Der irische Schriftsteller William Trevor ist im Alter von 88 Jahren gestorben. "Wir teilen mit Bedauern den Tod von William Trevor mit, einem der größten Autoren Irlands", schrieb der Penguin Verlag am Montag auf Twitter. Weitere Informationen sind nicht bekannt. Trevor gilt als einer der bedeutendsten Romanciers und Erzähler der englischen Gegenwartsliteratur.

Zu den wichtigsten Werken Trevors, der seit Jahrzehnten im englischen Devon lebte, zählen unter anderem Toren des Glücks und Die Geschichte der Lucy Gault. Er erhielt dreimal den Whitbread-Buchpreis (heute Costa Book Award), den höchstdotierten britischen Literaturpreis. Kürzlich war er für den Literaturnobelpreis im Gespräch.

William Trevor, geboren 1928, wuchs in Irland auf. Er besuchte das Trinity College in Dublin und ist Mitglied der Irish Academy of Letters. Seine Bücher erschienen bei Hoffmann und Campe, zuletzt der Erzählungsband Mogeln beim Canasta (2011).

Den Durchbruch in Deutschland schaffte er erst spät mit dem Psychothriller Felicias Reise (1994). In dem Buch geht es um eine Schwangere, die durch eine peinigende Seelennot in die Hände eines Serienmörders getrieben wird. Als sein großes Vorbild nannte Trevor immer wieder die US-Krimiautorin Patricia Highsmith. Trevor veröffentlichte mehr als 15 Romane und weit über 100 Kurzgeschichten.