"Fahrenheit 451": Science-Fiction-Autor Bradbury gestorben
Er schrieb Romane, Drehbücher und Kurzgeschichten: Der Schriftsteller Ray Bradbury ist tot. Mit "Fahrenheit 451" schuf er ein Mahnmal gegen staatliche Zensur.
© Michael Buckner/getty images

Ray Bradbury
Der Science-Fiction-Schriftsteller Ray Bradbury ist tot. Wie seine Familie mitteilte, starb der Autor von Fahrenheit 451 und der Mars-Chroniken im Alter von 91 Jahren in Kalifornien. Mit den Mars-Chroniken aus dem Jahr 1950 gelang dem Verfasser von insgesamt mehr als 600 Kurzgeschichten und 30 Romanen der Durchbruch. Er schildert darin die Versuche von Menschen, den Planeten Mars zu kolonisieren.
Bradburys berühmtestes Werk ist der drei Jahre später veröffentlichte Roman Fahrenheit 451, den der französische Regisseur François Truffaut 1966 verfilmte. Die Temperatur Fahrenheit 451 entspricht 232 Grad Celsius, dem Hitzegrad, bei dem Bücherpapier Feuer fängt und verbrennt. In dem von Bradbury geschilderten Staatswesen verbrennt die Feuerwehr Bücher – ein Plädoyer des Autors gegen Zensur, Konformismus und Totalitarismus.
Bradbury verfasste auch Theaterstücke und Drehbücher, beispielsweise für den Film Moby Dick von John Huston aus dem Jahr 1956, aber auch für Fernsehserien wie Die Vierte Dimension oder für Episoden von Alfred Hitchcock präsentiert. Erst am vergangenen Montag war im US-Magazin New Yorker noch ein Essay Bradburys über seine Motivation, Science-Fiction-Literatur zu schreiben, erschienen.
Die "politischen Ängste einer Generation"
Der Sohn eines Technikers und einer schwedischstämmigen Mutter wurde im August 1920 im US-Bundesstaat Illinois geboren. Im Alter von 14 Jahren zog er mit seinen Eltern nach Los Angeles. Drei Jahre später erschien seine Kurzgeschichte Script in einer Science-Fiction-Zeitschrift. In einem Interview aus dem Jahr 2000 sagte Bradbury, am amüsantesten in seinem Leben sei gewesen, morgens aufzuwachen und zu seiner Schreibmaschine zu rennen, weil er immer eine neue Idee gehabt habe.
Die Los Angeles Times schrieb zu seinem Tod: "Manche sagen, er habe das Genre Science-Fiction in das Reich der Literatur erhoben". Die New York Times meinte über den "Meister der Science-Fiction", er habe die Stilrichtung zur literarischen Normalität gemacht. "Sein Name wird ganz oben auf der Liste der großen Science-Fiction-Schreiber des 20. Jahrhunderts erscheinen, zusammen mit Isaac Asimov, Arthur C. Clarke, Robert A. Heinlein und Stanislaw Lem." Laut der britischen Zeitung Guardian hat es Bradbury geschafft, die "politischen Ängste einer Generation einzufangen".
Den begehrten Pulitzer-Preis hat Bradbury indes nie bekommen. 2007 erhielt er aber eine besondere Erwähnung von den Pulitzer-Juroren, die seine "produktive und einflussreiche Karriere" lobten. Auch für den Oscar reichte es nicht, er war für sein Moby-Dick-Drehbuch aber nominiert. Zahlreiche Preise bekam er dennoch, unter anderem den Fernsehpreis Emmy für das Drehbuch von The Halloween Tree, einem auf seinem gleichnamigen Buch basierenden Trickfilm.






Damals, als Science Fiction noch politisch war, als es um Zukunftsmodelle statt Laserschwerter ging. Wo sind sie hin, die Verlagsprogramme von Heyne, Ullstein 2000, Fischer Orbit? Nur noch Star Dreck und Muppets in Space. Selbst William Gibson hat inzwischen aufgegeben. Und Asimov ist Will Smith in die Hände gefallen.
