Besucher auf der Abu Dhabi International Book Fair © Karim Sahib/Getty Images

Der deutsche Schriftsteller Jörg Albrecht ist in Abu Dhabi für drei Tage inhaftiert worden. Inzwischen sei er gegen Zahlung einer Kaution wieder entlassen worden, berichtet die Neue Zürcher Zeitung. Derzeit dürfe er aber das Land nicht verlassen.

Die Behörden verdächtigten ihn der Spionage. Er habe mit seinem iPad in einer Straße fotografiert, in der sich auch Botschaften befänden. Daraufhin sei er von einer Abteilung des Geheimdienstes festgesetzt worden. Er sei einem Staatsanwalt in Fußfesseln und ohne Rechtsbeistand vorgeführt worden.

Jörg Albrecht war offizieller Gast der Buchmesse Abu Dhabi International Book Fair. Zudem sei er von der Regierungsorganisation Kalima eingeladen worden. Beide Institutionen hätten sich nicht um seine Freilassung bemüht, berichtet die NZZ. Vielmehr sei für Jörg Albrechts Umfeld 24 Stunden lang unklar gewesen, wo er sich befinde.   

Erst die deutsche Botschaft habe ihn ausfindig gemacht, sein Verleger habe sich anschließend um die für die Freilassung nötigen Papiere gekümmert. In einem Kommentar auf der Seite nachtkritik.de meldete sich Jörg Albrecht zu Wort: "Zum Glück ist mein Schweizer Kollege Jonas Lüscher noch hier, um mich zu stützen. Ich schlafe dennoch vor Angst kaum, da hier seit einer Woche keine neuen Informationen zu bekommen sind."