Großbritannien : Erstmals schwarze Afrikanerin für den Man-Booker-Preis nominiert

NoViolet Bulawayo konkurriert mit fünf Schriftstellern um den wichtigsten britischen Literaturpreis. Sie kritisiert die politische Lage in ihrem Heimatland Simbabwe.
Werke der für den Man-Booker-Preis nominierten Autoren © David M. Benett/Getty Images

Mit der aus Simbabwe stammenden NoViolet Bulawayo ist erstmals eine schwarze Afrikanerin für den renommierten Man-Booker-Preis nominiert worden. Sie fühle sich sehr geehrt, zumal der halb autobiographische Roman We Need New Names (Wir brauchen neue Namen) ihr erster sei, sagte Bulawayo.  

Der Man-Booker-Preis wird jährlich für einen englischsprachigen Roman eines Schriftstellers aus dem Vereinigten Königreich, Irland oder dem Commonwealth vergeben. 2013 stehen neben Bulawayo die Schriftsteller Colm Toibin, Jim Crace, Jhumpa Lahiri, Ruth Ozeki und Eleanor Catton auf der Shortlist

Die mit 50.000 Pfund (62.000 Euro) dotierte Auszeichnung wird am 17. Oktober vergeben. Im vergangenen Jahr erhielt Hilary Mantel bereits zum zweiten Mal den wichtigsten britischen Literaturpreis.

"Nicht gesund in einer Demokratie"

Bulawayo forderte eine neue politische Führung für ihr Heimatland Simbabwe, wo der seit 33 Jahren amtierende Präsident Robert Mugabe im Juli für weitere fünf Jahre wiedergewählt wurde.

Seit ihrer Geburt habe Simbabwe dieselbe Führung gehabt, sagte die 31-jährige Schriftstellerin, die als Elizabeth Zandile Tshele geboren wurde. "Das ist wirklich nicht gesund in einer Demokratie." Simbabwe brauche "neue Ideen und neue Persönlichkeiten". Bulawayo verließ ihre Heimat vor 13 Jahren und kehrte dieses Jahr zum ersten Mal zurück. Sie sei "schockiert" über den Zustand Simbabwes, dem "fähigen und schönen Land meiner Kindheit".

Verlagsangebot

Leseperle der Woche

Entdecken Sie jede Woche neue Bücher und lesen Sie vorab erste Auszüge!

Alle Buchtipps

Kommentare

1 Kommentar Kommentieren