Deutschland ist ein starkes Land. Wir haben es geschafft, vom Krisenmodus in den Krisenlösungsmodus zu kommen. Das Unternehmen will nicht nur die Arbeitskraft, es will den ganzen Menschen: seine Motivation, seine Kreativität, sein Wissen, um Kosten zu sparen und die Leistung noch mehr zu steigern. Das geht nur mit uns.

Deutschland ist ein neugieriges Land. Die Frage, was ein gutes Leben ausmacht, stellt sich für immer mehr Menschen. Unsere Antwort ist demokratisch, kreativ und offen für Neues. Wichtigstes Ziel bleibt die Einnahme der Steuern – niemand darf sich entziehen. Um diese grundlegende Frage geht es bei der Bundestagswahl 2013.

Deutschland ist ein offenes Land. Deutschlands reizvolle Landschaften sind ein Aushängeschild und Anziehungspunkt für viele Menschen in der ganzen Welt. Kriege, Verfolgung, Vertreibung und Klimaveränderungen zwingen viele Menschen zur Flucht. Für sie und ihre Familien muss unser Land zum Leben und Arbeiten noch attraktiver werden. Sie sind eine Bereicherung für unser Land. Niemand darf zurückbleiben. Die Menschen sollen selbst entscheiden, wie sie leben wollen. Barrierefreiheit soll zu einem Qualitätsmerkmal des Deutschlandtourismus werden.

Die Menschen in unserem Land haben in den vergangenen Jahren Enormes geleistet. Die Lebenserwartung steigt stetig an. Die Menschen leben in unterschiedlichen Modellen allein oder miteinander. Sie sind praktisch permanent in der Probezeit und können kaum die nötige Sicherheit für ihre Lebensplanung gewinnen. Gleichzeitig aber werden weniger Kinder geboren und die Einwohnerzahl sinkt. Wir werden älter und weniger. Das Ende ist bekannt.

Heute haben uns viele Länder überholt. Von den über sieben Milliarden Menschen auf der Welt lebt heute nur noch gut jeder Hundertste in Deutschland. Viele Bereiche unserer Wirtschaft sind auf Rohstoffe angewiesen, die es in unserem Land nicht gibt. Denn Wissen ist der wichtigste Rohstoff unseres Landes. Gegenwärtig ist die Bundesrepublik allenfalls mittelmäßig – mittelmäßig aktiv, wenig kompromiss- und kaum reformbereit. Nach Jahren des Booms steckt sie in einer Krise. Was sie aber hat, ist ein Erfahrungs- und Kompetenzvorsprung im Umgang mit sozialen und regionalen Ungleichheiten.

Unsere Welt ist im Umbruch. Täglich werden Tausende Verbraucherinnen und Verbraucher Opfer illegaler Werbeanrufe mit dem Ziel, ihnen ungewollte Verträge unterzuschieben. Auch online wird gemobbt, abgezockt und betrogen, werden Straftaten mithilfe der neuen Möglichkeiten des Internets begangen. Einzelne profitieren so auf Kosten der Gesellschaft. Abweichungen von der Norm sind schwer zu leben, Fälle von Essstörungen nehmen zu, ebenso wie der Anteil von Schönheitsoperationen. Diese Probleme haben inzwischen ganz Deutschland erreicht.

Risiken machen nicht an Grenzen halt. Einzelne Dörfer und ganze Regionen werden einfach abgehängt. Die Bevölkerung ganzer Quartiere wird ausgewechselt. Viele Menschen sind von einer der großen Volkskrankheiten betroffen: Krebs, Stoffwechselstörungen, Herz-Kreislaufleiden, Demenz oder Lungenerkrankungen. Ein Sechstel der Menschheit hungert, Umweltzerstörung und Klimawandel schreiten voran, Staaten zerfallen, Flüchtlingsströme nehmen zu. Allein 2012 sind die Heizkosten um 12% gestiegen. Was ist daran gerecht? Der globale Krieg gegen Drogen ist gescheitert. Und in den Meeren schwimmen bald mehr Plastikabfälle als Fische. Jeden Tag werden Tier- und Pflanzenarten vom Menschen ausgerottet. Es gibt in Deutschland rund 2.000 verschiedene Apfelsorten, aber im Supermarkt finden sich in der Regel immer die vier gleichen Sorten. Wir wollen die leisen und unterrepräsentierten Stimmen hörbar machen.

