Die Leipziger Buchmesse hat die 15 Autoren bekannt gegeben, die in diesem Jahr für den Buchpreis nominiert sind. In der Kategorie Belletristik sind es die Schriftsteller Ralph Dohrmann (Kronhardt), Birk Meinhardt (Brüder und Schwestern) und David Wagner (Leben). Außerdem finden sich zwei junge und noch relativ unbekannte Schriftstellerinnen auf der Shortlist: die 1983 geborene Freiburger Schriftstellerin Lisa Kränzler (Nachhinein) und die 1984 geborene Wienerin Anna Weidenholzer (Der Winter tut den Fischen gut).

Die Gewinner werden am 14. März bekannt gegeben. Die Leipziger Buchmesse vergibt diese Auszeichnungen zum neunten Mal. Das Preisgeld beträgt insgesamt 45.000 Euro.

Neben der Belletristik zeichnet die aus sieben Literaturkritikern bestehende Jury in zwei weiteren Kategorien aus. Als Sachbücher wurden Die Belasteten: Euthanasie 1939-1945 von Götz Aly, Der aufrechte Gang: Eine Geschichte des anthropologischen Denkens von Kurt Bayertz, Faces: Eine Geschichte des Gesichts von Hans Belting, Die Gruppe 47: Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb von Helmut Böttiger und Gekaufte Zeit: Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus von Wolfgang Streeck nominiert.

In der Kategorie Übersetzung gab es folgende Nominierungen: Eva Hesse, die das Buch Die Cantos von Ezra Pound aus dem Englischen übersetzte, Maralde Meyer-Minnemann (Der Archipel der Schlaflosigkeit, aus dem Portugiesischen, von António Lobo Antunes), Alexander Nitzberg (Meister und Margarita, aus dem Russischen, von Michail Bulgakown), Claudia Ott (101 Nacht aus dem Arabischen erstmals ins Deutsche übertragen nach einer Handschrift des Aga Khan Museums) und Andreas Tretner (Briefsteller, aus dem Russischen, von Michail Schischkin).