Ich liebe Fahrenheit. Sowohl das Buch, als auch den Film. Auch die Mars Chroniken sind einzigartig.
Aber genau das ist Star Wars auch. Auch wenn Sie es nicht mögen, hat Lukas mit Star Wars eine neues Universum aufgemacht. Wobei Star Wars nichts mit einer klassischen Science Fiction Geschichte zu tun hat. Star Wars ist ein Märchen, ein bis in Detail liebevoll gestaltetes. Star Wars ist ein Cowboyfilm, eine Liebesgeschichte, ein Ritterepos. Und selten wurden Gut und Böse so wunderbar dargestellt wie in SW. Nur weil es im "Weltraum" spielt und mit "Laserwaffen" aller möglichen Art gekämpft wird, ist es noch lange kein Science Fiction. Ich befürchte, Sie haben es nie gesehen oder ganz einfach nicht verstanden.
Für Star Trek gilt: Auch in dieser Serie oder in den Filmen geht es um die Kolonialisierung von Planeten. Um di Erforschung fremder Welten und ihre Spezies. Natürlich ist das Hollywood und soll nicht "Fulltime Galileo" sein. Deshalb gibt's da auch mal hübsch Action.
Und wenn Sie schon vergleichen, dann sollten wir entweder nur von Büchern oder nur Filmen reden. Bradbury war Schreiber und seine Werke waren demnach Bücher. SW ist eben Film. Und Roddenberry hat seine Geschichten für Raumschiff Enterprise geschrieben. Star Trek war der Nachfolger. Auch für das Fernsehen oder Kino.
Auch Roddenberry war ein Großer. Und Lukas ist es eh.
cheers
Ihrem Pauschalurteil über Film- & Fernseh-Science-Fiction kann ich leider nicht zustimmen. Insbesondere Gene Roddenberry hat mit Star Trek eine Utopie geschaffen, die ähnliches vermitteln kann, wie Bradbury und andere mit dystopischen Werken wie Fahrenheit 451. Die Star Trek Serien zeigen einerseits eine post-materialistische, humanistische Gesellschaft und konfrontieren den Zuschauer dennoch mit gesellschaftspolitischen Problemen der Gegenwart. Es werden somit nicht nur Abgründe gezeigt, sondern auch Hoffnung vermittelt.
Leider wird heutzutage - und da stimme ich Ihnen zu - dieser Form der Fernsehunterhaltung die actiongeladenere Variante vorgezogen.
Ich liebe Fahrenheit. Sowohl das Buch, als auch den Film. Auch die Mars Chroniken sind einzigartig.
Aber genau das ist Star Wars auch. Auch wenn Sie es nicht mögen, hat Lukas mit Star Wars eine neues Universum aufgemacht. Wobei Star Wars nichts mit einer klassischen Science Fiction Geschichte zu tun hat. Star Wars ist ein Märchen, ein bis in Detail liebevoll gestaltetes. Star Wars ist ein Cowboyfilm, eine Liebesgeschichte, ein Ritterepos. Und selten wurden Gut und Böse so wunderbar dargestellt wie in SW. Nur weil es im "Weltraum" spielt und mit "Laserwaffen" aller möglichen Art gekämpft wird, ist es noch lange kein Science Fiction. Ich befürchte, Sie haben es nie gesehen oder ganz einfach nicht verstanden.
Für Star Trek gilt: Auch in dieser Serie oder in den Filmen geht es um die Kolonialisierung von Planeten. Um di Erforschung fremder Welten und ihre Spezies. Natürlich ist das Hollywood und soll nicht "Fulltime Galileo" sein. Deshalb gibt's da auch mal hübsch Action.
Und wenn Sie schon vergleichen, dann sollten wir entweder nur von Büchern oder nur Filmen reden. Bradbury war Schreiber und seine Werke waren demnach Bücher. SW ist eben Film. Und Roddenberry hat seine Geschichten für Raumschiff Enterprise geschrieben. Star Trek war der Nachfolger. Auch für das Fernsehen oder Kino.
