Die Journalistin und Publizistin Carolin Emcke erhält den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Emcke leiste mit ihren Büchern, Artikeln und Reden einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog und zum Frieden, teilte der Börsenverein auf seiner Hauptversammlung in Leipzig mit. Emcke leiste mit ihren Büchern, Artikeln und Reden "einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog und zum Frieden", begründete der Stiftungsrat die Entscheidung. "Ihre Aufmerksamkeit gilt dabei besonders jenen Momenten, Situationen und Themen, in denen das Gespräch abzubrechen droht, ja nicht mehr möglich erscheint."

Der mit 25.000 Euro dotierte Preis geht dem Statut zufolge an Persönlichkeiten, "die in hervorragendem Maße vornehmlich durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen" haben. Der Preis wird zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am 23. Oktober in der Paulskirche in Frankfurt verliehen.

Emcke, die in Mülheim an der Ruhr geboren wurde und in Berlin lebt, hat unter anderem als Redakteurin beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel und als freie Autorin für DIE ZEIT gearbeitet. Für die Süddeutsche Zeitung schreibt sie eine wöchentliche Kolumne. Für einen Essay über die Rote Armee Fraktion, der auch als Vorlage für ihr Buch Stumme Gewalt. Nachdenken über die RAF diente, erhielt sie den Theodor-Wolff-Preis. In Artikeln und Essays berichtet sie aus Krisen- und Kriegsgebieten, etwa aus Afghanistan, Pakistan, Irak und dem Gazastreifen. Auf sehr persönliche Weise beschreibt sie darin, wie Gewalt, Hass und Sprachlosigkeit Menschen verändern können.

Mit der Auszeichnung werden seit 1950 Schriftsteller, Philosophen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland geehrt.