Für den Preis der Leipziger Buchmesse ist in diesem Jahr auch ein Debütroman nominiert. Die Jury wählte das Erstlingswerk Wie hoch die Wasser steigen von Anja Kampmann auf die Shortlist. Außerdem ist Die grüne Grenze von der US-Amerikanerin Isabel Fargo Cole ausgewählt, ein politischer Roman über das Leben am Rande der DDR.

In der engeren Auswahl für den renommierten Buchpreis in der Kategorie Belletristik sind außerdem Esther Kinsky mit Hain: Geländeroman, Georg Klein mit Miakro sowie Matthias Senkel mit Dunkle Zahlen. Der Preis der Leipziger Buchmesse wird seit 2005 in den drei Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung vergeben. Er ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert.

Um den Preis in der Kategorie Sachbuch/Essayistik konkurrieren Martin Geck mit seinem Buch Beethoven: Der Schöpfer und sein Universum, Gerd Koenen mit dem Werk Die Farbe Rot: Ursprünge und Geschichte des Kommunismus, Andreas Reckwitz mit Die Gesellschaft der Singularitäten: Zum Strukturwandel der Moderne, Bernd Roeck mit Der Morgen der Welt: Geschichte der Renaissance und Karl Schlögel mit Das sowjetische Jahrhundert: Archäologie einer untergegangenen Welt.

Für besonders gelungene Übersetzungen sind nominiert: Robin Detje, der auch für ZEIT ONLINE schreibt, für seine Übersetzung aus dem Amerikanischen von Buch der Zahlen von Joshua Cohen; Olga Radetzkaja für ihre Übersetzung aus dem Russischen von Sentimentale Reise von Viktor Schklowski; Sabine Stöhr und Juri Durkot, sie übersetzten Internat von Serhij Zhadan aus dem Ukrainischen; Michael Walter für seine Übersetzung von Laurence Sternes Werksausgabe aus dem Englischen und Ernest Wichner, er übersetzte Oxenberg & Bernstein von Catalin Mihuleac aus dem Rumänischen.

Keine leichte Entscheidung

Die Jury unter dem Vorsitz der Literaturkritikerin Kristina Maidt-Zinke hat pro Kategorie fünf Nominierte ausgewählt. Wie schon im Vorjahr sei es "vor allem in der Kategorie Belletristik" auch in diesem Jahr nicht einfach gewesen, sich auf herausragende Titel zu einigen. "Unsere Kriterien sind: Was macht der Autor mit der Sprache, wie originell sind Thema und Gestaltung, wie hoch ist der literarische Anspruch und das intellektuelle Niveau". Die Verlage hatten für alle drei Kategorien insgesamt 403 Bücher eingereicht. Die Gewinner werden am ersten Tag der Leipziger Buchmesse, das ist der 15. März, bekannt gegeben.

Der Leipziger Buchpreis zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland. Im vergangenen Jahr gingen erstmals alle drei Preise an Frauen. Natascha Wodin wurde in der Kategorie Belletristik für ihren Roman Sie kam aus Mariupol ausgezeichnet.