Buchbranche Großartig! Verstörend!! Ja!!!

Kaum ein Roman ist so schlimm wie das Gedröhn seines Klappentexts. Sind wir wirklich von drastischen, sezierenden, dichten Meisterwerken umgeben, die alle ihresgleichen suchen?

Früher, als die Buchproduktion noch kein Karussell war, von dem die Werke ernsthafter Autoren im Dreimonatsrhythmus heruntergeschleudert wurden, um Platz für neue Sensationen zu schaffen, früher also, da sollte der Klappentext eines Romans den Käufer (also: Leser) darüber informieren, was in dem Buch drinsteht. Wie heute gab es komplizierte und weniger komplizierte Bücher. Den Käufern der komplizierten Bücher durfte man durchaus auch einmal einen Klappentext zumuten, der nicht umgehend dazu führte, dass man sich vorkam wie in einer Dauerwerbeschleife.

Ein ganz zufällig gewähltes Beispiel: Martin Walsers Roman Jagd, erschienen 1988 als Hardcover. Der Klappentext verläuft komplett über die vordere und hintere Lasche. Sätze sind darin zu finden wie dieser: "Das Jagdmotiv, das das Konkurrenzmotiv des vorangegangenen Zürn-Romans ablöst, wird hier, handle es sich nun um Lebenssituationen oder um gesellschaftliche Bereiche, aufs vielfältigste variiert.“ Kein grandioser Satz, aber doch einer auf einem gewissen Reflexionsniveau. Vom Lektor geschrieben, möglicherweise gar vom Autor selbst.

Anzeige

23 Jahre später. Die Herbstvorschauen liegen auf dem Schreibtisch. Gute Bücher darunter, ganz bestimmt, von den Verlagen gepriesen in einer Sprache dunkelster Marketinghöllen. In der Gier nach allgemeiner Verkäuflichkeit, in der Hoffnung auf einen Bestseller, in der Angst, bloß keinen einzigen potenziellen Käufer zu verschrecken, greift der Großteil der Verlage ausgerechnet auf dem Gebiet der Literatur, wo sprachlicher Eigensinn, Individualität, Randständigkeit gefragt und gewünscht sind, nach Versatzstücken von blubberndem Heiapopeia. Es lässt sich feststellen: Kaum ein Buch dürfte so schlecht sein, als dass es seinen Klappentext verdient hätte.

Liebesgeschichten beispielsweise sind immer zart, poetisch, von poetischer Kraft oder auch verstörend. Verstörend sind sie dann, wenn sie nicht gut gehen, und wo geht die Liebe schon einmal gut? Kaum ein Buch ohne das Drama einer großen Leidenschaft, den Reigen wilder erotischer Begegnungen und hasserfüllten Streit. Verstörend kann im Übrigen alles sein. Der Leser will, so scheint man zu glauben, in allererster Linie stets verstört werden, von der Liebe, vom Krieg, von einer Kindheit, von der Gewalt, von der DDR, von einer Reise durch Südosteuropa.

Ständig suchen Menschen nach ihren Wurzeln, und das in einer Sprache, die in der deutschen Literatur ihresgleichen suche: hochmusikalisch, biegsam und leuchtend, als sei sie mit Goldfäden durchzogen. In der deutschen Literatur sucht auch in diesem Herbst sehr viel seinesgleichen: die elementare Wucht, die Strahlkraft, die Genauigkeit. Gefühlte 75 Prozent aller Bücher sind nicht nur poetisch, sondern auch noch genau oder wahlweise präzise erzählt, weswegen sie, man ahnt es, Meisterwerke sind, oder zumindest Glanzstücke, deren Lakonie, siehe oben, ihresgleichen sucht.

Streng darauf geachtet wird auch, dass die Bücher kein Leck haben, weswegen sie dicht zu sein haben, am besten auch noch atmosphärisch dicht (aber trotzdem lakonisch). Dorfromane haben Konjunktur; allerdings nur, wenn sie im Kleinen die Frage nach den ganz großen Dingen stellen. Dann werden sie nämlich zu Parabeln. Zu tief anrührenden Parabeln über das Leben und die Liebe, das Schreiben und den Tod.

