Renate von Mangoldt : So sieht es aus, das Literarische Leben

Die Fotografin Renate von Mangoldt hat über knapp sechs Jahrzehnte Schriftsteller begleitet und porträtiert. Ihre Chronik ist ein Geschenk einer begeisterten Leserin.

Ein halbes Jahrhundert hat Renate von Mangoldt Autorinnen und Autoren fotografiert und ihr Lebenswerk nun in einem imposanten Bildband dokumentiert. Er ist das Geschenk einer Leserin, die nicht nur den Büchern zugeneigt ist, sondern auch denjenigen, die sie schreiben. Und wir sind die Beschenkten. Die Fotografin hat in Autoren. Fotografien 1963-2012 nicht nur eine Chronik des Literarischen Lebens vorgelegt, sondern auch ein Buch, das von Freundschaft und Distanz, von Wünschen, enttäuschten Hoffnungen und Zurichtungen erzählt.

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Literarische Lebensstarre

Immer wieder dieser Eindruck der Verschlossenheit und Unnahbarkeit, den vornehmlich deutsche Schriftsteller bei mir hinterlassen. Gefangen in sich selbst, das Schreiben als Kontaktaufnahme mit der Außenwelt? Ich frage mich, ob das nun eine Reaktion auf die Umwelt ist oder ob das Publikum und die Medien gerne die Meister der Schrift so sehen wollten. Unergründlich, mit der Aura des Leidenden an sich selbst und an der Welt. Die blinden Seher nach der großen Katastrophe im Neubeginn aus Ruinen mit seinen Wiedersprüchen und Altlasten. Vielleicht liegt es wirklich daran, dass Literatur in Deutschland nach dem Krieg immer auch politisch zugeordnet wurde. Leider haben sich die Schriftsteller und Schriftstellerinnen all zu schnell vor diesen Karren spannen lassen.