Im Wettbewerb um den besten deutschsprachigen Roman des Jahres hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels die Shortlist der Kandidaten bekannt gegeben. Die Jury hat insgesamt 6 Titel aus 178 Einreichungen ausgewählt.

Die nominierten Romane sind:

"Die Romane der diesjährigen Shortlist decken ein breites inhaltliches Spektrum ab", sagte Jurysprecher Christoph Schröder. Was sie gemeinsam hätten, sei "eine starke Bodenhaftung, der unmittelbare Bezug zur beobachteten Realität".

Der Deutsche Buchpreis wird seit 2005 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergeben und soll den besten Roman des Jahres in deutscher Sprache küren. Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dürfen Titel einreichen. Eine siebenköpfige Jury, deren Besetzung jährlich wechselt, hatte zunächst 20 Titel für die Longlist ausgewählt. Der Sieger wird traditionell am Vorabend der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben, dieses Jahr also am 17. Oktober. Der Gewinner erhält 25.000 Euro, die anderen fünf Finalisten jeweils 2.500 Euro.

Der Deutsche Buchpreis hat unter den vielen literarischen Auszeichnungen inzwischen die höchste Publikumsresonanz. Oft schaffen es die Sieger auf die Bestsellerliste. Im vergangenen Jahr hatte der Offenbacher Autor Frank Witzel den Buchpreis für seinen Roman Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969 gewonnen.