Bekanntermaßen ist der durchschnittliche Buchkäufer weiblich und die durchschnittliche Frau zumindest an Emanzipation interessiert. Da liegt es auf der Hand, dass Frauenfiguren stark, aber auch verletzlich sein müssen. Wenn eine junge Frau ihren Debütroman veröffentlicht, ist es von entscheidender Bedeutung, dass er einerseits einer Generation eine Stimme gibt, andererseits aber auch in tragikomischer Suada einen kühl sezierenden Blick auf unsere Gesellschaft wirft. Man kann sich einen beliebigen Katalog greifen, mit leichter Hand, versteht sich – überall findet man düstere Kammerspiele, kafkaeske Gesellschaftsvisionen und wuchtige Zeitdokumente von drastischer Offenheit, die die Absurditäten der menschlichen Existenz freilegen.

Müde wird der Kopf von alldem, bis der Geist plötzlich wieder erwacht: "Und wieder nutzt der Erzähler sein bewährtes Gefäß (...) als das Gefäß aller Erfahrungen – für Abgründe der Vernunft, für Brückenköpfe zu offenen Horizonten, für die realistisch-antirealistische Doppelnatur des Menschen und den inneren Partisanen in jedem von uns.“ Kein Wort verstanden. Großartig. Verstörend.

 
Leser-Kommentare
  1. sind Werbung. Um einen Eindruck von einem Buch zu bekommen schlägt man es am besten auf.

    • snoek
    • 12.08.2011 um 13:51 Uhr
    2. .....

    Ich finde es unheimlich schwierig sich auf dem Buchmarkt zu orientieren. Bei Musik ist das viel einfacher, man kann ja rein hören, heute auch über You Tube bequem von zu Hause aus und so oft man will. Bei Büchern kann man auch im Laden ein, zwei Seiten lesen, aber dennoch habe ich dann schon oft Bücher weggelegt, weil sie mir zu irgendwas oder zu wenig irgendwas waren. Die Feuilletons helfen zwar, sind aber kein Wegweiser durch die Vielzahlg von Erscheinungen. Letztendlich lese ich ausschließlich das, was ich von Freunden geliehen bekomme und kaufe selbst gar keine Bücher mehr.

    Und natürlich darf man gar nicht lesen, was hinten auf dem Umschlag steht. Wie sich dort die großen deutschen Zeitungen und Magazine in Lobeshymnen auf jedes noch so drittklassige Werk ergießen ist nicht sonderlich glaubwürdig. Was bleibt ist während der Fahrzeit in der U-Bahn lethargisch auf den Schritt des Gegenübers zu starren statt zu lesen. Doof. Wenn jemand Tipps (Bloggs etc.) hat: nur her damit.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Meryll
    • 16.08.2011 um 18:43 Uhr

    Da ich selber mal ein Praktikum in der PR-Abteilung eines englischen Verlags gemacht habe, kann ich auch sagen, wie das so abläuft. Es werden etliche Ausgaben des baldig erscheinenden Buchs an Journalisten, Blogger und Fernsehredakteure, vor allen Dingen BBC, verschickt, zusammen mit einem Infoblatt zu dem Buch. Deshalb klingen viele Kritiken von Feuilletonisten in der Inhaltsbeschreibung des Buches teilweise ähnlich, da Formulierungen aus der Inhaltsbeschreibung verwendet werden, sind ja schon elegant vorformuliert.
    In England sind die Texte auf den Covern eher zurückhaltend, es wird nicht so mit schmierigen Sätzen zum Inhalt und der Sprache um sich geworfen wie in Deutschland. So kam es mir zumindest vor, wobei das natürlich vom jeweiligen Verlag abhängt. Vielmehr werden ,,Fetzen'' von positiven Kritiken auf dem Cover platziert.
    Mich freut es, wenn ein Buch zurückhaltend auf dem Cover beworben wird. Beispielsweise das supercoole Buch ,,Harold'' von dem Autor einzlkind. Auf der Rückseite wird nur Klaus Bittermann zitiert, der sagt, dass dies das erste Buch in der Verlagsgeschichte des Edition Tiamat-Verlags sei, das unverlangt eingesendet wurde, aber trotzdem erscheint. Sowas ist doch schön. :)

