Literatur: Schriftsteller Chinua Achebe gestorben
Der nigerianische Autor Chinua Achebe ist tot. Er wurde durch seinen Roman "Okonkwo oder Das Alte stürzt" und die Kritik an der afrikanischen Politik bekannt.
© Ralph Orlowski/Reuters

Der nigerianische Autor Chinua Achebe (Archiv)
Der nigerianische Schriftsteller Chinau Achebe ist tot. Er galt als einer der Väter der afrikanischen Literatur. Achebe sei im Alter von 82 Jahren gestorben, teilte sein Verlagshaus in London mit. Nigerianischen Medien zufolge starb Achebe in einem Krankenhaus in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts.
Achebe ist 1958 mit seinem Erstlingswerk Okonkwo oder Das Alte stürzt bekannt geworden. Insgesamt verfasste er mehr als 20 Bücher und beschäftigte sich dabei oft mit der politischen Situation in Afrika.
Für sein Schaffen erhielt Achebe zahlreiche Preise, unter anderem den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. In der Begründung würdigte ihn die Jury 2002 als eine "der kräftigsten und zugleich subtilsten Stimmen Afrikas in der Literatur des 20. Jahrhunderts".
Professor in England, USA und Nigeria
Neben seinem literarischen Schaffen, mit dem er oft die Kritik der nigerianischen Regierung auf sich zog, war Achebe bekannt für sein politisches Engagement. Zudem lehrte er als Professor an englischen, amerikanischen und nigerianischen Universitäten.
Seit einem schweren Verkehrsunfall im Jahr 1990 saß der Nigerianer im Rollstuhl. Die Familie gab nun bekannt, dass Achebe infolge kurzer Krankheit gestorben sei.








Fuer alle, die seine Romane und Geschichten gelesen haben, ist zumindest ein Teil seines Weggangs ermesslich. Fuer alle anderen lohnt es sich "Things Fall Apart" im englischen Original zu lesen, und wirken zu lassen. Weltliteratur im eigentlichen Sinne.
Danke.
Vielen Dank für Ihre Artikel über den verstorbenen Chinau Achebe, sowie über Chimamanda Ngozi Adichie, die wirklich eindrucksvolle Romane (Black Hibiscus) über die Nigeria geschrieben hat. Auch Achmadou Kouruma gehört zu den besten Kommentatoren für das Postkoloniale Afrika (Allah n'est pas obligé, En attendant les bêtes sauvages etc). Ich gratuliere auch zu dem neulich erschienen Artikel über die wahren Probleme Frankreichs mit dem Krieg in Mali und hoffe, es gibt Leute, die manchmal Fela Kuti hören (ein Rockstar, wohl der einzige, der ein Angebot ablehnte, mit den Beatles Aufnahmen zu machen. Begründung: Sollen McCartney und Konsorten doch einfach nach Lagos kommen ... Ich finde diese Künstler viel informativer als das meiste, was man an Artikeln von Journalisten über Afrika findet. Leider weiss ich nicht, inwieweit Übersetzungen von Kouruma oder Chimamanda in Deutschland greifbar sind, aber wer Französisch und Englisch kann, ist eh besser bedient.
und Things fall apart. Chinua Achebe war ein ganz grosser Schriftsteller.
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