Und leider haben die miesen Jobs massiv zugenommen. Viele wollen gerne mehr arbeiten, bekommen aber keinen anderen Job. Wenige sammeln großen Reichtum in ihren Händen. Wer zu wenig Geld hat, ist außen vor. Immer mehr Menschen arbeiten länger und immer häufiger wird an Stelle eines langen Erholungsurlaubs ein Kurzurlaub gebucht. So werden vorhandene Krisen geschürt und neue geschaffen.

Der Weg des Kindes

Freie Zeit ist ungleich verteilt, zwischen den Geschlechtern, Klassen, Berufsgruppen. Oft sind Eltern nicht verheiratet. Das gilt insbesondere für Alleinerziehende. Kinderarmut ist weit verbreitet, und die Lebenserwartung von Männern, die im Niedriglohnsektor arbeiten, sinkt.

Wir arbeiten für noch mehr Arbeitsplätze. Jobcenter bieten häufig nicht die Hälfte von dem, was wir uns von ihnen erwarten. Wir setzen uns für eine Erhöhung der Beschäftigtenquote auf 6% ein. Langfristig ist eine deutlich höhere Quote notwendig. Der wissenschaftliche Beirat des Wirtschaftsministeriums etwa spricht sich für eine Quote von 10% aus. In der akademischen Diskussion sind auch noch höhere Quoten im Gespräch.

Vor allem sagen wir Ja zu Kindern. Familie und Kinder gehören für die große Mehrheit der Frauen und Männer in unserem Land zu einem glücklichen Leben. Damit wird zugleich der Bedarf an Wasser, Nahrungsmitteln, Energie und Rohstoffen ganz erheblich steigen.

Kinder sind geborene Entdecker und Forscher. Wir werden weiterhin dafür sorgen, dass sie auf eine gute technische Ausstattung bei ihren oft gefährlichen Einsätzen zurückgreifen können. Leider gibt es eine wachsende Zahl von Kindern, die zu Hause von ihren Eltern nur unzureichend die deutsche Sprache lernen. Ihre Zahl geht in die Millionen. Mit dieser Dagegen-Haltung nehmen sie billigend in Kauf, dass Regionen wirtschaftlich geschwächt und von der Entwicklung in anderen Teilen unseres Landes abgekoppelt werden.

Viel zu oft steht schon bei der Geburt fest, wohin der Weg des Kindes führt. Auf dem Weg dahin gilt es, viele Schritte zu gehen. Obwohl das Ziel bis heute noch nicht ganz erreicht ist, sagen wir: Dabei dürfen wir nicht stehen bleiben.

Wir wollen junge Frauen und Männer ermutigen, sich für Kinder zu entscheiden. Bislang sind es vor allem Menschen unter 40 Jahren, die diesen Schritt wagen. Frauen sind überproportional davon betroffen. Im Regelfall soll auch ein Altersunterschied von 50 Jahren zwischen dem Kind und den Eltern keinen Zweifel an der Erziehungsfähigkeit begründen. Wir wollen für diese altersgemischten Teams werben.

Dazu wollen wir uns für ein neues Bild vom Alter einsetzen. Der öffentliche Dienst soll hier als Vorbild dienen. Denn vieles, was gut für ältere Menschen ist, ist auch gut für junge Familien. Unser Ziel ist es die besten Ideen zu finden und umzusetzen. Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen und Züge mit niedrigen Einstiegen sind für Rollatoren und Rollstühle genauso wichtig wie für Kinderwagen. Wir wollen keinen bevormundenden Staat, der den Menschen vorschreibt wie sie sich fortbewegen sollen. Bis zum Jahr 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen unterwegs sein. Das gilt insbesondere in der Nähe von Schulen und Kindergärten.

Die Wirtschaft schätzt den Wert älterer Arbeitnehmer zunehmend. In einer älter werdenden Gesellschaft wird auch der Anteil der Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen steigen, die genau das tun wollen, was für alle selbstverständlich ist: Arbeiten, Einkaufen, Sport treiben, Reisen, ins Kino gehen, Museen und Ausstellungen besuchen oder im Internet surfen. Sie sollen schnell und unkompliziert Produkte vergleichen und eine bewusste Kaufentscheidung treffen können. Schließlich muss gelten: Wer bestellt, der bezahlt.