Thomas Bernhard und Peter Handke © dpa

Peter Handke war das Schwammerlgulasch zu Bernhards Tafelspitz, der Stalagmit zu Bernhards Stalaktit, der erztrübe Eigenbau-Heurige zu Bernhards Wachauer Smaragd. Wie der Pilznarr Handke heute gegen den "toten Giganten" (Elfriede Jelinek) abschneidet, erfahren Sie jetzt.

Wohnsituation

Bernhard:

"Wer so schrieb, konnte naturgemäß nicht irgendwie Wohnen", schrieb der Architectural Digest über Bernhards Vierkanthof, oberhalb des Traunsees inmitten von Apfel- und Birnenwiesen gelegen. Dessen Bauform habe Bernhards Wesen entsprochen: "Abweisend, ohne Schnörkel und immer allein stehend, ist der Vierkanthof ein Solitär, nicht für das Ensemble geschaffen."

Handke:

"Peter Handke hat ein neues Haus in Chaville gefunden", notierte der Verleger der beiden, Siegfried Unseld, nach seinem ersten Besuch dort verwundert: "Wir nehmen ein Taxi, fahren 40 Minuten endlos durch Vorstädte, Vororte, Vorweiler, Wüsteneien von Steinlandschaften. Handke erfüllte sich den Wunsch, unter Kleinbürgern zu leben."