Die Autorin Sibylle Lewitscharoff wird mit dem Kleist-Preis geehrt. Sie erhalte ihn für ihr erzählerisches Werk, begründete der Präsident der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, der Kölner Literaturprofessor Günter Blamberger, die Auszeichnung.

Der Preis soll am 20. November bei einer Matinee im Berliner Ensemble übergeben werden – einen Tag vor Kleists 200. Todestag.

Lewitscharoff ist bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Für ihren Roman Pong erhielt sie 1998 den Ingeborg-Bachmann-Preis, für den Roman Apostoloff den Preis der Leipziger Buchmesse 2009. Ihr neues Werk Blumenberg soll demnächst im Suhrkamp Verlag erscheinen. Es ist eine fiktive Hommage an den Philosophen Hans Blumenberg.

Der Kleist-Preis wurde erstmals 1912 vergeben und nach einer Pause 1985 wiederbegründet. Frühere Träger waren unter anderem Bertolt Brecht, Robert Musil, Anna Seghers, Herta Müller und zuletzt Ferdinand von Schirach.