Auch Roddenberry war ein Großer. Und Lukas ist es eh.
cheers
Ihrem Pauschalurteil über Film- & Fernseh-Science-Fiction kann ich leider nicht zustimmen. Insbesondere Gene Roddenberry hat mit Star Trek eine Utopie geschaffen, die ähnliches vermitteln kann, wie Bradbury und andere mit dystopischen Werken wie Fahrenheit 451. Die Star Trek Serien zeigen einerseits eine post-materialistische, humanistische Gesellschaft und konfrontieren den Zuschauer dennoch mit gesellschaftspolitischen Problemen der Gegenwart. Es werden somit nicht nur Abgründe gezeigt, sondern auch Hoffnung vermittelt.
Leider wird heutzutage - und da stimme ich Ihnen zu - dieser Form der Fernsehunterhaltung die actiongeladenere Variante vorgezogen.
R.I.P
Gestern abend habe ich mir noch das Hörspiel von Fahrenheit 451 zum einschlafen angemacht.
Heute lesen ich das er verstorben ist.
Ja, er war ein sehr kreativer Kopf.
Danke Ray Bradbury für die tollen Geschichten
"der illustrierte Mann" ist auch ein tolles Buch
...ist leider gestorben.
Bradbury und Bukowsky sind DIE zwei Gründe warum ich als Teenager Englisch gelernt habe.
"Something wicked this way comes" und "Dandelion Wine" sind zwei Bücher die man in Englisch gelesen haben muss. Sein Spiel mit Wörtern und der (englischen)Sprache ist eine Meisterleistung.
Fast alles was er geschrieben hat ist politisch, sei es Fahrenheit 451, der illustrierte Mann oder die Marschroniken.
Viele seiner Kurzgeschichten haben Hollywood Filme inspiriert.
Es bleibt der Trost, dass er ein hohes Alter erreichte und bis zum Schluss aktiv war.
"And what, you ask, does writing teach us?
First and foremost, it reminds us that we are alive and that it is gift and a privilege, not a right. We must earn life once it has been awarded us. Life asks for rewards back because it has favored us with animation.
So while our art cannot, as we wish it could, save us from wars, privation, envy, greed, old age, or death, it can revitalize us amidst it all."
Ray Bradbury
@Redaktion: Es war pikanterweise die Feuerwehr, nicht die Polizei, die in Fahrenheit 451 die Bücher verbrannte.
Sehr geehrte/r atencion,
Sie haben Recht: Es ist die Feuerwehr und nicht die Polizei, die im Roman die Bücher aufspürt und vernichtet. Wir haben das korrigiert.
Danke für Ihren Hinweis und viele Grüße aus der Redaktion.
Sehr geehrte/r atencion,
Sie haben Recht: Es ist die Feuerwehr und nicht die Polizei, die im Roman die Bücher aufspürt und vernichtet. Wir haben das korrigiert.
Danke für Ihren Hinweis und viele Grüße aus der Redaktion.
Für mich war er einer der Besten und wird es noch lange sein... RIP
...aber trotzdem mal kurz sagen, dass es wunderbar war und sein Schöpfer in Frieden ruhen möge.
Ansonsten, wie mein Vorkommentator schon angemerkt hat: Liebe Redaktion, bitte "Polizei" zu "Feuerwehr" ausbessern. Sonst wär's peinlich! ;)
Wenn man sich "Fahrenheit 451" nochmal zur Hand nimmt erkennt man die visionäre Kraft dieses Autoren. Egal ob es um den abstumpfenden Konsum von daily soaps und das verschwinden in dieser Traumwelt oder die künstliche, permanente Kriegssituation des Staats ging (Kampf gegen den Terror?) um die Bürger zu kontrollieren.
Hatte gerade gestern "I Sing the Body Electric" ausgelesen, dann die Nachricht gelesen.
Möge er als mechanische Großmutter zu uns zurückkehren.
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