Literatur : Jérôme Ferrari erhält den Prix Goncourt

Der begehrteste Literaturpreis Frankreichs geht an einen Philosophielehrer. Er erhält ihn für ein Buch, in dem sich Konflikte der Menschheitsgeschichte widerspiegeln.
Der französische Autor Jerome Ferrari mit seinem Buch "Le sermon sur la chute de Rome" (etwa: Der Eid auf den Niedergang Roms) © Benoit Tessier/Reuters

Der wichtigste französische Literaturpreis, der Prix Goncourt , geht in diesem Jahr an Jérôme Ferrari für seinen Roman Le sermon sur la chute de Rome (etwa: Die Predigt über den Niedergang Roms). Wie die Jury bekanntgab, wurde Ferrari im zweiten Wahlgang gewählt. Der 1968 in Paris geborene Autor stand als Favorit auf fast allen Shortlists der diesjährigen französischen Literaturpreise.

Das Buch handelt von einer Bar in Korsika , die zum Dreh- und Angelpunkt von Hoffnungen, Enttäuschungen und Konflikten wird. In ihnen spiegeln sich Konflikte der gesamten Menschheitsgeschichte wider.

Le sermon sur la chute de Rome ist das sechste Werk des Philosophielehrers. Im Jahr 2011 erschien auf Deutsch sein preisgekrönter Roman Und meine Seele ließ ich zurück . Ferrari unterrichtet am französischen Gymnasium in Abu Dhabi. Zuvor arbeitete und lebte er in Algier und auf Korsika.

Der erstmals 1903 vergebene Prix Goncourt ist mit symbolischen zehn Euro dotiert. Die Auszeichnung beschert ihren Trägern allerdings meist wochenlange Platzierungen in den Bestsellerlisten.

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