Der stationäre Buchhandel hat nach zuletzt rückläufigen Umsätzen 2013 einen Zuwachs um 0,9 Prozent erzielt. Das teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit. Zugleich zeichne sich außerdem ein Rückgang der Umsätze im Internethandel ab.

Insgesamt kam der gesamte Publikumsbuchmarkt 2013 nach zwei Jahren im Minus auf eine schwarze Null. 2012 hatte der Einzelhandel noch ein Minus von 3,7 Prozent gemacht.

Der Börsenverein lässt monatlich neben dem traditionellen Handel auch den Onlinehandel und den Verkauf in Warenhäusern erfassen. Genaue Zahlen sollen Mitte des Jahres vorgelegt werden.

Gefährdete Vielfalt

Der Vorsteher des Börsenvereins, Heinrich Riethmüller, sagte, der Buchhandel vor Ort habe nichts an seiner Anziehungskraft verloren. Viele Kunden würden das System großer Online-Konzerne nicht mehr unterstützen, da dies letztlich die Vielfalt auf dem Buchmarkt gefährde.

Besonders gut verkauften sich im stationären Handel Ratgeber, so zum Beispiel Sport- oder Kochbücher: Die Warengruppe steigerte ihren Umsatz um 5,8 Prozent. Auch der Absatz der Reiseliteratur vergrößerte sich deutlich – um 3,9 Prozent.

In der Belletristik, der traditionell stärksten Warengruppe, ging der Umsatz jedoch um 1,7 Prozent zurück. 2012 hatte vor allem die Trilogie Shades of Grey für hohe Umsätze gesorgt.