    @snoek
    Ein guter Blog ist der von Isabel Bogdan, eine Übersetzerin.isabelbogdan.de
    Natürlich muss man immer gucken, was einen persönlich interessiert und anspricht, Geschmäcker sind verschieden. Aber jedes Buch, das ich auf ihren Hinweis hin gelesen habe, fand ich super.

    indem ich empfehlungen v freunden bekomme, im buchladen mir wirklich zeit nehme und einfach mal durch die reihen laufe und bücher aufpicke mit einem schicken layout (was oberflächlich erscheinen mag, aber oft verstecken sich dahinter charmante werke, die ich persönl ganz nett finde, aber ja keine großen meilensteine), oft durch leseempfehlungen aus dem radio (fritz, radio1, kulturradio) oder beim zufälligem surfen auf wiki, wobei ich interessante themen oder autoren entdecke bzw dinge recherchiere, die ich bereits gelesen habe u dann einfach nachforsche u mir ein buch v den autoren aussuche... tolle bücher fallen einem nicht einfach in den schoß und vor allem nicht heutzutage. der markt wird überschwemmt mit einem haufen schundliteratur von mario barth uä, da ist es nicht verwunderlich wenn klappentexte in allgemeiner qualität leiden :)

    bin ich im übrigen die einzige die den artikel an sich nicht gut findet? (wobei ich nicht alle kommentare gelesen habe) soooo unglaaauuuublich viel bla... und letztlich keine weltbewegende klare aussage sondern wie ein bachelor studiengang von allem mal etwas angepiekt.

    • Meryll
    • 16.08.2011 um 18:43 Uhr

    Da ich selber mal ein Praktikum in der PR-Abteilung eines englischen Verlags gemacht habe, kann ich auch sagen, wie das so abläuft. Es werden etliche Ausgaben des baldig erscheinenden Buchs an Journalisten, Blogger und Fernsehredakteure, vor allen Dingen BBC, verschickt, zusammen mit einem Infoblatt zu dem Buch. Deshalb klingen viele Kritiken von Feuilletonisten in der Inhaltsbeschreibung des Buches teilweise ähnlich, da Formulierungen aus der Inhaltsbeschreibung verwendet werden, sind ja schon elegant vorformuliert.
    In England sind die Texte auf den Covern eher zurückhaltend, es wird nicht so mit schmierigen Sätzen zum Inhalt und der Sprache um sich geworfen wie in Deutschland. So kam es mir zumindest vor, wobei das natürlich vom jeweiligen Verlag abhängt. Vielmehr werden ,,Fetzen'' von positiven Kritiken auf dem Cover platziert.
    Mich freut es, wenn ein Buch zurückhaltend auf dem Cover beworben wird. Beispielsweise das supercoole Buch ,,Harold'' von dem Autor einzlkind. Auf der Rückseite wird nur Klaus Bittermann zitiert, der sagt, dass dies das erste Buch in der Verlagsgeschichte des Edition Tiamat-Verlags sei, das unverlangt eingesendet wurde, aber trotzdem erscheint. Sowas ist doch schön. :)

    @snoek
    Ein guter Blog ist der von Isabel Bogdan, eine Übersetzerin.isabelbogdan.de
    Natürlich muss man immer gucken, was einen persönlich interessiert und anspricht, Geschmäcker sind verschieden. Aber jedes Buch, das ich auf ihren Hinweis hin gelesen habe, fand ich super.

