Der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf starb am 26. August 2013. © Mathias Mainholz

Der schwer krebskranke Berliner Autor Wolfgang Herrndorf ist mit dem Preis der Leipziger Buchmesse geehrt worden. Der 1965 in Hamburg geborene Schriftsteller erhielt die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung in der Kategorie Belletristik für den Roman Sand .

Sand ist ein Thriller , ein Spiel um Gewalt, Verfolgung, Selbstsuche und Tod. In der Begründung der Jury hieß es: "Was diesen Roman so einzigartig macht, ist, mit welcher Leichtigkeit, welcher Eleganz im Ton und welchem Sinn von Komik Wolfgang Herrndorf diese absolute Alptraumszenerie erzählt."

In der Kategorie Belletristik waren neben Herrndorf Sherko Fatah Anna Katharina Hahn, Jens Sparschuh und Thomas von Steinaecker mit ihren aktuellen Büchern nominiert.

"Verbrannte Erde" ausgezeichnet

Den ebenfalls mit 15.000 Euro dotierten Preis in der Sparte Sachbuch und Essayistik erhielt Jörg Baberowski für Verbrannte Erde – Stalins Herrschaft der Gewalt . Außerdem wurde Christina Viragh für ihre Übersetzung von Peter Nádas' Roman Parallelgeschichten ausgezeichnet.

Bis zum Sonntag werden auf Deutschlands zweitgrößter Buchmesse etwa 160.000 Besucher erwartet. Auf dem Leipziger Messegelände präsentieren sich 2.071 Verlage aus 44 Ländern. Zahlreiche Autoren lesen aus ihren neuen Werken. Unter ihnen ist auch Christian Kracht mit seinem umstrittenen Buch Imperium .

Im Gegensatz zur Frankfurter Buchmesse ist die Bücherschau in Leipzig an allen Tagen für das Publikum geöffnet. Sie gilt als ein erster Stimmungstest für die Buchbranche in diesem Jahr.