LiteraturpreisLydia Davis mit dem internationalen Booker-Preis geehrt

Sie ist eine Meisterin der kurzen Form. Die US-amerikanische Autorin Lydia Davis erhält für ihr Gesamtwerk die renommierte britische Auszeichnung.

Die amerikanische Autorin Lydia Davis

Die amerikanische Autorin Lydia Davis  |  © Will Oliver/AFP/Getty Images

Der Man Booker International Prize 2013 geht an die amerikanische Autorin Lydia Davis. Die mit 60.000 Pfund dotierte Auszeichnung wird alle zwei Jahre für ein Gesamtwerk in englischer Sprache vergeben.

Davis wurde 1947 in Northhampton im US-Bundesstaat Massachusetts geboren und lebt heute in New York. In erster Linie verfasst sie Kurzgeschichten – viele von ihnen sind nur wenige Sätze lang. Ihr bislang einziger Roman ist auf Deutsch unter dem Titel Das Ende der Geschichte erschienen.

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Der Vorsitzende der Jury, Sir Christopher Ricks, hob bei der Preisverleihung im Victoria and Albert Museum in London die Einzigartigkeit der Literatur Davis' hervor. Die Werke könnten als Geschichten bezeichnet werden, aber genauso als Miniaturen, Anekdoten, Witze, Parabeln, Gebete, Aphorismen "oder einfach als Beobachtungen", sagte Ricks laut Mitteilung auf der Website "The Man Booker Prize".

Vor zwei Jahren hatte der US-Autor Philip Roth den internationalen Preis erhalten. Er wurde 2005 als Ergänzung zum Booker Prize geschaffen, der wichtigsten britischen Literaturauszeichnung. Letztere wird nur Autoren vergeben, die aus Großbritannien und dem Commonwealth stammen. 



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Leserkommentare
  1. Was ist denn los im Moment? Erst stirbt Sarah Kirsch, jetzt bekommt Lydia Davis auch noch den MBP - huiui.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, mpi
  • Schlagworte Commonwealth | Literatur | Aphorismus | Auszeichnung | Autor | Geschichte
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