    indem ich empfehlungen v freunden bekomme, im buchladen mir wirklich zeit nehme und einfach mal durch die reihen laufe und bücher aufpicke mit einem schicken layout (was oberflächlich erscheinen mag, aber oft verstecken sich dahinter charmante werke, die ich persönl ganz nett finde, aber ja keine großen meilensteine), oft durch leseempfehlungen aus dem radio (fritz, radio1, kulturradio) oder beim zufälligem surfen auf wiki, wobei ich interessante themen oder autoren entdecke bzw dinge recherchiere, die ich bereits gelesen habe u dann einfach nachforsche u mir ein buch v den autoren aussuche... tolle bücher fallen einem nicht einfach in den schoß und vor allem nicht heutzutage. der markt wird überschwemmt mit einem haufen schundliteratur von mario barth uä, da ist es nicht verwunderlich wenn klappentexte in allgemeiner qualität leiden :)

    bin ich im übrigen die einzige die den artikel an sich nicht gut findet? (wobei ich nicht alle kommentare gelesen habe) soooo unglaaauuuublich viel bla... und letztlich keine weltbewegende klare aussage sondern wie ein bachelor studiengang von allem mal etwas angepiekt.

  2. ... sein bewährtes Gesäß und lässt ein Buch oder einen Klappentext unter sich (frei nach einer Kurzrezension von Kurt Tucholsky).

    Vielleicht sollten Klappentextautoren vor Endredaktion und Druck ihre Werke mit dem Blablameter testen unter

    http://www.blablameter.de...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    Freier Autor

    Lieber Archetyp,

    das ist an sich eine gute Idee - allerdings habe ich gestern diesen vor Phrasen nur so strotzenden Text in den Blablameter eingegeben - der bescheinigte mir dafür ein weitgehend bullshitfreies Deutsch. Merkwürdig.

    Freundliche Grüße,
    C. Schröder

    • Atilla
    • 05.10.2011 um 13:48 Uhr

    Ich habe mal spaßeshalber eine Leseprobe aus Dieter Bohlens "Der Bohlenweg: Planieren statt Sanieren" (entnommen von amazon.de) im Blablameter eingegeben. Ergebnis: enthält kein Blabla... Der Algorithmus scheint nicht so ganz richtig gewählt zu sein.^^

    Freier Autor

    Lieber Archetyp,

    das ist an sich eine gute Idee - allerdings habe ich gestern diesen vor Phrasen nur so strotzenden Text in den Blablameter eingegeben - der bescheinigte mir dafür ein weitgehend bullshitfreies Deutsch. Merkwürdig.

    Freundliche Grüße,
    C. Schröder

    • Atilla
    • 05.10.2011 um 13:48 Uhr

    Ich habe mal spaßeshalber eine Leseprobe aus Dieter Bohlens "Der Bohlenweg: Planieren statt Sanieren" (entnommen von amazon.de) im Blablameter eingegeben. Ergebnis: enthält kein Blabla... Der Algorithmus scheint nicht so ganz richtig gewählt zu sein.^^

  3. Freier Autor

    Lieber Archetyp,

    das ist an sich eine gute Idee - allerdings habe ich gestern diesen vor Phrasen nur so strotzenden Text in den Blablameter eingegeben - der bescheinigte mir dafür ein weitgehend bullshitfreies Deutsch. Merkwürdig.

    Freundliche Grüße,
    C. Schröder

    Eine Leser-Empfehlung
  4. In der Unterhaltungsliteratur waren die Klappentexte eigentlich immer schon unterirdisch. Ich bin mit Science-Fiction-Literatur aufgewachsen und habe schnell gelernt, dass da ausschließlich 'Meisterwerke' erscheinen und jedes Fließbandprodukt eines Zeilenschinders mindestens SF-Helden wie Dick/Ballard/LeGuin ebenbürtig ist.
    Seit einigen Jahren fällt mir außerdem auf, dass das Klappentextblabla mittlerweile schon die Titel erobert hat. SF-Werke heißen dann gern "Sternentanz", obwohl im Buch sich nicht einmal ein Astronaut an einem langsamen Walzer versucht, oder bei den Kollegen aus dem Horror-/Vampirschmonzettenfach heißen Werke "Höllendämmerung" bzw. "Seelenkuss". Ächz. Nach einer allen eingefleischten SF-Fans geläufigen Faustregel (genannt "Sturgeon's Law" - Näheres bei Wikipedia) sind gefühlte 90 % von allem und jedem Scheiße. Wenn ich Titelbeispiele wie die eben von mir erwähnten auf Büchern sehe, ist mir gleich klar: 'Ah, die gehören zur 90-%-Mehrheit. Klappentextlesen unnötig!'

