Wir wissen, dass wir uns damit schaden und uns unsere Lebensgrundlage entziehen und den Planeten zerstören. Doch was können wir tun? Wirklich weniger Fleisch essen, oder wäre nicht ein ganz anderer Ansatz sinnvoller: Geburtenkontrolle. Mehr Menschen bedeuten auch mehr Schäden für unseren Planeten.

  3. Es ist klar, dass mit dem Konsum von Fleisch ein Marktversagen stattfindet. Der Preis des Fleisches beinhaltet nicht die Kosten, welche langfristig die Gesellschaft zu tragen hat (Umweltverschmutzung, etc.). Dadurch entsteht eine Überproduktion, weil zu einem zu niedrigen Preis verkauft wird.
    Denken sie deshalb, aufgrund dieses Marktversagen, dass es nötig ist zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen (Steuer, Marktregulierung, etc.) um den Preis zu erhöhen, damit das Marktversagen behoben werden kann?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich denke nicht dass es sich um Marktversagen handelt, sondern eher um überzogene bzw. falsche Vorstellungen. Der Markt schafft erstaunlich gut das, wofür er eigentlich da ist, nämlich über Wettbewerb und Produktivitätssteigerungen Produkte zu günstigen Preisen anzubieten. Der Markt ist dazu da, über Produktivitätssteigerungen den Gesamtwohlstand einer Volkswirtschaft zu steigern. Er sorgt aber nicht für fair verteilten Wohlstand, gute Arbeitsbedingungen oder Tierschutz. Zumindest nicht in seiner momentanen Form. Dafür muss die Gesellschaft durch neue Regeln und Gesetze sorgen.
    Sie haben natürlich recht, Fleisch beinhaltet nicht die langfristigen Kosten für Umweltverschmutzung und Klimawandel, die die Gesellschaft langfristig zu tragen hat. Es ist das gleiche wie bei Kohle, Öl, Kernenergie, ... Nirgendwo ist die Entsorgung des Mülls langfristig gewährleistet, d.h. in der Folge muss immer die Gesellschaft die Kosten der Spätfolgen tragen und subventioniert damit quasi den Preis.
    Man muss also ein System schaffen, in dem der langfristige Preis in die Preiskalkulation der Produzenten mit einfließt. Das ist nicht allzu schwer, erfordert aber den politischen Willen dazu.

    Ich muss Ihnen in diesem Punkt widersprechen.

    http://de.wikipedia.org/w...

    Marktversagen findet statt, wenn der Markt nicht in der Lage ist eine wirtschaftlich-optimale Verteilung der Ressourcen, durch Angebot/Nachfrage zu gewährleisten.
    Durch die externen Effekte auf die Gesellschaft, wie bereits von mir beschrieben, ist der Markt nicht mehr in der Lage die Ressourcen wirtschaftlich-optimal zu verteilen, weil Anbieter und Konsumenten diese Effekte nicht in Ihre Preisvorstellungen mit einbeziehen.

    Diese Situation beschreibt man auch als Marktversagen.

    Ich denke nicht dass es sich um Marktversagen handelt, sondern eher um überzogene bzw. falsche Vorstellungen. Der Markt schafft erstaunlich gut das, wofür er eigentlich da ist, nämlich über Wettbewerb und Produktivitätssteigerungen Produkte zu günstigen Preisen anzubieten. Der Markt ist dazu da, über Produktivitätssteigerungen den Gesamtwohlstand einer Volkswirtschaft zu steigern. Er sorgt aber nicht für fair verteilten Wohlstand, gute Arbeitsbedingungen oder Tierschutz. Zumindest nicht in seiner momentanen Form. Dafür muss die Gesellschaft durch neue Regeln und Gesetze sorgen.
    Sie haben natürlich recht, Fleisch beinhaltet nicht die langfristigen Kosten für Umweltverschmutzung und Klimawandel, die die Gesellschaft langfristig zu tragen hat. Es ist das gleiche wie bei Kohle, Öl, Kernenergie, ... Nirgendwo ist die Entsorgung des Mülls langfristig gewährleistet, d.h. in der Folge muss immer die Gesellschaft die Kosten der Spätfolgen tragen und subventioniert damit quasi den Preis.
    Man muss also ein System schaffen, in dem der langfristige Preis in die Preiskalkulation der Produzenten mit einfließt. Das ist nicht allzu schwer, erfordert aber den politischen Willen dazu.

    Ich muss Ihnen in diesem Punkt widersprechen.

    http://de.wikipedia.org/w...

    Marktversagen findet statt, wenn der Markt nicht in der Lage ist eine wirtschaftlich-optimale Verteilung der Ressourcen, durch Angebot/Nachfrage zu gewährleisten.
    Durch die externen Effekte auf die Gesellschaft, wie bereits von mir beschrieben, ist der Markt nicht mehr in der Lage die Ressourcen wirtschaftlich-optimal zu verteilen, weil Anbieter und Konsumenten diese Effekte nicht in Ihre Preisvorstellungen mit einbeziehen.

    Diese Situation beschreibt man auch als Marktversagen.

  4. Sehr geehrter Herr Foer,
    wie sind sie auf die Idee für ihren Protagonisten Oskar in Extrem laut und unglaublich nah gekommen - also ein neunmalkluges, aber liebenswertes Kind zur Hauptperson zu machen? Ist ja außerhalb von Jugendbüchern eher ungewöhnlich.
    Über eine Antwort würde ich mich freuen.

  5. Wie erklären Sie sich die Tatsache dass die US-Regierung jede Aufforderung vieler Ingenieure, Chemiker und Physiker die den Zusammenbruch des WTC untersucht haben und z.B in chemischen Analysen einen Hightechsprengstoff gefunden haben, der die Beweise dass es sich eindeutig um eine Sprengung gehandelt haben muss weiter bekräftigt, strikt ablehnt?

    Antwort auf "Recht hat er!"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Zack34
    • 17.01.2011 um 17:29 Uhr

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit einem sachlichen Beitrag oder einer Frage an den Autor. Danke. Die Redaktion/lv

    • Zack34
    • 17.01.2011 um 17:29 Uhr

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit einem sachlichen Beitrag oder einer Frage an den Autor. Danke. Die Redaktion/lv

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service