  5. ...aber es gibt noch löbliche Ausnahmen. Ein Beispiel ist der Klappentext von "Sind Sie ein Freund von Dick Tossek?" (neue Krimi-Novelle von Volker Bitzer):

    "John ist Auftragsmörder. Das ist ein ganz einfacher Beruf: Man tötet einen Menschen und bekommt Geld dafür. Doch dieses Mal steckt Johns Messer im falschen Mann und der König der Unterwelt ist hinter ihm her. Ist die Prostituierte Rosemarie O’Dowell Johns letzte Rettung – oder nur ein weiteres Problem?"

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Immer dann, wenn auf den Literaturseiten des Leserforums der ZEIT (und anderswo) auf Werke unbekannter Autoren hingewiesen wird, werde ich äusserst misstrauisch.

    In den meisten Fällen handelt es sich um Eigenwerbung [...].

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und versehen Sie Ihre Tatsachenbehauptungen mit Verweisen auf entsprechende Quellen. Danke. Die Redaktion/vn

    Immer dann, wenn auf den Literaturseiten des Leserforums der ZEIT (und anderswo) auf Werke unbekannter Autoren hingewiesen wird, werde ich äusserst misstrauisch.

    In den meisten Fällen handelt es sich um Eigenwerbung [...].

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und versehen Sie Ihre Tatsachenbehauptungen mit Verweisen auf entsprechende Quellen. Danke. Die Redaktion/vn

  6. der Romane sind oft zu lang,sondern auch die Bücher haben mittlerweile schon einen beträchtlichen Umfang.
    Einige Bücher fangen sehr gut an und lassen dann stark nach.
    Ein Rätsel ist mir auch, wie ein Autor manchmal im Jahr 2 oder 3 Romane auf den Markt bringt.Der hat sicher lange geübt und hatte ein großes Archiv.

    • UsH
    • 12.08.2011 um 14:57 Uhr

    Das, was die Literaten an Wirklichkeit darstellbar machen, das, was greift, wird mit großer Zwangsläufigkeit aufgesaugt, amalgamiert, plagiiert - und dann benutzt, kommerzialisiert, wieder und wieder, bis von der ursprünglichen Bedeutung, die einst die Seele berührte, nichts mehr übrigbleibt. Erst haben wir den Roman verschlungen, dann seine Sprache uns. Und jetzt sind wir ein Teil davon.
    In der Privatheit, der Verweigerung, kann ich dem als Autor und als Konsument entgehen: als Autor, indem ich nichts (oder nur wenig) auf die "Erfolgskriterien" gebe, als Konsumer(Leser), indem ich so lange suche, bis ich die Autoren gefunden habe, die sich ebenfalls- wie ich- diesem Zeitgeist verweigern und ihr eigenes machen. Woraus wieder, bei genügend Ausdauer, ein neuer Kult entsteht und die Sach von vorn losgeht.
    Das gute daran: Prätentiöse, künstliche SprachMuster halten nur für eine Weile, dann schreit der Geist nach Authentizität oder- noch besser- nach der Wahrheit. Und die ist nur unter bestimmten Bedingungen kommerziell.

    Fazit: Wir sind verantwortlich dafür, wo wir hinschauen. (A.Camus)

    Was die Klappentexte angeht, mache ich mir keine Sorgen: man sieht die Absicht und ist verstimmt.Versuch macht klug.
    Dank an alle Kulturschaffenden, die versuchen, mich zu begeistern und das Niveau des Zusammenlebens in diesem Land zu erhöhen.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service